Keller Annalen 2010
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Januar Zum
25. Mal Der
Neujahrsempfang Es
ist ein großer Schatz, den die Gemeinde mit den 25 Folgen der Keller Annalen
angehäuft hat, sagte Beigeordneter Manfred
Wischnewski als Vertreter von Landrat Günter Schartz. Und es ist die einzige Sammlung dieser Art im Land Rheinland-Pfalz.
Dazu kann ich Sie nur beglückwünschen. In der
Feierstunde, an der rund 70 Gäste teilnahmen, unter ihnen Kommunalpolitiker der
Region sowie Landtagsabgeordneter Bernhard Henter, Pastor Thomas Linnartz und
Bürgermeister Werner Angsten. Bezüglich der
neuesten Ausgabe der Annalen lobte Ortsbürgermeister Markus Lehnen die
umfangreichen Informationen und die eingearbeiteten Fotos. Eine akribische Leistung! Für ein
weiterhin gemeinsames Vorwärtsstreben in gewohnter Art sprach sich Bürgermeister
Werner Angsten aus: Die Zusammenarbeit
zwischen kommunalpolitischen Gremien und Vereinen verläuft konstruktiv. Doch ein
kritischer, aber auch optimistischer Rückblick auf das vergangene Jahr prägte
die Veranstaltung. Hartnäckigkeit sei der Schlüssel zum Erfolg beim Bau der
Ruwer-Radbrücke gewesen, erinnerte Lehnen. Es
hat mir gezeigt, dass es sich lohnt, für eine Sache zu kämpfen, von der man überzeugt
ist. Ganz ohne
fremde Unterstützung sei der Erfolg jedoch nicht eingetreten. Félix Boy Cloos
aus Esch-sur-Alzette/Luxemburg habe mit einer Spende den Bau finanziell
ermöglicht. Aber auch die
Erschließung des Neubaugebietes An der
Fischerei und die Renaturierung des Dorfparks Dumpert seien Projekte, auf die man stolz sein könne. Dittmar Lauer,
der Herausgeber der Keller Annalen, wagte einen Rückblick auf die demografische
Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte und wies auf die geplante
Verwaltungsreform hin. Wenn wir unsere
Verbandsgemeinde erhalten wollen, müssen wir rechtzeitig Argumente sammeln und
die Politik von deren Richtigkeit überzeugen. Im Hinblick
auf sein Engagement in der Kultur- und Geschichtswerkstatt wies Lauer auf
zahlreiche Projekte hin, deren Fertigstellung die kommenden Jahre füllen werde.
Diese intensive Arbeit hat auch bei mir
Spuren hinterlassen. Ich würde mir wünschen, dass Kulturinteressierte mit mir
gemeinsam diese Projekte erarbeiten, um dann dieses Erbe fortzuführen. Die
Veranstaltung wurde musikalisch umrahmt – schon traditionell – vom Sing- und
Spielkrei unter Leitung von Karin Jäckels: Gitarre: Schwester Anna Gertraud,
Ingrid Waschbüsch, Monika Wagner, Cilli Erschens, Margret Barth, Agnes Philippi;
Querflöte: Nina Philippi, Karoline Hornetz und Monika Barth. Begrüßungsansprache
des Vorsitzenden des Heimat- und Kulturvereins Kell am See: Im vergangenen
Jahr haben wir die Geburtsstunde des neuen Deutschland gefeiert, am 23. Mai
1949 wurde das Grundgesetz verkündet. Wir können nach diesen 60 Jahren mit
großem Stolz und mit Bewunderung auf ein demokratisches Gemeinwesen blicken, das
in der Geschichte der Deutschen einmalig und gefestigt ist. Das
verdeutlicht auch die Reaktion der Deutschen auf die weltweite Finanzkrise –
eine Krise in bisher unbekanntem Ausmaße – denn wir stellen verwundert fest:
Die Deutschen, denen man eine Neigung zur Apokalypse und Hysterie nachsagt,
reagieren mit Augenmaß und Gelassenheit auf diese Krise. Keine Spur von Panik
oder zum Extremen neigend – weder nach links noch nach rechts, kein Aufstand
auf der Straße. So darf man vermuten, dass die Deutschen ihren Institutionen,
ihrem Staat, ja auch der politischen Klasse vertrauen. Dieses
Vertrauen in die Gestaltungskraft ihrer Politiker ist bisher nicht erschüttert,
so sehr man sich auch in diversen Talkshows, in endlosem Geschwafel
selbsternannter Experten in verantwortungsloser Weise bemüht, unsere
demokratisch gewählten Politiker als Ignoranten hinzustellen, als habe es die
Weimarer Republik nicht gegeben. In diesem Jahr
können wir auf das Kriegsende vor 65 Jahren zurückblicken. Wir erinnern uns der
deutschen Katastrophe, erinnern wir uns aber auch daran, wie diese Katastrophe
begann, sie hat ihre Wurzeln auch darin, dass zu viele Menschen aller
Gesellschaftsschichten die junge Demokratie nicht akzeptierten und ihre
Repräsentanten ihrer politischen Reputation beraubten. Die
Kommunalwahlen im vergangenen Jahr haben für die Gemeinde Kell am See ein
Ergebnis gebracht, dass sich niemand hat wünschen können. Es muss jeden echten
Demokraten nachdenklich stimmen, wenn in einem 2.000 Einwohner großen Ort und
einer Amtssitzgemeinde eine Partei 100% der Sitze erhält, weil nur eine Liste
aufgestellt war. Axel
Munsteiner kommentierte dazu im Trierischen Volksfreund: Es ist ein Unding und verheerend für eine Demokratie, dass die Bürger
keine Alternativen haben und eine Partei, gleichwie sie heißt und wie gut ihre
Arbeit ist, allein herrschen kann. Damit schadet man dem ganzen Dorf. Nur im
Wettbewerb der Ideen, im fairen Streit um die Realisierung kommunaler Vorhaben
und im ständigen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern können wir unserer im
Grundgesetz vor 60 Jahren festgeschriebenen demokratischen Verantwortung
gerecht werden. Das 1375 Jahre
alte Kell wurde bei der Verwaltungsreform des Trierer Erzbischofs und
Kurfürsten Balduin von Luxemburg Mitte des 14. Jahrhunderts Sitz einer
sogenannten Pflege – man könnte sagen eines Unteramtes – des neuzugeschnittenen
kurtrierischen Amtes Grimburg und blieb es über 450 Jahre lang. Während der
französischen Okkupation und während der Zugehörigkeit zum französischen
Kaiserreich behielt Kell diese Mittelpunktfunktion und wurde eine sogenannte
Mairie, eine Bürgermeisterei also, wenige Jahre später ein preußisches Amt und
mit der letzten territorialen Verwaltungsreform vor 40 Jahren Sitz der neuen,
um die Hochwalddörfer des ehemaligen Amtes Saarburg-Ost erweiterten
Verbandsgemeinde Kell bzw. Kell am See. Nun steht
wiederum eine Verwaltungsreform an. Das Erste Landesgesetz zur Kommunal- und
Verwaltungsreform wird zur Zeit in den kommunalen Spitzenverbänden beraten und
soll dann in das parlamentarische Verfahren eingebracht werden. Der
Gesetzesentwurf setzt die Parameter für künftige Verbandsgemeinden fest:
mindestens 12.000 (knapp 10.000) Einwohner, mehr als 100 (160) qkm Fläche und
mehr als 15 (13) Ortsgemeinden (in Klammern die Daten unserer
Verbandsgemeinde). Wenn diese Parameter streng eingehalten werden, besteht
Gefahr, dass sich die Strukturen der Verbandsgemeinde ändern werden und Kell
nach fast 700 Jahren seine Mittelpunktfunktion verliert. Wem kann daran gelegen
sein? Wenn wir unsere Verbandsgemeinde erhalten wollen, müssen wir daher
rechtzeitig Argumente sammeln und vortragen und die Politik von deren
Richtigkeit überzeugen. Zur neuen
Radwegbrücke, dem beharrlichen Einsatz bei hartnäckigem Widerstand, der
übrigens von Tag zu Tag – je mehr Radfahrer und Fußgänger, jung und alt, die
Brücke gefahrlos, zügig und fröhlich überqueren – unverständlicher erscheint,
will ich weiter nichts sagen – aber das war ja auch ausreichend – als dass wir,
der Heimat- und Kulturverein, im Mai ein Bahnhofsfest arrangieren möchten, wozu
wir bereits die feste Zusage des Historischen Fahrradvereins Opel in Rüsselsheim
haben, die mit einer Anzahl von Oldtimer-Fahrrädern eine Attraktion darstellen
werden, unterstützt von Freunden aus Luxemburg, die von Trier über die
Radwegbrücke kommend am Historischen Bahnhof zu uns stoßen werden. Das Luxemburger Wort hat bereits einen
ausführlichen Vorbericht angekündigt und so hoffen wir, dass viele Luxemburger
nach Kell kommen, wobei wir ihnen mit Stolz und Zufriedenheit die Radwegbrücke
als deutsch-luxemburgischen Brückenschlag vorführen können. Von
allem, was der Mensch baut und aufbaut, gibt es nichts Besseres und
Wertvolleres als Brücken – diesem Wort des serbischen
Schriftstellers Ivo Andric ist nichts hinzuzufügen. Dass wir den Brückenschlag
aber realisieren konnten, ist letztendlich der großherzigen Spende von Félix
Boy Cloos aus dem luxemburgischen Esch-sur-Alzette zu verdanken. Wir haben ihm
in den Keller Annalen zwei Seiten gewidmet, auf denen wir den erfolgreichen Unternehmer,
den fantasievollen Erfinder und talentierten Künstler als einen bescheidenen
Menschen ohne Starallüren, aber mit einem großen Herz für Kinder vorstellen.
Félix Boy Cloos selbst kann an dieser Veranstaltung nicht teilnehmen, ich freue
mich aber über die Anwesenheit von Hans Hebben, der als enger Vertrauter von
Félix Boy Cloos den Kontakt zwischen Luxemburg und Kell hergestellt hat. Adalgisel
Grimo, der fränkische Diakon aus dem 7. Jahrhundert, stand im vergangenen Jahr
mehrmals im Mittelpunkt kultureller Veranstaltungen – ich erinnere an das
kirchenmusikalische Konzert in unserer Pfarrkirche und an die Überreichung der
Bronzetafeln am 30. Dezember, dem Tag der Testaments-Ausstellung vor 1375
Jahren. Es darf ruhig noch einmal wiederholt werden: Erstmals im Kreis
Trier-Saarburg und darüber hinaus haben sich gleich vier Dörfer, die im
Testament des Diakons erstmals urkundlich erwähnt werden, zusammengetan, um
sich der gemeinsamen Geschichte zu erinnern. In diesem Jahr
werden wir gleich viermal an den fränkischen Diakon erinnert werden, wenn in
den vier Ortsgemeinden die Bronzetafeln im Rahmen dörflicher Veranstaltungen
enthüllt werden und diese – für jeden sichtbar – die gemeinsame Geschichte
dauerhaft und nachhaltig dokumentieren und bewahren. Die Arbeit in
der Kultur- und Geschichtswerkstatt im Historischen Bahnhof geht kontinuierlich
weiter und das zeigt sich nicht zuletzt in der Herausgabe von Büchern im
vereinseigenen Verlag Alta Silva. Im
vergangenen Jahr wurden zwei neue Bücher vorgestellt: ein reichlich bebilderter
Gedichtband von Raimund Kläser und ein Buch von Berthold Müller über die
Großfamilie Birtel aus Krettnich, deren Urahn – ein geschickter Unternehmer und
Erzgrubenbesitzer – als Bauernkönig
bezeichnet wurde. Für die erste
Jahreshälfte ist die Herausgabe von zwei Publikationen vorgesehen. Zum einen
wird das Buch von Albert Lehnen, gut recherchierte Erinnerungen aus seiner
Jugendzeit, erscheinen und zum anderen ein Buch über den 1965 verstorbenen
Lehrer und Heimatschriftsteller Matthias Lang mit einer von Manfred Moßmann
getroffenen Auswahl der besten Gedichte und Erzählungen in Mundart und
Hochdeutsch und einem ausführlichen Lebensbild dees Schriftstellers von Dittmar
Lauer. Nicht
vergessen werden die weiteren Vorarbeiten für die geplante Chronik der Gemeinde
Hinzert-Pölert, auf deren Herausgabe man – und zwar in nicht allzu ferner
Zukunft – in der Doppelgemeinde gespannt ist. Nach diesen Verpflichtungen
werden wir die bereits vorgestellten Chronikbände unserer eigenen Gemeinde in
der vorgesehenen Reihenfolge fertig stellen und herausgeben. Für das
begonnene Jahr 2010 wünsche ich Ihnen alles erdenklich Gute, dass das, was Sie
sich wünschen, in Erfüllung gehen möge und Zuversicht in allem, was Sie
begonnen haben und zu Ende bringen wollen, denn – nach dem Aphoristiker Werner
Mitsch: Die Zuversicht ist ein Kräftigungsmittel
für die Seele. 80 Jahre Manfred
Lang feiert Geburtstag Manfred Lang, der jahrzehntelang in der Keller
Kommunalpolitik an führender Stelle tätig war, konnte seinen 80. Geburtstag im
Freundeskreis feiern. In Ansprachen und Grußadressen kam die Hochachtung zum
Ausdruck, die der Jubilar nach wie vor genießt. Auf eigenen Wunsch hatte Manfred Lang auf
persönliche Geschenke und Zuwendungen verzichtet und statt dessen um Spenden für
den Kindergarten St. Michael gebeten.
So kam eine stattliche Summe in Höhe von 2.515 € zusammen, die Manfred Lang der
Leiterin des Kindergartens, Schwester Maria-Regina, überreichen konnte. Die
Spende wird für die Anschaffung besonderer Spielobjekte sowie für neues
Mobiliar verwendet. Ein Teilbetrag der Spende von 400 € dient jedoch, im Sinne
des Spenders, dem Kauf von Wolle für die Missionsstrickrunde im Schwesternhaus. Das gesamte Team des Kindergartens gratulierte dem
Jubilar Herrn Lang nachträglich sehr herzlich zu seinem Festtag und wünschte
ihm von Herzen Gottes reichsten Segen und eine gute Gesundheit für noch
zahlreiche glückliche Lebensjahre. Timo Philippi
gewinnt Lesewettbewerb Der
Börsenverein des Deutschen Buchhandels schreibt jedes Jahr einen
Vorlesewettbewerb für die 6. Klassen aus, an dem auch die Realschule plus
teilnahm. Dabei wird zunächst in jeder der drei Klassen ein Klassensieger ausgelesen. Bei der Abstimmung sind
Schüler und Lehrer gleichermaßen stimmberechtigt. Die drei Klassenbesten müssen
dann vor großem Publikum aus einem Buch ihrer Wahl und aus einem ihnen bisher
noch nicht bekannten Buch Kostproben ihrer Vorlesekunst ablegen. Die Jury
ermittelte als Schulsieger Timo Philippi, dem der Schulleiter Bernd Staudt und
sein Stellvertreter Herbert Behres mit einem Buchgeschenk und einer Urkunde
gratulierten. 100 Jahre Magdalena Lang
älteste Frau Einen seltenen
Geburtstag konnte Magdalena Lang geb. Heyer im Kreise ihrer Familienangehörigen
begehen: Sie wurde 100 Jahre alt und ist damit die älteste Frau in der
Gemeinde. Sie wohnt bei ihrer Tochter gleichen Namens, die ihre Mutter seit
Jahren pflegt und betreut. Die im Jahre
1910 geborene Jubilarin, die Jüngste von zehn Kindern, hatte 1936 den Landwirt
Johann Lang geheiratet. Der Bauernhof der Familie Lang stand dort, wo heute die
Heizungs- und Sanitärfirma HWH (der ehemalige X-Markt) ihr Geschäft hat. Neben
der Landwirtschaft eröffnete Magdalena Lang den Kolonialwarenladen, den schon ihre Schwiegermutter betrieb, später
aber aufgegeben hatte, wieder. Zu den
zahlreichen Gratulanten fanden sich in Vertretung des Landrats Günther Schartz
der Erste Beigeordnete Dieter Schmitt, Bürgermeister Werner Angsten und
Ortsbürgermeister Markus Lehnen ein. Zwei Monate
später ist die hundertjährige Magdalena Lang gestorben. Sie wurde unter großer
Anteilnahme zu Grabe getragen. Jasmin I. und Cacey I. Unter dem
Motto Auf hoher See mit Callida –
Fastnacht wie’s bis heut‘ nicht war eröffnete der Karnevalsclub Callida die bevorstehende Session.
Witterungsbedingt musste die Proklamation im Gasthaus Zum Friedlichen Landmann vorgenommen werden. Die spannende Frage
nach dem neuen Prinzenpaar lüftete – begleitet vom Musikverein Concordia – Sitzungspräsident Klaus Marx:
Es sind in diesem Jahr Jasmin I. und Cacey I., die die närrische Schar sogleich
begrüßten, wobei der Prinz den Vogel abschoss, indem er in Kennedy-Manier
erklärte: Eisch seien en Keller! Heimatverein
Hasborn zu Besuch Etwa zwanzig
Vorständler und Mitglieder des Heimatvereins Hasborn besuchten die Geschichtswerkstätte
im Historischen Bahnhof, um sich über ihre Ortsgeschichte zu informieren. Sie
zeigten sich überrascht von den zahlreichen Archivalien-Kopien mit Hasborner
Betreffen, die in den Archivkisten abgelegt sind. Hasborn gehörte bis etwa 1800
zum kurfürstlichen Amt Grimburg und ist daher mit dessen Geschichte sehr eng verknüpft. Callida
auf Kreuzfahrt Sie waren in
den letzten Jahren schon im Märchenland, im wilden Westen, im Morgenland oder
auf der Alpen-Alm. Doch in dieser Session legen die Keller Karnevalisten sogar
noch eins drauf und erobern die sieben Weltmeere. Auf hoher See mit Callida - Fastnacht wie's bis heut nicht war, lautet
diesmal ihr Motto, und passend dazu haben sie bei ihrer Prunksitzung fast 500
Zuhörer zu einer vierstündigen Kreuzfahrt mit dem Traumschiff Callida begrüßt. Klar: Mit den Garden im
Gefolge ist es zunächst dem ehrwürdigen Elferrat vorbehalten, pünktlich um
20.11 Uhr mit donnerndem Applaus Alaaf
olé in die Sporthalle einzuziehen, an Bord zu marschieren und die Kapitänsbrücke
- einen eigens neben der Bühne aufgebauten Ozeanriesen - zu besetzen. Die
Kommandanten stellen schon gleich klar: Auf dieser Kreuzfahrt ist Frohsinn
angesagt, und deshalb waren für Politiker keine Plätze mehr auf der Callida frei. Für die hohen Herren haben wir lieber Fünf-Sterne-Suiten auf der
Titanic reserviert, verkündet Edgar Thielen. Dann aber werden die Segel
gesetzt und das Narrenschiff nimmt in den folgenden vier Stunden volle Fahrt
auf. Zunächst
stehen natürlich die wichtigsten zwei Passagiere im Mittelpunkt, und der Keller
Karnevalsklub huldigt seinem Prinzenpaar Jasmin I. und Cacey I. Letzterer
erobert die Herzen des Narrenvolks im Sturm, weil er sich an seinen berühmten
Landsmann John F. Kennedy erinnert und immer, wenn der Text seiner deutschen
Rede zu schwer wird, mit stolzgeschwellter Brust betont: Ich bin ein Keller! Ein Ticket auf
der Callida haben sich auch zwei
ältere Damen (Aloys Stüber und Edith Lehnen) gesichert, die mit dem Rollator
aus dem Keller Seniorenheim ausgebüxt sind und nun über längst verflossene
Zeiten sinnieren, als ihnen die Männerwelt noch zu Füßen lag. Unter den
Passagieren gibt es aber auch etliche skurille Gestalten. So steigen der
Clochard Reinhard Lorenz, der Paul-Panzer-Imitator Sebastian Thielen oder der greiliche Norbert Stüber in die Bütt.
Sie schwadronieren über Gott und die Welt, wobei es auf Deck auch mal
schlüpfrig werden kann. Mit Vorliebe wird natürlich über das aktuelle
Dorfgeschehen im Heimathafen Kell getratscht und manche Berühmtheit in der
Bürgerschaft durch den Kakao gezogen. Johannes Reitz und Klaus Marx wird
beispielsweise das beinahe unendliche Warten auf's neue Feuerwehrhaus nun doch
zu bunt, und deshalb versuchen sie, aus Styropor-Platten selbst eins zu bauen. Besonders
genüsslich weiden sich die Keller aber am Schicksal ihrer lieben Nachbarn aus
Schillingen, in deren Halle nun doch tatsächlich und ganz ohne Witz durch einen
Wasserrohrbruch Land unter herrscht.
Das hätte zwar zum Keller Karnevalsmotto gut gepasst: Aber bevor wir unsere Prunksitzung in Schillingen machen, wird Käpt'n
Ahab von Moby Dick wieder ausgespuckt, frozzelt Edgar Thielen. Eins wird aber
bei dieser Kreuzfahrt auch deutlich: So richtig schlagen die Wogen der
Begeisterung meistens dann hoch, wenn getanzt wird. Denn es sind vor allem die
fulminanten Auftritte der Hof- und Prinzengarde, des Funkenmariechens Katharina
Klaeser und des Männerballetts, die das Publikum zum stürmischen Applaus beim
Karneval auf hoher See animieren. Mitwirkende:
Jasmin I. und Cacey. I. (Prinzenpaar), Edgar Thielen (Einleitung), Klaus Marx
(Sitzungspräsident) und Elferrat (Seemannschor), Rainer Lauer und Mechthild
Stumm (silbernes Prinzenpaar), Nobert Stüber, Johannes Reitz, Sebastian
Thielen, Reinhard Lorenz, Aloys Stüber und Edith Lehnen (Büttenreden),
Katharina Klaeser (Funkenmariechen), Männerballett (Leitung Saskia Lehnen),
Hofgarde (Leitung Franziska Marx und Dorothee Waschbüsch), Prinzengarde
(Leitung Jasmin Barthel), Gast-Prinzenpaare aus Schillingen, Reinsfeld und
Greimerath, Musikverein Concordia
(Bordkapelle) Herrensitzung
bei Callida Mehr als 150
närrische Männer erlebten über vier Stunden ein prall gefülltes Programm bei
der Herrensitzung im Saal Zum Friedlichen
Landmann. Zahlreiche Beiträge, Gesang und deftige Tänze zeichneten einen
männerfreundlichen, aber dennoch nicht frauenfeindlichen Nachmittag aus. Besonders viele
Ovationen erhielt Paul Panzer alias Sebastian Thielen, der auch in diesem Jahr
wieder bewies, dass er sich in Optik und Vortrag unmittelbar am Original
bewegt. Februar Rektor
Walter Stephan im Ruhestand Mit einem bunten Programm unter
dem Motto Zirkus Fantastico haben die
112 Kinder der Grundschule Schillingen ihren Rektor Walter Stephan in den
Ruhestand verabschiedet. Bei der Feierstunde in der Schulsporthalle waren auch
das Lehrerkollegium sowie das frühere Lehrer-kollegium mit den Schulleitern
Bernd Morgen und Josef Meyer, Pastor Thomas Linnartz, Bürgermeister Werner
Angsten sowie die Ortsbürgermeister von Kell am See, Heddert und Schillingen
(Markus Lehnen, Josef Wagner und Markus Franzen) dabei. Es
ist heute ein besonderer Tag, sagte
Lehrersprecher Manfred Rommelfanger. Nicht
nur die Ausgabe der Zeugnisse stehe an, sondern auch die Verabschiedung des
Schulleiters, Walter Stephan, der 20 Jahre an der Grundschule Schillingen als
Lehrer tätig war. Es war ein großer Bahnhof für den scheidenden Rektor, der
nun in die Passivphase der Altersteilzeit tritt. Gemeindereferentin Anita
Ludwig, die Kindergartenleiterinnen der Kindergärten aus Kell am See und
Schillingen, die Schulleiter aus den benachbarten Grundschulen der
Verbandsgemeinde, aber auch die Vertreter der Realschule plus mit dem früheren
Schulleiter Alfons Bonerz waren der Einladung gefolgt. Für den
Schulelternbeirat kamen Sarah Bärwinkel-Alten und Johannes Reitz, für den Förderverein
Klaus Lofi. Unter dem Motto Zirkus Fantastico führten alle Klassen
der Grundschule ein kurzweiliges und attraktives Programm vor, das die vielen
Facetten einer lebendigen Schule aufzeigte. Regierungs-schuldirektorin Margret
Meier ließ die wichtigsten Ereignisse Revue passieren und blickte auf das
Lebenswerk des Schulleiters zurück. Seine beruflichen Stationen hätten den
gebürtigen Saarländer über das Landesheim für Gehörlose und Schwerhörige Trier,
die Hauptschule Kell am See, die Grund- und Hauptschule Trier-Ruwer 1987 bis in
die Grundschule Schillingen geführt. Das Wohl der Kinder hätte bei dem
beliebten Lehrer stets im Vordergrund gestanden. Stephan habe Spuren hinterlassen,
sagte die Schulaufsichtsbeamtin. Mit Einfühlungsvermögen und einer Portion
Organisationstalent habe er gestaltet und mitgestaltet und seine Arbeiten
erfolgreich umgesetzt. Werte seien vorgelebt worden. Die Grundschule Schillingen habe
nicht zuletzt wegen der guten Arbeit von Stephan in der Öffentlichkeit ein
gutes Image, sagte Bürgermeister Werner Angsten. Die Bildung habe insgesamt in
der Verbandsgemeinde einen guten Stellenwert. Er überreichte dem scheidenden
Pädagogen ein Bild, gemalt von Ursula Stimmler aus Züsch, Ehefrau Gabriele
erhielt eine Orchidee. Der Personalratsvorsitzende, Manfred Rommelfanger,
bedankte sich für die kollegiale Zusammenarbeit zwischen dem Lehrerkollegium
und Rektor Walter Stephan. Primus
inter pares – Erster unter Gleichen – so habe er
seine Schulleitung verstanden. Stephan sei ein Multitalent gewesen und habe in
dem interdependenten Feld von teilweise widersprüchlichen Interessen der
Schüler, Eltern, des Schulträgers und der Kollegen vermitteln und Kompromisse
schließen können. Kindergarten plus Wir bedanken uns alle ganz
herzlich beim Lions-Club Hochwald, der dieses Projekt mit seinen Kosten in Höhe
von 750 Euro in jedem Jahr möglich macht, verkündete
Ordensschwester Maria Regina. Der Club kümmert sich, nachdem er bereits in den
vergangenen Jahren die Patenschaft für das Programm Kindergarten plus
übernommen hatte, auch in diesem Jahr um die Einrichtung in Kell am See. Präsident Jürgen Emmerich gab eine
Übersicht über das Programm, das die kindliche Persönlichkeit stärken soll und
sich an vier- bis fünfjährige Kinder in Kindertageseinrichtungen richtet. Es
bestehe aus neun Bausteinen, die in einer extra dafür zusammengestellten Gruppe
im Zeitraum eines halben Jahres durchgeführt werden. Ziel sei es, die soziale,
emotionale und geistige Bildung der Kinder, darunter Fremdwahrnehmung,
Einfühlungsvermögen, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit, Wahrnehmung von
Selbstwirksamkeit und Eigenkompetenz, Motivations-, Leistungs- und Beziehungsfähigkeit
zu stärken und zu fördern. An
den neun Vormittagen geht es um die Themen Körper, Sinne, Gefühle, Beziehungen,
Grenzen und Struktur. In Spielen, Übungen, Gesprächen, Liedern und mit
kreativen Methoden werden die Kinder angeleitet, sich selbst und andere mit
ihren speziellen Eigenarten und Gefühlen bewusst wahrnehmen und ausdrücken zu
können, sagte Sandra Walther, die speziell ausgebildete
Trainerin des Keller Kindergartens. Den Eltern werde durch Kindergarten plus vermittelt, dass sie für den Bildungserfolg ihres
Kindes eine herausragende und unersetzliche Rolle spielen. Parallel zum
Programm mit den Kindern erhalten sie speziell gestaltete Elternbriefe, in
denen sie über die Inhalte der Module informiert werden. Kindergarten
plus wird über Programmpaten finanziert. In
vielen Fällen wie auch am Beispiel Kell am See sei dies ein Lions Club,
erklärte Emmerich. Er habe Kindergarten
plus, das von der Deutschen Liga für das Kind entwickelt wurde, in sein
Förderprogramm aufgenommen. Es beinhaltet neun Module für die
Kinder, zehn Elternbriefe mit Informationen und Anregungen parallel zu den
Themen sowie pädagogische Materialien für die Erzieherinnen und Trainerinnen.
Die beiden Handpuppen Tula und Tim sind den Erzieherinnen zur Nachbereitung der
Module eine große Hilfe. Zwei Elternabende zur Vor- und Nachbereitung des
Programms mit Eltern und Erzieherinnen runden das Programm ab. Rathaus
wird gestürmt Auch im Rathaus in Kell ist gegen
die geballten karnevalistischen Sturmtruppen aus der gesamten Verbandsgemeinde
kein Kraut gewachsen. Hausherr Werner Angsten und seine getreuen
Verwaltungsmitarbeiter sehen sich Aug in Aug mit einer kostümierten
Putschisten-Schar. Die Aufständischen kommen vom heimischen Karnevalsklub Callida, aus Greimerath, Mandern,
Schillingen-Heddert, Lampaden und Zerf. Dem alterfahrenen Bürgermeister
wird schnell bewusst: Hier ist jeder Widerstand zwecklos, die Zeit seiner
Regentschaft ist vorbei, und es bleibt ihm nichts anderes übrig, als vorläufig
abzudanken. Das macht Angsten aber nur, indem er sich in Galgenhumor flüchtet
und seinen närrischen Nachfolgern zuruft: Nehmt
den Rathaus-Schlüssel und geht hin, in unserer Kasse ist sowieso nichts drin! Bezirksparteitag
in der Kulturhalle In der Sport- und Kulturhalle fand
der CDU-Bezirksparteitag statt. Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Neuwahl
des Bezirksvorstandes. Der bisherige Vorsitzende Michael Billen hatte schon im
Vorfeld signalisiert, dass er nicht mehr kandidieren würde. An seine Stelle
wurde Patrick Schnieder, Bürgermeister der Eifel-Verbandsgemeinde Arzfeld und
Vorsitzender der KPV im Bezirk Trier gewählt. Hauptredner war der CDU-Landesvorsitzende
Christian Baldauf. Ein Grußwort sprach u.a. auch der CDU-Ortsvorsitzende Horst
Glessner. Horst Zimmert
neuer SV-Vorsitzender Letzte
Amtshandlung: Volker Klaeser begrüßte die Mitglieder zur Jahreshauptversammlung
des SV Kell und zog in seinem Bericht nicht nur einen Rückblick auf das
vergangene Geschäftsjahr, sondern auch auf seine gesamte Amtszeit als
Vorsitzender. Es seien sehr arbeitsintensive und bewegte Jahre gewesen. Wie
Klaeser stellte sich auch der zweite Vorsitzende, Detlef Schmitz, nicht wieder
zur Wahl. Tina Reichert gibt die Leitung der Turnabteilung in andere Hände ab. Der
Sportverein hat rund 670 Mitglieder und bietet eine Vielzahl an sportlichen
Möglichkeiten. Die Bilanz fiel bei allen Abteilungen positiv aus. Auf
der Tagesordnung stand die Neuwahl des Vorstandes. Der Sportkreisvorsitzende
und Ehrenvorsitzende des SV Kell, Felix Jäger, übernahm die
Versammlungsleitung. Auf Vorschlag des alten Vorstandes wurde Horst Zimmert
einstimmig zum neuen ersten Vorsitzenden des Sportvereins gewählt. Zuvor
stellte sich Zimmert der Versammlung vor und machte deutlich, dass er als neuer
Vorsitzender ein Augenmerk auf alle Abteilungen des SV legen werde. Eine
besondere Aufgabe, die auf Zimmert in seinem ersten Amtsjahr zukommt, ist das
Jubiläumsfest im August, das der Verein anlässlich seines 90-jährigen Bestehens
feiert. Die Fußballabteilung wird in Zukunft ein Schwerpunkt des neuen zweiten
Vorsitzenden und des Abteilungsleiters Fußball sein. Den
neuen Vorstand, der ohne Gegenstimme gewählt wurde, bilden: erster
Vorsitzender: Horst Zimmert; zweiter Vorsitzender: Thomas Kohler; Geschäftsführer:
Martin Reichert; Kassenwart: Markus Hau; Jugendleiter: Udo Müller;
stellvertretender Jugendleiter: Rüdiger Backes; Beisitzer: Gabi Behres, Hannah
Stephan, Holger Weiland, Christian Glessner. Die
neugewählten Abteilungsleiter: Basketball: Jan Schmitt, Stellvertreter: Jochen
Stephan; Fußball: Marco Justinger, Stellvertreter: Christian Glessner; Schach:
Manfred Hornetz, Stellvertreter: Winfried Klaeser; Tischtennis: Alfons Eibel,
Stellvertreter: Peter Kirchen; Turnen: Elke Jungblut, Stellvertreterin: Tina
Reichert. Karnevalsumzug
in Schillingen Die Ortschaften
Kell am See und Schillingen führen ihre Umzüge gemeinsam durch, wobei sie von
Jahr zu Jahr den Umzugsort wechseln. Das wirkte sich auch in diesem Jahr wieder
auf Quantität und Qualität aus. Schillingens Ortsbürgermeister Markus Franzen,
der eigens für diesen Tag veranlasst hatte, dass
auf den Straßen im Ortsmittelpunkt eine Bodenheizung verlegt worden war,
verkündete die Teilnehmeranzahl: 42 geschmückte Wagen und bunte Fußgängergruppen
hatten sich gemeldet und sparten nicht mit Kamellen und anderen Süßigkeiten.
Zahlreiche Fußbälle wurden zur Freude der Kleinen von einem Wagen hoch in die
Luft geschossen. Der Fänger konnte den Ball sein Eigen nennen. Die
Karnevalsgruppen befassten sich, wie nicht anders zu erwarten, auch mit dem
geplanten Steinbruch bei Mandern, den die Hedderter gerne gegen ihre übel
riechende Hühnerfarm tauschen würden. Pokalschreck
Jugendfeuerwehr Schillingen strebt dagegen die Weltmeisterschaft an. Für
Aufsehen sorgte die Hedderter Eisenbahn, die bereits in der Kappensitzung
großen Beifall heraufbeschworen hatte. KS-Logistic&Services Auf
einem Hallenareal von 5000 Quadratmetern sind seit kurzem in Kell über 1000
Teile von der kleinen Unterlegscheibe bis zum größeren Rohr deponiert, die alle
einem Zweck dienen. Die Logistiker sind für die laufende Materialversorgung
eines Automobilzulieferers im Hochwald
– so die offizielle Sprachregelung - zuständig. Gemeint ist damit das
Bilstein-Werk. KS übernimmt also die Beschaffung, Lagerung und Anlieferung der
kompletten Palette an Teilen, die in Mandern für die Stoßdämpferherstellung
nötig ist. Die Spedition soll demnach dafür garantieren, dass beim Autozulieferer
die Produktionskette nicht wegen fehlender Teile abreißt. Über ein eigens eingerichtetes
EDV-System, so Konze, erhält sein Unternehmen direkt vom Autozulieferer die
Nachricht, für welche Materialien Bedarf besteht. Sechs bis sieben LKW-Fuhren
gehen täglich von der Keller Halle zum Werk nach Mandern raus. Außerdem kommen
laut Konze bis zu zehn LKW täglich an, um aus ganz Europa die für die
Stoßdämpferproduktion nötigen Teile in Kell anzuliefern und zwischenzulagern. Früher
sei die Logistik für das Manderner Werk von Trier aus von einer anderen Firma gesteuert
worden. Wegen der größeren Nähe habe sich der Automobilzulieferer aber für die
Verlagerung der Logistik nach Kell entschieden und seinem Unternehmen den
Zuschlag gegeben, so Konze im TV-Gespräch. Circa 500 000 Euro habe KS in die
Einrichtung der Halle am neuen Standort im Hochwald investiert. In etwa
gleicher Höhe hat sich Vermieter Geiger an baulichen Veränderungen – etwa der
Installation der neuen Laderampe – finanziell beteiligt. Möglicherweise
will Konze die Aktivitäten von KS in Kell noch ausweiten. Wir überlegen ernsthaft, inwiefern wir unser Dienstleistungsangebot
auch anderen Kunden in der Region Trier und in Luxemburg anbieten werden,
sagt der Geschäftsführer von KS. Für
Ortsbürgermeister Markus Lehnen wäre das wünschenswert. Er sei aber schon heute
froh, dass im früheren Türenwerk wieder
etwas läuft, eine Halle schon wieder genutzt wird und es keine leer stehende Ruine
mitten im Ort gibt. Klar sei aber auch, dass die Kommune nach der Ansiedlung
von KS darauf hofft, dass weitere
Folgefirmen nach Kell kommen. Dort oben sind ja noch andere Hallen frei,
sagt Lehnen. Ehrennadel
für Karl-Heinz Willger Der
Ministerpräsident Kurt Beck hat Karl-Heinz Willger die Ehrennadel des Landes
Rheinland-Pfalz verliehen. Im Rahmen einer Feierstunde in der Kreisverwaltung
überreichte Landrat Günther Schartz eine Urkunde und die Ehrennadel. Er hob die
herausragenden Leistungen Karl-Heinz Willgers hervor, vor allem im
musikalischen Bereich. Seit 1972 sei er im Vorstand des heimischen Musikvereins
Concordia, davon alleine 16 Jahre als
erster Vorsitzender und 12 Jahre als Stellvertreter. Seit Gründung im Jahre
1990 stehe er dem Verbandsgemeinde-Orchester als Dirigent vor. Dem Ortsgemeinderat
hat Karl-Heinz Willger angehört. Als Initiator des größten Projektes in der
Vereinsgeschichte, dem Umbau des Millenhauses
zu einem Vereinshaus, habe er sich ebenfalls große Verdienste erworben. Den
Glückwünschen des Landrates schlossen sich Bürgermeister Werner Angsten und der
erste Beigeordnete Horst Glessner an. Angebot
erweitert Hier werden die
Menschen nicht einfach so geparkt, versichert die Leiterin des
DRK-Seniorenzentrums Kell am See, Sigrun Bergtold, gegenüber Heidi
Hans-Sadowsky, die ihre Mutter, Klara Hans, als erste Nutzerin des neuen
Tagespflegeangebotes in die Einrichtung brachte. Vier neue sogenannte
Präsenzkräfte stehen nun zur Verfügung. Auf Vorlieben bei Speisen und
Getränken, Interessen sowie körperliche Bedürfnisse gehen die Kräfte ein, um
den Aufenthalt angenehm und integriert in den Alltag der anderen Heimbewohner
zu gestalten. Als pflegende
Angehörige hat man es nicht leicht, bestätigt die Tochter der 85-Jährigen.
Heidi Hans-Sadowsky muss rund um die Uhr für ihre Mutter da sein. Stehen
beispielsweise Einkäufe an, muss Ersatz gefunden werden. Ich habe immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich aus dem Haus gehe,
beklagt die Tochter. Das
ist jetzt anders, denn sie weiß ihre Mutter zweimal die Woche im Seniorenzentrum
in guten Händen und kann dann selbst einmal ausspannen. Die 52-Jährige pflegt
ihre Mutter seit 2006. Zum Glück muss ich
sie noch nicht heben, erklärt sie. Aber sonst muss bei allen Tätigkeiten
der Seniorin jemand dabei sein. Auf Dauer stresse das so, dass Gefahr besteht,
selbst krank zu werden. Bis Sommer
letzten Jahres hatten wir noch keine Präsenzkräfte, erläutert
Heimleiterin Bergtold. Die normalen Pflegekräfte seien jedoch mit dieser
zusätzlichen Aufgabe überlastet gewesen. Die neuen Mitarbeiterinnen wie Erna
Rimpler sind speziell für den Umgang mit alten und demenziell Erkrankten
ausgebildet worden. Abwechslungsreich sollen die Tage im Seniorenzentrum
gestaltet werden. Da läuft schon mal eine Platte von Zarah Leander, es wird
vorgelesen oder Karten gespielt. Das
Langzeitgedächtnis funktioniert bei den älteren Leuten meist noch sehr gut, bestätigt
Rimpler. Gerne erzählen die Bewohner von früher. In die Planung des
Tageablaufes werden alle Nutzer mit einbezogen. Die Angehörigen werden fachlich
beraten, damit die häusliche Pflege lange möglich bleibt. Schäden
durch Xynthia Leicht in Mitleidenschaft gezogen hat Xynthia den
Hochseilgarten im Freizeitbereich Arenswie-se.
Laut Betreiber Oliver Goerke haben sich zwei Bäume, an denen Plattformen
befestigt sind, durch den Orkan geneigt. Die Plattformen werden an anderen
Bäumen installiert und der Parcours umgelegt. Wir sind glimpflich davongekommen, sagt Oliver Goerke. Die Wiedereröffnung
sei durch die Schäden nicht gefährdet. März Highway to Kell zum Siebten Seit September vergangenen Jahres
hat Markus Hau mit seinem sechsköpfigen Team die siebte Auflage des Festivals Highway to Kell organisiert. Als sowohl
die Heavy- Rocker Rammstein als auch Metallica neue CDs herausbrachten,
standen die beiden Tribute-Bands fest: Moretalli-ca
aus Trier und nach zwei Jahren erneut Feuerengel
aus Bremen. Mehr als 100 Helfer wurden
mobilisiert - vom Sicherheitsdienst über die Besetzung der Küche, der Sektbar,
diverse Getränkeschlepper sowie einen Thekendienst. Wichtig ist diesmal wieder der Brandschutz, scherzte Hau in Anspielung
auf die Show der Band Feuerengel
später am Abend. Doch die Brandbekämpfer wussten, was auf sie zukommt. 1200
Besucher, und keineswegs nur Jugendliche, wollten das nicht verpassen. Los ging es schon am Tag zuvor mit
einem Menschenkicker-Turnier. Da hatten
drei Generationen Spaß, freute sich Hau. Turniersieger wurden Die Bombastischen aus Kell. Moretallica,
das ist eine lustige Truppe mit Andreas Adam (Gesang und Gitarre), Stefan
Zender (Schlagzeug), Jürgen Hein (Bass) und Oliver Marmann (Lead-Gitarre), die
sich als Tribute-Band der Heavy-Metal-Musik von Metallica verschrieben haben. Das
ist glaubwürdige Musik mit viel Tempo – wie im richtigen Leben, meinte
Andreas. Das auf der Bühne zu spielen, sei ein befreiendes Gefühl, fügte er
hinzu und zeigte die Tattoos einiger Plattencover auf seinem Körper. Er hat Metallica sozusagen immer dabei. Wer Feuerengel nach der Besetzung fragt, bekommt nur Vornamen: Boris
(Gesang), Thorsten (Keyboards), Christoph (Schlagzeug), Daniel (Gitarre),
Florian (Gitarre) und Holger (Bass). Letzterer besuchte 1997 ein Rammstein-Konzert und gründete danach
spontan die Coverband Feuerengel.
Ganz frische Songs wie Waidmannsheil
und Liebe ist für alle da wurden authentisch
interpretiert. Doch dafür allein besucht niemand ein Feuerengel-Konzert, denn wie bei den Originalen geht es stets heiß
her. Flammenwerfer, Explosionen und Feuersäulen unterstreichen den donnernden
Sound. Da wird schon mal Keyboarder Thorsten in einem riesigen Kochtopf per Flammenwerfer
von Sänger Boris ein wenig gegrillt. Wir
haben ein eigenes Pyrotechnik-Team. Sonst wäre das verboten,
erklärte Florian und betonte stolz: Da
ist noch nie ein Unfall passiert. Sein Urteil zum Konzert: Das Publikum ist unwahrscheinlich gut drauf.
Ein echt geiler Abend. Erste Radstation
im Hochwald Mit der Fertigstellung des
Ruwer-Hochwald-Radweges hat sich der Stellenwert des Radtourismus innerhalb der
Verbandsgemeinde Kell am See grundlegend verändert. Einhergehend mit diesem
generellen-Wandel und einer wachsenden Nachfrage nach radtouristischen
Angeboten hat sich auch die örtliche Hotellerie diesem Wachstumssegment
angepasst und bietet verstärkt radspezifische Angebote und Dienstleistungen an.
So hat das Hotel Zur Post in Kell am See, welches bereits im vergangenen Jahr
einen Mountainbike-Verleih aufgebaut hat, die Wintermonate genutzt, um seine
Angebotspalette für radsportinteressierte Gäste umfassend zu erweitern.
Pünktlich vor Beginn der anstehenden Saison lud Familie Krämer zur Eröffnung
der ersten Hochwälder Radstation ein. Diese umfasst, neben dem bereits
bestens angelaufenen MTB-Verleih, nun auch den Verleih von zwei Elektro-Bikes
und eine Indoor-Radstation, in der hoteleigene Gäste, aber auch Gruppen aus der
Umgebung wetterunabhängig ihre Fitness verbessern und sich auf die Rad-Freiluft-Saison
vorbereiten können. Darüber hinaus kann man sich am dort installierten
Computer eigene Radtourenvorschläge ausdrucken und, nach einer schweißtreibenden
Spinningrunde, gar die Annehmlichkeiten einer Massage genießen. Die Physiotherapeutin
Ines Geibel-Pazen steht nach Absprache für die Wander- und Radfahrgäste des
Hotels in den neuen Räumlichkeiten zur Verfügung. Drei neue
Familienbücher Volles Haus in der Alten Mühle,
denn zahlreiche Bürger aus der Region hatten sich eingefunden, um der Präsentation
des neuen Werkes von Heribert Scholer beizuwohnen. Gleich drei Bücher hat Scholer in
den vergangenen drei Jahren fertiggestellt und dabei Erfassungsdaten für die
Ortschaften Kell am See, Mandern/Waldweiler und Schillingen/Heddert
verarbeitet. Seine Arbeit mit den Daten der
Bürger aus der Region beschreibt Scholer selbst so: Ich erfasse komplette Kirchenbücher über Geburts- und Sterbedaten bis
zum Jahr 1899 zum Zweck der Erfassung von Familien- und Standesamts-Daten. Auch
Standesamtsbücher aus dieser Zeit werte ich aus. Was danach kommt, unterliegt
allerdings dem Datenschutz und darf von mir nicht berücksichtigt werden. Heribert Scholer besorgt sich für
sein Schaffen aus den einzelnen Ortschaften und Pfarreien die Kirchen- und
Standesamtsbücher, deren Eintragungen in den meisten Fällen allerdings in
lateinischer Sprache vorgenommen wurden. Den einzelnen Personenpassagen
entnimmt er die erforderlichen Daten wie Namen und Vornamen sowie Geburts-,
Tauf- und Heiratsdaten und überträgt diese in ein Computerprogramm. Nach
Komplettierung der Personendaten einer Ortschaft wird das Ergebnis schließlich
als Buch gebunden. Über 40 fertige Bücher aus über
100 Ortschaften aus der gesamten Region von der Saar über den Hunsrück bis zur
Mosel mit den Daten unzähliger Personen hat Scholer in der Vergangenheit
bereits erstellt. Für die Erfassung der Daten hatte
Bürgermeister Werner Angsten dem Autor extra einen Raum innerhalb der
Verbandsgemeinde zur Verfügung gestellt, in dem Scholer ungestört seiner Arbeit
nachgehen konnte. Karl Oehms, Leiter der
Bezirksgruppe Trier für Genealogie, gab den interessierten Zuhörern Einblicke
in die Handhabung der Bücher, wobei er zahlreiche Zitate aus der damaligen Zeit
einbrachte, um die Arbeitsweise der Kirchen und Standesämter zu verdeutlichen.
So sei zum Beispiel ein Kind gestorben
dem Johannesen, das gerade noch trinkend an der Brust lag und von der Mutter,
die eingeschlafen ist, versehentlich erstickt worden ist. Ein solch enormer Arbeitsumfang,
der von Scholer ehrenamtlich geleistet wird, bedarf eines toleranten Partners. Meine Frau Marga ist mit dem, was ich tue,
einverstanden und unterstützt mich, wenn es möglich ist. Fleischerei
Schmitt feiert Im Jahre 1995 übernahm der
Fleischermeister Franz-Josef Schmitt den Betrieb der ehemaligen Fleischerei
Geisen in Niederkell einschließlich der Filialen in Kell und Pluwig. Nachdem
die beiden Söhne Thomas und Bernd mitarbeiten, ist die Fleischerei Schmitt zu
einem richtigen Familienbetrieb mit nunmehr 15-jähriger Tradition geworden. 90
% unserer Produkte stellen wir selbst her, betont
Clementine Schmitt, die jeden Dienstag und Freitag auch auf dem Viehmarkt in
Trier ihre Waren anbietet. Und: Als
besonderen Service bieten wir Jägern an, das von ihnen erlegte Wild fachgerecht
zu zerlegen und portionsweise zu verpacken, so der Inhaber Franz-Josef
Schmitt. Insgesamt 17 Mitarbeiter in der
Produktion und im Verkauf sorgen für einen reibungsfreien und kundenfreundlichen
Ablauf in den Fleischerläden. Die Dorfchronik Hinzert-Pölert... ...macht
Fortschritte. Der Keller Dittmar Lauer, der die Chronik erstellt, referiert im
Hinzerter Bürgerhaus über den Stand seiner Recherchen. Die Chronik soll im
November 2011 erscheinen. Hinzert
war bis zum Ende des alten Reiches um 1800 mit dem Nonnen- und Benediktinerkloster
Pfalzel verbunden, während in Pölert der Trierer Stadtadel über Grundbesitz
verfügte. Dittmar Lauers Ausführungen über die
Geschichte zog 50 Besucher im Hinzerter Bürgerhaus in den Bann. Im November
2011 soll die Chronik erscheinen. Auf Einladung von Ortsbürgermeister Markus
Schmitt informierte Lauer über den Stand seiner Recherchen. Sein Resümee:
Unterschiedlicher kann die Geschichte der beiden Orte nicht sein. Während
Hinzert erst als Grundbesitz einer weiblichen Klostergemeinschaft in Nonnweiler
zur Existenzsicherung beitrug und um das Jahr 1040 einem männlichen Stift
zugesprochen wurde, wird der Grundbesitz in Pölert erstmals bei einem Mitglied
der Trierer Adelsfamilie Palatio im
Jahre 1267 erwähnt. Später tauchte der Pölerter Grundbesitz noch bei anderen Adligen
auf. Der Chronist zeigte den Besuchern
seiner Präsentation zahlreiche Dokumente, angefangen von jahrhundertealten
Landkarten und Urkunden, auf denen Hinzert noch Hintzerath hieß, hin zu Postkarten und Fotos. Lauer will die
Einwohner von Hinzert und Pölert nach Namen von Personen auf Bildern und alten
Flurbezeichnungen fragen. Auch ist er bei seinen Recherchen auf ein bleiernes Kreuz gestoßen, über das er
Informationen sucht. Dem Konzentrationslager Hinzert will Lauer angemessenen
Platz einräumen. Jedoch gebe es darüber ausreichend Literatur. Auch den
Kriegstoten von Hinzert und Pölert widmet sich Lauer. Ich will jedem Gefallenen ein Gesicht geben. Angetan waren die Besucher von den
Ergebnissen der Recherchen. Mechthild Heib aus Pölert fand den Vortrag hoch interessant. Monika Willems aus
Hinzert hat viel Neues erfahren über die Entwicklung des Dorfes. Letztlich
spricht sie aus, was alle Besucher im Bürgerhaus offensichtlich denken: Es ist hoch interessant. Ich freue mich
jetzt schon auf die Chronik. Musical Magics
in Kell Leiden mit Evita und Miss Saigon,
lachen über die sangesfreudigen Sister
Act-Nonnen, wohlige Schauer genießen, wenn der kleine Horrorladen seine Pforten öffnet oder der Tanz der Vampire seinen betörenden und
faszinierenden Charme entfaltet – all das versprachen die Veranstalter im
Vorfeld, und 500 Musical-Freunde schenkten dieser Aussage Glauben. Sie taten
gut daran, denn das, was das Ensemble von Musical
Magics unter der Leitung von Michael Thinnes und der Regie von Marion Wilmer,
einer der Stars des Aufgebotes, in einem Non-Stop-Musical-Medley bot, war
allererste Sahne. Willmer begeisterte ihr Publikum
in den unterschiedlichsten Hauptrollen an großen Musical-Bühnen in ganz Europa.
Zu ihren größten Erfolgen zählen die Musicals Das Phantom der Oper, Cats
oder Die Schöne und das Biest.
Michael Franic fungierte als wortgewandter Conférencier und schlüpfte ganz
nebenbei in die verschiedensten Rollen, dabei in seine Paraderolle des Grafen von Krolock. Zu den professionellen Klängen des
Live-Orchesters, das aus Platzgründen ausnahmsweise hinter einem zweiten
Vorhang Platz nehmen musste, brillierte das perfekt aufeinander abgestimmte
Ensemble mit herausragenden Tänzern und auf stimmlich höchstem Niveau
angesiedelten Sängern. Temporeiche Tanzszenen, mehr als 200 Kostüme,
fantasievolle, nicht überladene Kulissen und Lichteffekte begleiteten eine
Show, die noch lange in Erinnerung bleiben wird. Große
Investitionen Die Kosten für die geplante
Mini-Soccer-Anlage und die nötige Infrastruktur mit Gastronomie, Terrasse,
Toiletten, Parkplätzen und einer späteren Caravan- Stellfläche hat der
Ortsgemeinderat Kell jetzt strikt voneinander getrennt. Von
den förderfähigen Kosten für die Mini-Soccer-Anlage in Höhe von 400.000 €
bekommen wir 60 Prozent vom Wirtschaftsministerium in Mainz,
freut sich Ortsbürgermeister Markus Lehnen. 160.000 € müssen von der Gemeinde
selbst finanziert werden. Lehnen weiß auch schon, woher das
Geld kommen soll. Aus dem Kurbeitrag, der im letzten Jahr rund 100.000 €
brachte, werden pro Jahr bis zu 30.000 € so lange abgezweigt, bis alles bezahlt
ist. Die 160.000 €-Spende des Luxemburger Unternehmers Félix Boy Cloos würde
zwar da genau passen, wird vom Rat aber für das notwendige Gastronomiegebäude
mit Terrasse, Toiletten und Biergarten eingeplant. 12.000
€ kommen dann noch von einer Brauerei. Die Planung kostet uns nichts, aber es
werden noch 18.000 Euro Eigenleistung notwendig,
rechnete Ratsmitglied Dittmar Lauer (CDU) vor. Nur mit dieser Ausstattung könne
die Ortsgemeinde die Anlage in der Arenswiese
(dem früheren Märchenwaldgelände) in Gang bringen. Zusammen mit der
Mini-Soccer-Anlage wird ein Haus mit Gastronomie und Toilettenanlage entstehen.
Das geplante Haus soll später auch Zentrum für den Caravanplatz und alle
umliegenden Tourismusangebote sein. Wir
werden hier ein Highlight auf den Weg bringen, sagt
Ratsmitglied Johannes Reitz euphorisch. Das Freizeitprojekt lässt sich mit
einem Minigolf-Parcours vergleichen. Die Spieler müssen an den verschiedenen
Stationen ihre Geschicklichkeit beweisen, aber mit dem Fußball. Aber nicht nur der Kurbeitrag
müsse für das Gastronomiegebäude herangezogen werden, sondern auch die
künftigen Pachteinnahmen aus der Anlage. Das neue Gebäude soll 19,50 Meter lang
und 6,50 Meter breit werden. Eine Terrasse mit einer Tiefe von vier Metern
bietet Platz nicht nur für die Nutzer der Mini-Soccer-Anlage. Alle Touristen,
die Kell besuchen, sollen etwas von dem neuen Haus haben. Die
Kommunalaufsicht muss noch zustimmen, macht Lehnen
deutlich. Die Behörde stehe dem Vorhaben aber positiv gegenüber. Es seien
Projekte, die Kell im Tourismusangebot weiter hervorheben. Auch für das
Feriendorf sei die Attraktion wichtig und außerdem: Die Konkurrenz schläft nicht. Johannes Reitz forderte eine
Rentabilitätsberechnung. Ins gleiche Horn stieß das fraktionslose Ratsmitglied
Horst Zimmert. Wir
können bei der Finanzierung auf unseren Kurbeitrag bauen, denn der darf nur für
die touristische Infrastruktur eingesetzt werden und ist nicht umlagepflichtig,
erklärte Lehnen. Der Ortsgemeinderat erkannte die
Planung und Finanzierung der Soccer-Anlage an. Ein Planungsauftrag wurde
vergeben, vorausgesetzt die Kommunalaufsicht des Landkreises stimmt zu. Begeistert von
der Lesenacht Kinder der Klasse 3 an der Schillinger Grundschule
haben mit den Eltern und ihrem Klassenlehrer Herr Classen eine Lesenacht
veranstaltet. In der Schülerbücherei bauten die Schüler ihre Betten auf. Danach
starteten sie zu einer Nachtwanderung, die rund eineinhalb Stunden dauerte und sie
zum frisch angelegten Grillplatz in der Nähe des Schillinger Sportplatzes
führte. Dort erwarteten sie bereits einige Eltern mit heißem Tee und einem Lagerfeuer,
auf dem sie ihre mitgebrachten Würstchen grillen konnten. Während diese vor
sich hin brutzelten, lasen zwei Mütter eine spannende Geschichte vor. Im Anschluss daran machten die Drittklässler sich
über die köstlichen Würstchen her. Frisch gestärkt bedankten sie sich ganz
herzlich bei den Eltern und machten sich auf den Rückweg zur Schule. Dort
angekommen spielten sie in der Aula ein Ratespiel und starteten eine
Lesestaffel, bei der die Kinder abwechselnd aus einem von ihnen selbst
ausgesuchten Buch vorlasen. Gegen zehn Uhr zogen sie ihre Sportsachen an und
veranstalteten ein Fairplay-Fußballturnier, bei dem jede Mannschaft nicht nur
Punkte für Siege und Unentschieden, sondern auch für faires Verhalten auf dem
Spielfeld sammeln konnte. Als die meisten um Mitternacht ziemlich in den Seilen
hingen, beschlossen sie, das Turnier am folgenden Morgen im Sportunterricht zu
Ende zu spielen. Danach machten sich die Schüler bettfertig und jeder durfte
noch so lange mit der Taschenlampe lesen, bis er einschlief. Am nächsten Morgen
in der Frühe bereiteten die Eltern ein leckeres Frühstück vor. Astrid Roden
neue Vorsitzende Bei der Jahreshauptversammlung des Sportvereins Spiridon Hochwald wurde ein neuer Vorstand
gewählt. Die Vorsitzende Birgit Heinen stellte ihr Amt zur Verfügung. Zur neuen
Vorsitzenden wurde Astrid Roden gewählt, die seit 2008 als zweite Vorsitzende
die Vorstandsarbeit schon kennen gelernt hat. Die AbteilungWalking wird nun
wieder von Martha Heinzel übernommen, die dieses Amt bereits von 2000 bis 2008
inne hatte. Neu in den Vorstand wurde als Beisitzer Norbert Thome gewählt. Für
das laufende Jahr plant Spiridon im Frühjahr eine Wiederholung des
Laufanfängertrainings von null auf eine Stunde. Das wichtigste See Event im
Vereinsgeschehen findet im September statt: Bei der 15. Auflage des Spiridon-Volkslaufes wird es erstmalig
einen Marathon im Angebot geben. Hohe Auszeichnung
für Ferdi Heib Im Rahmen des Delegiertentages des
Kreisfeuerwehrverbandes in Pellingen konnte Ferdi Heib die Silberne Ehrennadel
des Landesfeuerwehrverbandes verliehen werden. Kreisfeuerwehrinspekteur Ortwin
Neuschwander und der Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbandes überreichten
die hohe Auszeichnung. Musikverband
Trier-Saarburg Vorsitzender und
Ehrenvorsitzender Zum letzten Mal hatte Landrat
Günther Schartz zur jährlichen Mitgliederversammlung des Musikverbandes
Trier-Saarburg eingeladen. Er stellte sein Amt zur Verfügung, weil er am 14.
März in Rodenbach bei Kaiserslautern zum neuen Präsidenten des
Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz e. V. gewählt worden war. Als seinen
Nachfolger hatte er das langjährige Mitglied des Vorstandsteams und bisherigen
Stellvertreter Erwin Berens aus Mandern-Niederkell vorgeschlagen, dessen Wahl
einstimmig erfolgte. Zu einem seiner Stellvertreter wurde – ebenfalls
einstimmig – Heinz Schmitz gewählt. Eine Überraschung gab es für
Landrat Schartz zum Schluss der Veranstaltung. Sein Nachfolger verkündete den
Beschluss, ihm den Ehrenvorsitz des Kreismusikverbands zu verleihen und setzte
dieses sogleich in die Tat um. Einige Präsente sollen Schartz an die Zeit
seines Wirkens erinnern. Erwin Berens hob die besonderen
Verdienste und das langjährige Engagement seines Vorgängers im Amt hervor. Er
bedankte sich für die exzellente Zusammenarbeit, die sehr harmonische
Führungsarbeit und die erfolgreiche Realisierung vieler wichtiger
zukunftsweisender Projekte in den vergangenen 14 Jahren unter dem Vorsitz von
Schartz. Brand im Millenhaus Ein Brand im Millenhaus, dem Vereinsheim des Musikvereins Concordia, war das angenommene Szenario einer Übung der Wehren aus
Grimburg, Wadrill und Kell am See. Rauch quillt aus den teils gekippten
Fenstern. Der Musikunterricht ist beendet, einige Kinder befinden sich noch im
Inneren. Ein Nachbar hat die Feuerwehr
alarmiert, die kurz darauf eintrifft. Noch während die Retter aus Kell am See
ihrer Arbeit nachgehen, werden sie von den Wehren aus Grimburg und Wadrill unterstützt. Dem
guten kameradschaftlichen Verhältnis ist es zu verdanken, dass diese Wehren in
unregelmäßigen Abständen gemeinsam üben, sagt Einsatzleiter
Kurt Waschbüsch. Es sei nicht die erste Gemeinschaftsübung gewesen. Waschbüsch
koordiniert die Aufgaben der drei Wehren, die wie ein eingespieltes Team
wirken. Atemschutzträger bergen verletzte Kinder aus dem Inneren des Gebäudes,
die angrenzenden Häuser werden durch Wasserwände vor dem Übergreifen des Feuers
geschützt. Verkehrsregelung, Gewährleistung der Wasserversorgung und die
Brandbekämpfung laufen Hand in Hand. So gibt es dann bei der
anschließenden Manöverkritik im Feuerwehrhaus auch großes Lob von Waschbüsch. Wichtig ist, dass man sich nicht nur mit den
Wehren in der gewohnten Umgebung gut versteht, sagt der Wehrführer. Es können sich durchaus Situationen ergeben,
in denen man froh ist, auf Wehren außerhalb der gewohnten Umgebung
zurückgreifen zu können. Glückwunsch zum Abitur Am Friedrich-Spee-Gymnasium Trier
hat Nelly Süßenguth, die auch mit dem Preis der Gesellschaft für bildende Kunst
für besondere Leistung ausgezeichnet wurde, das Abitur bestanden. Und am
Gymnasium Hermeskeil: Manuel Eiden, Janine Esch, Sandra Kalles, Mona Koltes,
Theresa Marx, Christopher Petry, Judith Schneider und Lea Stanik. Am Wirtschaftsgymnasium
in Trier: Fabian Wittkowsky. Wir gratulieren allen herzlich. Aus der
Ortsgemeinde... Ortsbürgermeister Lehnen
informiert den Rat über die überarbeitete Finanzierung der Mini-Socceranlage.
Es wird eine Trennung vorgenommen für den förderfähigen Bereich (reine
Mini-Socceranlage) und die nicht förderfähigen Teilanlagen (Gastronomie,
Sanitäranlagen, abwassertechnische Erschließung und Grunderwerb). Der Förderbetrag bezieht sich nur
noch auf die reine Mini-Socceranlage. Die Kosten für diese Anlage betragen ca.
400.000 €, davon 60 % Förderung (=240.000 €). Der verbleibende Eigenanteil der
Gemeinde beträgt 160.000 € und wird mit Einnahmen aus Kurbeiträgen finanziert.
Die Kurbeiträge werden ab 2012 in notwendigem Umfang erhöht. Die Kosten für die
nicht-förderfähigen Teilanlagen sind mit ca. 170.000 € veranschlagt und werden
durch die Spende des Herrn Cloos abgedeckt. Außerdem sind mögliche
Pachteinnahmen aus der Verpachtung des Gaststättenbetriebes zur Ausfinanzierung
dieser Teilanlagen heranzuziehen. Das Ratsmitglied Dittmar Lauer
stellt dem Rat einen Vorentwurf der geplanten Gaststätte incl. Toilettenanlage
vor. Die Bauantragsunterlagen werden demnächst fertiggestellt und der
Kreisverwaltung in Trier ebenfalls zur Genehmigung vorgelegt. Nach einer eingehenden Aussprache
fasst der Gemeinderat folgenden einstimmigen Beschluss: Der Rat erkennt die von
der Verwaltung aufgestellte, überarbeitete Finanzierung der Mini-Socceranlage
sowie des Gastronomiebetriebes mit Toilettenanlage an. Die Planung der
Gaststätte mit Toilettenanlage wird dem Architekten Frank Lempges in Auftrag
gegeben. Die Durchführung der Maßnahmen soll nach Genehmigung des Förderantrages
durch das Ministerium sowie vorbehaltlich der Prüfung und Zustimmung der Kommunalaufsicht
erfolgen. Die Ortsgemeinde Kell am See plant
im Industriegebiet Grammert eine
Photovoltaikanlage zu errichten. Im Hinblick auf die geplante Senkung der
Energie-Einspeisevergütung soll die Anlage zügig erstellt werden. Ortsbürgermeister Lehnen
informiert den Rat über die vorgesehene Maßnahme und ein in Koblenz
stattgefundene Besprechung mit dem Geschäftsführer des Bürgerservice Trier, Horst
Schneider, sowie einigen Vertretern der Ortsgemeinde in der Anwaltskanzlei
Kunz, Fachanwälte für kommunales Recht. Nach eingehender Beratung werden vom
Rat einstimmig folgende Beschlüsse gefasst: Die Ortsgemeinde Kell am See
gründet eine GmbH, um als Antragsteller für die Workshop im
Historischen Bahnhof Vertreter von 13 Hochwaldgemeinden
haben an einem Workshop der Kreisvolkshochschule und des Kreisarchivs
teilgenommen, der zu mehr Bewusstsein im Umgang mit Zeitzeugnissen führen und
das Erstellen von Chroniken erleichtern soll. Getroffen hat sich der Workshop im
Domizil des wandelnden Geschichtsbewusstseins der Region, Dittmar Lauer, der im
Alten Bahnhof Kell große Teile seines Archivs aufbewahrt. Wer nach
geschichtlichen Quellen sucht, den lädt Lauer in seine Schatzkammer ein: Das wird
immer noch zu wenig genutzt. Alte
Akten, das ist doch nur Altpapier, mit dieser
Ansicht einiger Zeitgenossen kommt der Kreisarchivarin Barbara Weiter-Matysiak
das Grausen. Vor Vertretern aus 13 Hochwald-Gemeinden machte sie deutlich, wie
wertvoll das Altpapier für ein
möglichst lückenloses Geschichtsbild in der Zukunft sein kann. Das
haben wir alles auf die Kippe gefahren, musste sich
die Historikerin schon häufiger nach dem Umbau von Schulen in Bürgerhäuser
anhören. Dabei können Schularchive wahre geschichtliche Fundgruben sein. Das
gleiche gilt für Dachböden alter Häuser. Das richtige Gespür dafür, was ein
Dokument der Gegenwart ist, das in spätestens zwei Generationen Geschichte
lebendig hält, sollte bei den Bürgermeistern, Beigeordneten und historisch Interessierten
geweckt werden. Die Kreisarchivarin legte auch
einen Fahrplan für die Vorbereitung
einer Chronik oder eines Heimatbuches vor: Erst
einmal eine Bibliothek besuchen, dann erst ein Archiv. Der Leiter der
Kreisvolkshochschule, Rudolf Müller, sieht die erste Quelle im modernen Internet.
Unter www.rlb.de, der Seite der
rheinland-pfälzischen Bibliografie seien Dokumente und Aufsätze bis ins Jahr
1900 abrufbar. Es gehe grundsätzlich um die Bewahrung der Identität der Heimat. Über den richtigen Umgang mit
Archivalien und deren sachgerechte Aufbewahrung vor Ort sprach Dr. Bernhard
Schmitt aus Greimerath, von Beruf Archivar im Bistumsarchiv in Luxemburg. Zum
Thema EDV-Einsatz im Umgang mit historischen Dokumenten referierte Daniel Karl
aus Igel, ebenfalls als Archivar im Bistumsarchiv Luxemburg tätig. Der Vorsitzende des
Kreisheimatvereins, Dittmar Lauer, betonte die Wichtigkeit einer breiten
Vernetzung von Heimatforschern im ganzen Kreisgebiet. Er führte die Teilnehmer
des Workshops in fachkundiger Weise durch die Bibliothek und das Archiv im
Historischen Bahnhof, erläuterte die dort von ihm angelegten umfangreichen
Sammlungen und bot für alle heimatkundlich Interessierten Unterstützung bei der
Recherche an. Alle Teilnehmer des Workshops
zeigten sich beeindruckt von der Qualität der im Historischen Bahnhof Kell am
See geleisteten Sammlungstätigkeit. Die anwesenden Ortsbürgermeister aus dem
Hochwald-Raum versicherten ihre Unterstützung für das Anliegen der
fachgerechten Sicherung von historisch bedeutsamen Archivalien vor Ort. Auch
Bürgermeister Michael Hülpes von der Verbandsgemeinde Hermeskeil und der Erste
Beigeordnete der Verbandsgemeinde Kell am See, Josef Leineweber, sagten ihre
Mithilfe zu. Es komme besonders darauf an, ehrenamtlich tätige Heimatforscher
für die Betreuung örtlicher Bestände zu gewinnen, war sich die Runde einig. April 90 Jahre Musikverein Concordia So erfuhr
das interessierte Publikum, dass bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
ein Spielmannszug existierte, der vermutlich von heimkehrenden Soldaten des
napoleonischen Heeres gegründet, um die Jahrhundertwende jedoch wieder
aufgelöst wurde. 1912 wurde ein weiterer Versuch zur Neugründung unternommen. Da viele Männer unserer Gemeinde damals in
den Kohle- und Erzgruben an der Saar und in Lothringen ihren Lebensunterhalt
verdienten, entstand eine Bergmannskapelle. Der Erste Weltkrieg bereitete
diesem jungen Verein jedoch ein jähes Ende. Ein
erneuter Gründungsversuch wurde 1920 von mehreren Musikern der ehemaligen
Bergmannskapelle unterstützt, zumal noch einige Instrumente aus dieser Zeit vor
dem Krieg vorhanden waren. Die restlichen Musik-instrumente mussten von den
Musikern selbst gekauft werden, in der damaligen, sehr armen Zeit, oftmals
unter großen finanziellen Belastungen. Manches
Stück Rindvieh musste verkauft werden, um Instrumente zu finanzieren, erzählt
die Chronik. Anderthalb Jahre später wurde von dem damaligen Pastor Weber ein
zweiter Musikverein mit dem Namen Cäcilia
gegründet, der dem Kirchenchor angeschlossen war. Wegen finanzieller Probleme
trennten sich die Musiker vom Kirchenchor und machten sich selbstständig. Die
beiden Musikvereine Triumph und Cäcilia wetteiferten miteinander auf
hohem Niveau, lösten sich aber in der Nazizeit auf. 1938 wurde ein erneuter
Versuch unternommen, aber die Einberufung vieler aktiver Musiker zum
Militärdienst machte auch dieses Bestreben wieder zunichte. Nach dem Zweiten
Weltkrieg wurde ein Gemeindeorchester
gegründet, dem man später den Namen Concordia
gab. Unter diesem Namen hat der Musikverein bis heute zahlreiche Erfolge zu
verzeichnen. Aufzeichnungen
mit Rundfunkanstalten, Tonträgerproduktionen, traditionelle Jahreskon-zerte und
zahlreiche Konzertreisen zeugen bis heute von der musikalischen
Leistungsfähigkeit des Orchesters, das es auch bei diesem Konzert wieder unter
Beweis stellte. Blitzschachturnier 16
Teilnehmer im Alter von 7 bis über 50 Jahren haben am
Karfreitags-Blitzschachturnier des Sportvereins im Vereinslokal Zum Fried-lichen Landmann teilgenommen.
Die Organi-satoren des Turniers, Abteilungsleiter Manfred Hornetz,
Jugendtrainer Frank Görgen und Wertungsrichter Karl-Heinz Keil zeigten sich
sehr zufrieden mit der Beteiligung und den Ergeb-nissen. In 15
Durchgängen spielte jeder gegen jeden. Es war nicht nur ein Kampf gegen den
Gegner, sondern auch gegen die Uhr. So hatte jeder Spieler nur 5 Minuten Zeit,
die entscheidenden Züge zu setzen. Es gab spannende Spiele, bei denen die
Teilnehmer eine hohe Konzentration bewiesen. Trotz aller Anspannung herrschte
eine gute Stimmung bei diesem mehr als dreistündigen Turnier. Sieger
wurde Frank Görgen vom Postsportverein Trier, Zweiter Michael Konz. Die
weiteren Platzierungen der Keller Schachspieler: 5. Siegfried Duhr, 6. Michael
Grundhöfer, 7. Christopher Kramkowski, 8. Martin Klaeser, 9. Lukas Hans und 10.
Johannes Huwer, 12. Alexander Engel, 13. Jonas Hans, 14. Manuel Eiden, 15.
Peter Kopp, 16. Niklas Engel. Aus der Ortgemeinde... Der
Fraktionssprecher der CDU-Fraktion, Johannes Reitz, sieht in dem Bau der
Photovoltaikanlagen eine gute Einrichtung für die Ortsgemeinde, da hierdurch
bisher kaum zu vermarktende Industrieflächen zur Stromer-zeugung und somit
Gewinnerzielung durch die Ortsgemeinde genutzt werden. Bisher haben diese
Flächen erhebliche Kosten durch die Zahlung von wiederkehrenden Beiträgen für
die VG-Werke verursacht (rd. 340.000 € in den letzten Jahren). Dieser
Einschätzung schließt sich Ratsmitglied Dittmar Lauer an und ergänzt, dass auf
Grund der durchgeführten Rentabilitätsberechnungen mittel-fristig mit einem
finanziellen Gewinn gerechnet wird, mit dem andere gemeindliche Projekte
realisiert werden könnten. Er betont, dass die Ortsgemeinde Eigentümer des
Geländes bleibt und daher jederzeit die Möglichkeit bestehe, bei Bedarf wieder Industrieflächen
zur Verfügung stellen zu können. Mai Ehrungen
beim Musikverein Zur Feier des 90-jährigen
Bestehens des Musikverein Concordia
Kell am See hatten die Musiker ins Vereinshaus geladen. Dabei wurden
langjährige aktive Mitglieder ausgezeichnet. Für 50 Jahre wurden geehrt: Walter
Rausch, Werner Laux und Karlheinz Barthel; für 40 Jahre: Waltraud Rausch,
Norbert Stüber, Egon Waschbüsch und Thomas Blatt; für 30 Jahre geehrt wurden
Georg Hans, Udo Jungblut, Markus Lehnen und Stefan Lörsch; für 20 Jahre Jasmin
Barthel, Sabine Lehnen, Karl-Heinz May und Corina Richter. Zehn Jahre dabei
sind Stephanie Hauschild, Christopher Kramkowski, Matthias Lehnen, Carsten
Rausch, Michael Willger, Sina Brombacher, Janine Esch und Judith Schneider.
Außerdem wurden 15 Jugendliche mit dem silbernen, sieben Jugendliche mit dem
goldenen Jugendehrenabzeichen geehrt. Waltraud Rausch wurde als erste Frau in
der 90-jährigen Geschichte des Musikvereines zum Ehrenmitglied ernannt. Mitgliederversammlung
beim HuK In der Mitgliederversammlung des
Heimat- und Kulturvereins im Historischen Bahnhof wurde Dittmar Lauer als
erster Vorsitzender bestätigt. Er gehört als Gründungsmitglied dem Vereinsvorstand
seit 42 Jahren an, davon seit 30 Jahren als Vorsitzender. Als neue
Stellvertreterin wählten die Mitglieder Renate Krames, die auch das Amt der
Kassenwartin weiterhin innehat. Rosalinde Kuhn steht als Schriftführerin auch
künftig zur Verfügung. Ortsbürgermeister Markus Lehnen gehört dem Verein als
geborenes Mitglied ebenfalls an. Die Berichte des Vorsitzenden und
der Kassenbericht fanden die Zustimmung der Mitglieder. Dabei wurden besonders
die Jugendfreizeitanlage Layenkaul und der Historische Bahnhof herausgestellt.
In dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude hat der Verein in Kooperation mit
dem Kreisheimatverein und der Vereinigung der Heimat- und Geschichtsfreunde im
Hochwaldraum eine gutausgestattete Kultur- und Geschichtswerkstatt
eingerichtet, die inzwischen in der Region bekannt ist und deren umfangreiche
heimatkundliche und regionalgeschichtliche Bibliothek von Geschichtsinteressierten
benutzt wird. Vom Luftsportverein Mit Loopings und kunstvollen
Drehungen haben sie den Himmel über Kell erobert: Rund 20 Segelkunstflieger
aus Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland haben sich
auf dem Fluggelände in der Hochwaldgemeinde auf die Deutsche Meisterschaft und
die diesjährige Weltmeisterschaft in Finnland vorbereitet. Die Piloten Michael
Bach, Ralf Thomas und Philipp Hilker vom Luftsportverein Hochwald Kell sowie
der österreichische Nationaltrainer und Schiedsrichter der Internationalen
Kunstflugkommission, Steff Hau, hatten dieses hochkarätig besetzte Treffen nach
Kell am See geholt. Die Zuschauer auf dem Segelfluggelände konnten die Sportler
bei über 100 Trainingsflügen bestaunen. Den ersten Tag der Zusammenkunft
hatte Steff Hau, Vorsitzender des Fördervereins Segelkunstflug
Rheinland-Pfalz, für Neuwahlen des Vereinsvorstands genutzt. Dabei wurde Hau
im Amt des ersten Vorsitzenden bestätigt, zweiter Vorsitzender wurde Bernd Holhäuser.
Neuer Geschäftsführer ist Philipp Hilker, Kassierer wurde Rainer Philippi. Die
Versammlung beschloss ebenfalls, einen Kunstflug-Segler (SZD 59) zu kaufen, sobald
die Finanzierung gesichert sei. Darüber hinaus kündigte der
Vorsitzende an, dass einige Vereinsmitglieder an der Deutschen Meisterschaft
und Flieger Bastian Pause an der WM in Finnland teilnehmen werden. Auch Steff
Hau selbst, der mittlerweile in der Rangliste des Weltluftsportverbands (FAI)
für Segelkunstflug den ersten Platz belegt, wird mit Harro Renth als Assistent
in Finnland an den Start gehen. Omas
und Opas im Kindergarten Bei Kaffee und Kuchen trafen sich
auf Einladung der Kindergartenleitung mit Unterstützung des Elternbeirates
zahlreiche Omas und Opas in der Turnhalle des Kindergartens St. Michael.
Kleinere Beiträge der Kinder trugen zur Unterhalten bei. Eine schöne Idee, auch
mal die Omas und Opas einzuladen und sie am Kindergartenleben teilnehmen zu
lassen, fanden die Anwesenden. Bürgerdienste im
Pfarrhaus Auf Grund der sehr beengten Raumverhältnisse im
Verwaltungsgebäude mietete die Verbandsgemeinde das ehemalige Pfarrhaus an, um
dort den Fachbereich 3 – Bürgerdienste – unterzubringen. Nach kurzer Umbau- und Renovierungszeit konnten die
neuen Räume am Herrenmarkt bezogen werden. Fachbereichsleiter Bürgerdienste ist Ludwig Hoff, für die
Sparten Sozialversicherung und Wohngeld (Franz Becker), Standesamt
und örtliche Ordnungsbehörde (Stefanie
Michels und Annette Jost) und Einwohnermeldeamt, Pässe und Personalausweise (Doris
Wagner und Helmut Lauer), außerdem – teilweise dem Fachbereich 1 zuzuordnen –
die Sparten Organisation, Schulen, Jugendpflege, Vereine, Grundsicherung,
Asylangelegenheiten (Andreas Roth). Der Jugendpfleger der Verbandsgemeinde
Michael Binder ist ebenfalls im Pfarrhaus untergebracht. Das Pfarrbüro und die Räumlichkeiten der Kolpingfamilie
werden wie bisher benutzt. Aus
der Ortsgemeinde Der
neue Solarpark... Es war eine Sache von einer
Viertelstunde: Der Ortsgemeinderat hat in einer Dringlichkeitssitzung die
Voraussetzungen für die zügige Fertigstellung der fast fünf Millionen Euro
teuren Photovoltaikanlage im Gewerbegebiet geschaffen. Der Rat stimmte dem
Abschluss eines Pachtvertrags zwischen der Kommune (als Besitzerin der Fläche)
und der Solarpark Kell am See GmbH
(als Betreiberin der Anlage) zu. Die Gemeinde ist einzige Gesellschafterin der
kürzlich gegründeten Solarpark GmbH, ihr Geschäftsführer ist der jeweilige Ortsbürgermeister.
Dieser hatte die Sitzung kurzfristig einberufen, weil es ohne Pachtvertrag keine Kredite von der Bank gibt, die den Bau
der Anlage finanzieren. Eile und die Freigabe von flüssigem Geld ist aber
geboten: Denn die Arbeiten für die Installation des Solarparks haben bereits
begonnen. Derzeit werden vom Unternehmen Solibra Solar Solutions GmbH in
Lahnstein im Gewerbegebiet die Pfosten in den Boden gerammt, die später als
Unterkonstruktion die fast 14.000 Sonnenkollektoren tragen sollen. Bis Ende
Juni sollen diese Module komplett montiert sein. Schon in einem Monat könnte
dann aus Kell Sonnenstrom ins öffentliche Netz eingespeist werden. Die Zwei-Megawatt-Anlage
sei so leistungsstark, dass sie etwa so viel Strom produziert, wie alle 850
Haushalte im Ort in einem Jahr verbrauchen. Die jährlichen Erträge der
Photovoltaikanlage werden auf 540.000 Euro geschätzt. Damit kann die Gemeinde
mit dem bislang weitgehend brachliegenden Gewerbegebiet endlich Geld
verdienen. Bisher habe das Gelände den Haushalt der Kommune durch
wiederkehrende Beiträge und Zinsen stark belastet. Aus der Kostenfalle wird also eine echte Einnahmequelle, so der
Ortsbürgermeister. Nach seiner Rechnung wird man die Photovoltaikanlage durch
den Verkauf des Sonnenstroms in 15 Jahren komplett an die Bank zurückgezahlt
haben. ...und die neue Mini-Soccer-Anlage Direkt vor der Ratssitzung hatte
es an anderer Stelle den Spatenstich für ein zweites wichtiges Projekt in Kell
gegeben. Im direkt neben Stausee und Feriendorf gelegenen Freizeitzentrum Arenswiese wurde mit dem verfallenen
Märchenwaldgelände ein bisheriger Schandfleck praktisch dem Erdboden
gleichgemacht. Dort beginnen nun die Arbeiten für den Bau der Minifußballanlage.
Laut Planer Christoph Heckel besteht dieser bundesweit einzigartige Spielplatz
aus drei Komponenten. Wichtigstes Element ist ein Geschicklichkeitsparcours
mit zehn Stationen. Ähnlich wie beim Minigolf müssen die Spieler mit kleinen
Fußbällen Hindernisse bewältigen und etwa beim Schweizer Käse eine Wand mit unterschiedlich großen Löchern treffen.
Auch ein Rasen-Kleinspielfeld wird gebaut. In der Mitte der hufeisenförmigen
Anlage entsteht zudem ein Aufenthaltsbereich mit Bouleplatz. Patentierter
Ideengeber dieses Projekts ist der frühere luxemburgische Unternehmer Félix Boy
Cloos, der mit einer Spende den Bau eines neuen Gastronomiegebäudes neben der
Minifußballanlage finanziert. Die Fußballanlage selbst kostet circa 400.000 €.
60 Prozent der Kosten übernimmt das Land. Der Eigenanteil der Ortsgemeinde,
die den Platz auch betreiben wird, liegt bei 160.000 €. Dieses Geld holt sie
sich über mehrere Jahre gestreckt aus ihren Einnahmen durch den Kurbeitrag der
Urlauber. Bürgermeister Werner Angsten betonte, dass sie für das
Tourismusangebot der gesamten Verbandsgemeinde eine wichtige Ergänzung und Qualitätssteigerung bedeutet. Der Kommentar von
Axel Munsteiner im Trierischen
Volskfreunde: Mit ihrer großen
Solar-Freilandanlage hat die Ortsgemeinde Kell eine Weichenstellung mit
langfristiger Wirkung vorgenommen. In ihrem überdimensionierten Gewerbegebiet
gibt sie weite Teile für die Neuansiedlung von Firmen auf und setzt stattdessen
auf Solarstrom als schnelle Einnahmequelle. Nun könnte man kritisch anmerken,
dass durch die Millionen-Investition in Photovoltaik kein einziger neuer
Arbeitsplatz entsteht. Es bleibt aber festzuhalten, dass die Gemeinde seit
Jahren auf den freien Flächen sitzen geblieben ist, und sie das Gelände bisher
nur viel Geld gekostet hat. Das macht die Entscheidung des Rats nachvollziehbar.
In puncto Minifußballanlage steht fest: Der Urlaubsort schafft damit eine
Attraktion, die es sonst nirgends gibt. Die Idee, die hinter diesem
Pilot-Projekt steckt, klingt vielversprechend und nach einer runden Sache. Ob
sie einschlägt und viele neue Besucher anlockt, kann aber nur die Zeit zeigen. Neuer
Betreiber des Hochseilgartens In der Sitzung des Ortsgemeinderates
wird bekannt gegeben, dass der Hochseilgarten im Bereich Arenswiese vom bisherigen Betreiber Herrn Görke an Herrn Eberhard
aus Thüringen verkauft worden ist. Der neue Betreiber wird die Anlage etwas
umgestalten. Die Öffnungszeiten werden kundenfreundlicher und transparenter. Der Gemeinderat beauftragt einstimmig
den Bauausschuss, die Anlage im Rahmen einer Ortsbesichtigung gemeinsam mit dem
neuen Betreiber zu begutachten. Der Pachtvertrag soll auf den neuen Betreiber
umgeschrieben werden. Jubiläumsfest
des Musikvereins In diesem Jahr wird der
Musikverein Concordia Kell am See 90 Jahre alt. Nach dem Jubiläumsempfang am
vorigen Wochenende stand nun an diesem Wochenende das eigentliche Jubiläumsfest
auf dem Programm. Drei Tage feierte der Verein mit seinen Gästen. Schirmherr
August Justen war sehr erfreut über seine Schirmherrschaft, zumal ich während meiner 30-jährigen Tätigkeit
als Bürgermeister der ständige Schirmherr bei den Festlichkeiten des Vereins
sein durfte. Vorsitzender Karl-Heinz Barthel
erinnerte an gute und weniger gute vergangene Zeiten. Die langjährige Geschichte unseres Vereins ist geprägt von Idealismus
und Engagement zahlloser Musikerinnen und Musikern, den Förderern und
Verantwortlichen, die den Verein seit 1920 in vielfältiger Weise unterstützt
haben. Der
Verein ist immer da, wenn er gebraucht wird. Er ist ein Garant für das
kulturelle Leben in unserer Dorfgemeinschaft, lobte
auch Ortsbürgermeister Markus Lehnen. Das Festprogramm war ebenfalls
lobenswert. Wir hatten eine tolle
SWR3-Dance-Night mit einer fantastischen Disco-Show, erzählte Karl-Heinz
Willger begeistert. Und wir freuen uns,
dass so viele Gastvereine erschienen sind. Tatsächlich waren 22 Vereine,
Bands und Gruppierungen erschienen. Am weitesten reiste der Fanfarenzug Andreas
Hofer aus Weilerbach in der Nähe von Kaiserslautern an. Als musikalische Höhepunkte
präsentierte der Verein das Orchester der Verbandsgemeinde Kell am See und die
Stadtkapelle Hermeskeil. Juni Schöndorf: Pfarrfest,
Brunneneinsegnung und 1375. Geburtstag Kirchenkonzert Ausstellung in der
Grundschule Oldtimer in Kell am
See Eine Bürgerinitiative Der Sprecher der Bürgerinitiative und ihr Ideengeber ist jedoch ein erfahrener
Politiker: der 73 Jahre alte Dittmar Lauer aus Kell, der zur CDU-Fraktion im Verbandsgemeinderat
gehört. Unsere Verbandsgemeinde ist in
den vergangenen 40 Jahren zu einer Einheit zusammengewachsen und hat eine
eigene Identität entwickelt. Deshalb kämpfen wir dafür, dass sie in Gänze
bestehen bleibt. Der Ortsgemeinderat: Rheinlandmeisterschaft
gewonnen Nachdem die Jungs der Jugendspielgemeinschaft die
Saison ohne Niederlage punktgleich mit der Jugendspielgemeinschaft Saarburg an
der Tabellenspitze abschließen konnten, auch Kreispokalsieger wurden und sich
dann die Bezirksmeisterschaft sicherten, ging es auf dem schönen Rasensportplatz
in Hentern um den Rheinlandtitel. In spannenden Spielen wurden die Jugendspielgemeinschaft
Kirchen (Bezirksmeister Ost) mit 32 und die Jugendspielgemeinschaft Westum (Bezirksmeister
Mitte) mit 1:0 besiegt und somit die Rheinlandmeisterschaft errungen. Unter großem Jubel wurden aus der Hand des
Vertreters des Fußballverbandes Rheinland, Alois Stroh und im Beisein des
Fußballkreisvorsitzenden Bernd Marx der Wanderpokal des Rheinlandmeisters und
die Siegermedaillen entgegengenommen. Ausflug nach
Herrstein Radprofi Marcel Wüst in
Kell Eine Menge Leute haben heutzutage viel
Stress. Sie setzen sich aufs Rad und strampeln sich ihn vom Gemüt, erklärt der ehemalige Rennfahrer, der Etappen bei der Tour de France und
beim Giro d'Italia gewann, bevor seine Karriere durch einen Sturz im Jahr 2000 im französischen Issoire jäh endete. Wüst
verlor dabei ein Auge und zog sich weitere schwere Verletzungen zu. Juli Hans-Peter Roden beim Hospizlauf Nachdem im vergangenen
Jahr insgesamt 5.800 € für das Hospizhaus in Trier gesammelt werden konnten,
sind bei der siebten Auflage der Benefizaktion bislang bereits 7.500 €
zusammengekommen. Ich habe in den letzten
Tagen natürlich viele Telefonate und Mails erhalten … alle geben nur positives
Feedback! So etwas baut auf und motiviert natürlich für 2011, sagt Astrid
Roden vom Verein Spiridon Hochwald, die für die Organisation des Laufes verantwortlich
war. Möglich wurde die
Spendensumme nur dadurch, dass zahlreiche Sponsoren den Lauf unterstützten,
darunter die Stadtwerke Trier und Citysport Trier. Zudem erfolgte die
Organisation ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis. Brutscheln und Bratscheln Dorthin, wo die jährliche Verbandsgemeinde-Tierschau
stattfindet, musste der Veranstalter in diesem Jahr ausweichen, denn die Rena-turierungs-Arbeiten
im Dorfpark Dumpert, der eigentlichen
Feierstätte, sind noch nicht abgeschlossen. Bei sengender Hitze und zahlreich herbeigeholten
Sonnenschirmen feierten dann Hunderte von Gästen, wobei sich manche
Daheimgebliebenen nicht den hohen Temperaturen aussetzen wollten. Die Leute um
den Vorsitzenden Norbert Stüber, hatten ein nachmittagsfüllendes Programm zu bieten
und ließen gemeinsam mit dem Publikum die vergangenen Zeiten wieder aufleben.
Wie in jedem Jahr bratschelte die nun
schon 91-jährige Anna Koltes und gab Anekdoten und Witze im Keller Dialekt in
ihrer bekannten und beliebten Art und Weise zum Besten. Die Kulturgruppe aus Schillingen zeigte, wie man
früher mit Dreschflegeln arbeitete. Danach gab es Wettbewerbe in verschiedenen
bäuerlichen Disziplinen. Mundart-Vorträge und ein großes Mundart-Rätsel
verbreiteten viel Spaß unter den sonnengeplagten Gästen. Gebrutschelt wurden Häädeknepp
meat Späack, Deppelappes, Mippelcher, Kromperepannkochen, Kromperekleeß und
viele andere Leckereien. Auch für die Kleinen war gesorgt. Eine riesige
Springburg mit Rutschbahn ließ bei den Kindern keine Langeweile auf-kommen.
Oswald Willger, der Leiterwagen, Pflüge und viele historische Geräte in seiner
Freizeit nachbaut, hatte wieder einmal einen Teil davon auf dem Gelände zur
Schau ausgestellt. Musikalisch umrahmte der Musikverein Concordia Kell am See die Veranstaltung und mit Unterhaltungsmusik
von Jürgen Scherbaum nahm das Fest seinen Ausklang. Für die allseits beliebte 91-jährige Anna Koltes war
der Mundart-Beitrag der letzte öffentliche Auftritt. Zwei Wochen nach der Veranstaltung
starb sie plötzlich und unerwartet. Abschied von Kaplan Michael Pauken Der Abschied von Kaplan Michael Pauken hat nicht nur
die Gläubigen der Pfarreiengemein-schaft Schillingen mit Heddert, Kell,
Reinsfeld, Mandern-Waldweiler und Lampaden überrascht. Auch er selbst hat diese
Entwicklung nicht absehen können. Auslöser war nämlich das Aus des Lokalsenders
Antenne West, dessen Frequenzen im Juni an die Radio Group GmbH vergeben wurden. Diese betreibt ein Dutzend
Lokalsender in Rheinland-Pfalz und dem Saarland und will ab September auch aus
Studios in Trier, Wittlich und Daun senden. Die Redaktionsleitung des sechsköpfigen Teams in
Trier wird Kaplan Pauken übernehmen. Der ehemalige Praktikant von Radio RPR Koblenz zeichnet
mitverantwortlich für den Aufbau von Antenne
Koblenz. Außerdem brachte er in Bretzenheim bei Bad Kreuznach Deutschlands
erstes Pfarr-Radio auf den Weg. Das erste
Angebot, als Kirchenredakteur für das gesamte Sendegebiet der Gruppe ein
Mittagsgebet zu entwickeln, kam dem 37-Jährigen daher sehr entgegen. Daher bat
er Bischof' Stephan Ackermann um seine Freistellung, quasi unbezahlten Urlaub. Michael Paukens Leidenschaft fürs Radio basiert auf
dem Wunsch, Botschaften zu vermitteln und etwas für die Menschen zu tun.
Außerdem ist Pauken überzeugt: Wir
brauchen heute neue Wege, um die Menschen zu erreichen. Als Kirchenmann der
Radiogruppe könnten 70.000 Menschen im Saarland und in Rheinland-Pfalz seine
Beiträge über die Heilig-Rock-Tage oder über die Bolivienpartnerschaft des
Bistums hören. Daneben wird er ganz normales Lokalradio machen mit
Talksendungen wie Helden wie ihr, zu
denen Vereine oder Gruppen eingeladen werden. Besonders freut er sich darauf,
wieder mit vielen jungen Leuten wie Praktikanten oder Studenten arbeiten zu
können. Das habe ihm in der Gemeinde, wo sich das auf den Religionsunterricht,
die Arbeit mit Messdienern oder jährliche Zeltlager beschränkte, schon gefehlt. Die Seelsorge im Dekanat ist laut Dechant Clemens
Grünebach gesichert. Im Seelsorgebezirk Waldrach werden künftig Pfarrer Thomas
Corsten und Kaplan Axel Feldmann, der in Zerf wohnen wird, Dienst tun. Spende der Frauen an Pastor Serge Während der Urlaubsvertretung durch Pastor Serge
Senzedi hielt dieser eine Frauenmesse, an der über 50 Frauen teilnahmen. Der
Vorstand der Frauengemeinschaft war bei der Gastfamilie des Pastors, Familie
Herpel, eingeladen. Bei diesem Anlass überreichte die Vorsitzende Adele Barthel
Pastor Serge Senzedi eine Spende, wofür dieser sich sehr herzlich bedankte. Diebstahl im
Zentralhochbehälter Ziel von Metalldieben war in der Nacht zum
vergangenen Donnerstag der Zentralhochbehälter des Wasserwerkes Kell am See.
Die bisher unbekannten Einbrecher verschafften sich durch Auftrennen des Zaunes
Zutritt auf das in der Nähe des Segelflugplatzes gelegene Gelände, auf dem sie
anschließend einen Lagerraum aufbrachen. Hier hatten sie es auf Wasseruhren und
Messingmaterialien abgesehen. Zum Abtransport ließen sie zunächst einen
Anhänger mitgehen, der unweit des Tatortes im Wald wieder aufgefunden werden
konnte. Die Kripo geht davon aus, dass in diesem Bereich das Diebesgut auf ein
anderes Fahrzeug umgeladen wurde. Die Schadenshöhe beläuft sich nach ersten
Feststellungen auf ca. 20.000 €. Fußballcamp für den Nachwuchs Die Fohlen-Fußballschule
des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach gastierte zum dritten Mal beim SV
Kell. Das Niveau wird immer besser und es
macht immer mehr Spaß, sagte der Koordinator der Nachwuchsschmiede, Thomas
Reich. Für Horst Zimmert, seit
Februar Vorsitzender des SV Kell ist es wichtig, dass sich Vereinstrainer und
-betreuer möglichst viel von den Profitrainern der Borussia abschauen: Je ein Trainer von uns wird einem Trainer
der Borussia zugeordnet. Der Dialog und der Erfahrungsaustausch sind wertvoll. Den Kontakt zur Borussia
knüpfte Trainer Norbert Etringer 2006. Fußballcamps
veranstalten wir bereits seit 2003, aber zunächst halt immer nur mit eigenem
Personal, erklärt der Ge-schäftsführer des Fördervereins der Fußballjugend
im SV, Detlef Schmitz. Seit drei Jahren sei ein professionelles Niveau
gewährleistet. Der neunjährige Nick
Reichert und andere jugendliche Teilnehmer träumen von einer Berufskarriere als
Fußballer und stellten fest: Man merkt
schon, dass diese Trainer Bundesligaerfahrung haben. Dass bereits die beiden
vorigen Camps viel bewirkt haben, beweist der Titel, den die
Jugendspielgemeinschaft Kell, Schillingen, Mandern und Waldweiler bei den
Rheinland-Pfalz-Meister-schaften errungen hat. Den Sieg holte sich exakt die
Gruppe, die vor einem Jahr von Thomas Reich beim Fohlencamp unter die Fittiche
genommen worden war. Martin Reichert erklärt,
junge Fußballtalente bereits am Gang zu erkennen. Sein System: Loben, loben,
loben. Dieses Motto hat sich auch der SV Kell in seinen Trainingseinheiten zu
eigen, gemacht. Fußballtechnik, Reaktionsvermögen, Schnelligkeit und Übersicht
sind dabei die Stichworte. Spaß muss es
machen - dann ist die Motivation immer da, sagt Reich. Er weiß auch: Die kleinen Vereine sind Spielerlieferant
für die Bundesliga und die wiederum für die Nationalmannschaft. Ein
Beispiel ist Timo Philippi. Der Zwölfjährige des SV wurde bereits als Torwart
von der Trierer Eintracht verpflichtet. Bei solch großen Erfolgen fällt es dem
Vorsitzenden des Fördervereins, Udo Müller, leicht, die Fohlen-Fußballschule
auch für das nächste Jahr einzuladen. Großer Höhepunkt des Camps war die Fahrt
in den Borussia-Park mit Training auf dem Platz der Borussia-Profis und das
Treffen mit Torwart-Legende Wolfgang Kleff. Erfolgreiches Seefest Obgleich der Hochsommer in den Tagen vor dem Seefest
eine kurze Verschnaufpause einlegte, waren die Veranstalter des Festes im
Vorfeld recht optimistisch gestimmt und blickten in gespannter
Erwartungshaltung dem Sonntag entgegen, denn ein Rekord stand bereits
frühzeitig fest: Der diesjährige Bauern- und Handwerkermarkt sollte der größte
Markt in der achtjährigen Seefestgeschichte werden. Uber 80 Aussteller hatten in den zurückliegenden
Wochen ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet und sich entsprechende
Ausstellerflächen reservieren lassen. Mit einer Steigerung um nahezu 30 %
sollte der Markt nicht nur an Länge, sondern auch an Produktvielfalt und somit
letztendlich auch an Attraktivität gewinnen. So war denn mancher frühmorgendliche
Jogger, der es gewohnt war, seine Runden in der beschaulichen Idylle des zu
dieser Zeit noch eher verschlafenen Seeumfeldes zu absolvieren, sehr erstaunt,
als er dort nicht die gewohnte Ruhe, sondern ein hektisches Treiben in den
frühen Morgenstunden vorfand, denn die ersten Marktbestücker waren schon sehr
zeitig angereist, um ihre Stände aufzubauen und um sich für den zu erwartenden
Ansturm zu wappnen. Dass Veranstalter und Marktleute gut daran taten,
frühzeitig die Weichen für einen erfolgreichen Festverlauf zu stellen, zeigte
sich bereits in den Vormittagsstunden, denn ab 10.00 Uhr füllte sich das
Festgelände kontinuierlich, und bereits um die Mittagszeit waren die Parkplätze
rund um das Gelände weitestgehend belegt. Sowohl den Marktbetreibern als auch
der Gastronomie wurden in den folgenden Stunden Höchstleitungen abverlangt. Bis
in die frühen Abendstunden hinein riss der Besucherstrom nicht ab, und schon
frühzeitig mussten Waren nachgeordert werden oder es wurden erste Ausverkäufe
gemeldet. Auch das Rahmenprogramm mit Kinderanimation, Tauchschule und
Fallschirmspringern trug dazu bei, das Fest zu einer rundum gelungenen
Veranstaltung werden zu lassen, so dass die Verantwortlichen sich in einer
ersten Bilanz mehr als zufrieden zeigten und schon erste Überlegungen für das
Seefest 2011 anstellten. Wiesplätzchen-Mädchen-Treff Agnes Lehnen hatte eine gute Idee. Sie wollte mal
wieder alle Mädchen aus ihrem Heimatviertel,
dem Wiesplätzchen, sehen und organisierte daher ein Treffen der in Kell und
auswärts wohnenden Frauen, die in ihrer Kindheit und Jugendzeit im
Wiesplätzchen wohnten. Dann war es soweit. An einem wunderschönen
Juliwochenende kamen bis auf die verhinderte Theresia Wagner alle ehemaligen
Wiesplätzchen-Mädchen im Hotel Zur Post
zusammen. Einige waren von weither angereist. Es gab viel zu erzählen von
früher und wie im Dorf sich alles verändert habe – zum Positiven, so die
einhellige Meinung. Nach Kaffee und Kuchen schloss sich ein Spaziergang
über den Ruwer-Hochwald-Radweg und ein Besuch im Historischen Bahnhof an, wo
vor allem die alten Dorfbilder das Interesse weckten. Präsentation in der Alten Mühle Neuer Krimi von Hans Muth Unter dem Pseudonym Hannes
Wildecker hat der in Kell geborene Hans Muth jetzt seinen fünften Band
vorgestellt: Cruciatus –Das Vermächtnis.
Der Titel kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie Marter oder
Folter. Es ist kein Hochwaldkrimi
geworden wie die vorangegangenen, macht Muth klar. Die Geschichte beginnt
irgendwo an der Saar im Jahre 1587, der Hochzeit der Hexenverfolgungen in
Kurtrier. Folterknechte erzwingen auf menschenverachtende Weise Geständnisse
der angeblichen Hexen. Es geht um einen wertvollen Gegenstand, der lange
Schatten in die Gegenwart wirft. Hobbyhistoriker entdecken im Trierer
Stadtarchiv verschlüsselte Hinweise auf einen rätselhaften Schatz und werden
prompt ermordet. Religiöser Wahn zieht eine Blutspur durch den Roman. Wie immer
ist knisternde Spannung bis zur letzten Seite garantiert. Ich habe mich mit dem
Thema Hexenverfolgung bereits in zwei Dorfchroniken befasst und fand das sehr
interessant, erklärte Muth seinem Publikum bei der Lesung in der Alten Mühle in
Kell. Rund 40 Gäste hörten dem Autor gespannt zu. Aus der Ortsgemeinde... Ortsbürgermeister Lehnen
führt in seinen einleitenden Worten aus, dass der vorliegende Etatentwurf 2010
losgelöst von den Haushalten und Jahresrechnungen früherer Jahre zu sehen ist.
Mit dem Entwurf des Haushaltsplanes 2010 wird zum zweiten Mal in der
Ortsgemeinde Kell am See der Haushaltsplan nach den neuen Vorschriften des doppischen Haushaltsrechts aufgestellt.
Danach bestehen kommunale Haushaltspläne aus einer Ergebnisrechnung mit
Erträgen und Aufwendungen, einer Finanzrechnung mit Einzahlungen und
Auszahlungen und einer Vermögensrechnung, die einer Bilanz entspricht. Eine
Eröffnungsbilanz konnte bisher noch nicht erstellt werden, da die
Jahresabschlüsse 2008 und 2009 noch nicht vorliegen und diese Ergebnisse in die
Eröffnungsbilanz einfließen. Er geht kurz auf die
Einnahme- und Ausgabesituation ein und spricht die zentralen Maßnahmen des Jahres
2010 an, wie z.B. die Investitionen für das Neubaugebiet An der Fischerei, die Photovoltaikanlage, die Mini-Soccer-Anlage,
Radwegbegleitende Maßnahmen etc. Die Kreditschuld der
Ortsgemeinde betrug am Ende 2009 insgesamt 3.005.961 €. Hierin enthalten sind
jedoch 1.250.000 € sog. investive Schulden, denen entsprechende Werte entgegenstehen,
bzw. deren Rückzahlung durch zukünftige Sondertilgungen erfolgen wird (z.B.
Neubaugebiet durch den Verkauf von Baugrundstücken). Im Anschluss daran wird
der Ergebnishaushalt besprochen. Einige Fragen der Ratsmitglieder werden erörtert
und durch den Ortsbürgermeister sowie den Kämmerer Raimund Kramp beantwortet. Horst Zimmert gibt seine
Stellungnahme ab. Er regt eine Aufnahme der Stelle des Beigeordneten mit eigenem
Geschäftsbereich im Stellenplan an. Johannes Reitz geht in
seiner Stellungnahme als Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion ebenfalls auf
die Maßnahmen sowie die Einnahme- und Ausgabesituation ein. Er regt an, im
Haushaltsplan Mittel für die Wiederanlegung eines Kinderspielplatzes im Dumpert
aufzunehmen. Hierfür sollen im Ausgabe- und Einnahmebereich jeweils 4.000 €
eingesetzt werden. Die Finanzierung soll vollständig durch Spenden, etc. gedeckt
werden. Dittmar Lauer spricht in
seinen Ausführungen die allgemeine Finanzsituation der Gemeinden an. Alle
Beteiligten stellen unisono fest, dass die Verbesserung der Haushaltssituation
neben umfangreichen Sparanstrengungen nur durch eine bessere Finanzausstattung
der Kommunen im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs erreicht werden kann, da
bei der derzeitigen Situation ein Großteil der Einnahmen der Gemeinde an Land,
Kreis und Verbandsgemeinde abzuführen ist und gleichzeitig ca. 80% der kommunalen
Belastungen durch die Gemeinde nicht beeinflussbar sind. Der Ortsbürgermeister
führt in die Thematik der geplanten Kommunalreform ein. Zwar steht die
Verbandsgemeinde Kell am See mit ihren knapp 10.000 Einwohnern und 13
Ortsgemeinden noch nicht auf der Streichliste mit insgesamt 32 Verbandsgemeinden,
die sich einen Fusionspartner suchen müssen. Wenn der Mainzer Landtag im
Oktober über das Gesetz zur Kommunalreform diskutiert, könnte die VG Kell am
See zur Disposition gestellt werden. Denn sie zählt zu den 66
Gebietskörperschaften, die sich nach Auffassung des Gemeinde- und Städtebundes
Gedanken über ihre künftige Gebietsstruktur machen sollten. Bei der Kommunalreform
werde immer wieder propagiert, dass die Bürger an der Diskussion beteiligt
werden sollen. In Kell am See geschieht dies mit der neu gegründeten
Bürgerinitiative in einem frühen Stadium. Johannes Reitz, Dittmar
Lauer und Horst Zimmert teilen in ihren Stellungnahmen mit, dass bei der
Neugründung der Bürgerinitiative keine parteipolitische Motivation vorhanden
ist. Vielmehr soll sich parteiübergreifend für den Erhalt der Verbandsgemeinde
Kell am See in ihrer jetzigen Form eingesetzt und der Bürgerwille hierzu mobilisiert
werden. Es werden durch die Gemeinderatsmitglieder folgende Argumente für den
Erhalt der Verbandsgemeinde in ihrem jetzigen Zuschnitt formuliert: Die Menschen innerhalb der
Verbandsgemeinde identifizieren sich mit „ihrer Verbandsgemeinde“. Es hat sich
in den 40 Jahren des Bestehens eine eigene Identität entwickelt, deren Erhalt
sehr wichtig ist. Es sind gewachsene und weiterentwickelte
Strukturen entstanden. Insbesondere die Menschen bis 50 Jahre sind
ausschließlich in der jetzigen Verbandsgemeinde aufgewachsen. Ein
Gemeinsamkeitsgefühl ist speziell in diesen Altersschichten klar erkennbar. Auf Vereinsebene sind in
der Vergangenheit viele gemeinsame Strukturen entstanden. Insbesondere im
Bereich der Musikvereine (Verbandsgemeindeorchester), und den Sportvereinen
(Senioren- und Jugendspielgemeinschaften) sowie in anderen Vereinsbereichen
sind viele Kooperationen und Strukturen entstanden. Die Kommunalreform hat zum
Ziel, Synergie-Effekte und Einsparungen zu erreichen. Mit der Fusion zweier
finanzschwacher Verbandsgemeinden entsteht jedoch keine finanzstarke gemeinsame
Verbandsgemeinde. Beispiele aus der Vergangenheit haben gezeigt, dass hier
keine Einsparungen entstehen, sondern durch höheren Verwaltungs- und
Personalaufwand bei der Zusammenführung oftmals Kostensteigerungen vorhanden
sind. Speziell im Bereich der
Verbandsgemeindewerke oder des Fremdenverkehrs könnten durch Kooperationen
Kosteneinsparungen und Synergie-Effekte erzielt werden. Die demographische
Entwicklung bedingt ebenfalls keine Zusammenlegung zweier Verbandsgemeinden.
Die Trägerschaft der Schulen wurde an den Landkreis abgegeben, so dass hier
bereits eine einheitliche und kostensparende und der demographischen
Entwicklung Rechnung tragende Regelung getroffen wurde. Die Ortsgemeinden
(insbesondere die Orte mit Einwohnern unter 1.000 Einwohnern) werden bei einer
Zusammenlegung von Verbandsgemeinden an Bedeutung und Einfluss verlieren. Ihre
Belange werden nicht mehr in dem Maße durch Vertreter auf Verbandsgemeindeebene
zur Sprache gebracht. Menschen, die sich und
ihren Ort nicht mehr ausreichend vertreten fühlen, werden nicht mit dem
gleichen Engagement für ihren Ort eintreten, sich politisch und ehrenamtlich
weniger engagieren. Vereine werden dementsprechend noch weniger motivierte
ehrenamtliche Helfer finden. Die Entfernungen innerhalb
einer Verbandsgemeinde Hochwald wären bei der Zusammenlegung zweier Verbandsgemeinden
unverhältnismäßig groß. Der Aufbau und die Entwicklung gemeinsamer Strukturen
würden dadurch erschwert. Die jetzige
Verbandsgemeinde würde nicht vollständig durch eine andere Verbandsgemeinde
übernommen, sie würde zerbrechen, da die Ortsgemeinden des Bereichs Zerf sich
in diesem Fall nach Saarburg orientieren würden. Gewachsene Strukturen würden
zerbrechen. An der Kommunalreform
sollen die Bürger beteiligt werden. Es soll nicht gegen den Willen der Bürger
entschieden werden. Mit der Bürger-initiative wird klar, dass eine große
Mehrheit der Bürger den Erhalt der Verbandsgemeinde in seiner jetzigen Form
wünscht. Es soll eine
Informationsveranstaltung für alle Bürger stattfinden, an der neben den
hiesigen Kommunalpolitikern auch die Landtagsabgeordneten der Region teilnehmen
sollen. Hierbei wird sich auch die neue Bürgerinitiative präsentieren, die dann
über ihre Arbeit und die Unterstützung und Beitritte durch die Bürger berichten
wird. Der Gemeinderat spricht
sich einstimmig für den Erhalt der Verbandsgemeinde in ihrem jetzigen Zuschnitt
aus, steht jedoch der Zusammenarbeit und der Kooperation auf anderen Ebenen
speziell im Bereich der Verbandsgemeindewerke oder des Fremdenverkehrs positiv
gegenüber. August 90
Jahre Sportverein Ein Mammutprogramm an den ersten
beiden August-Wochenenden hat der Sportverein aufgeboten, um sein 90-jähriges
Vereinsbestehen zu feiern. Viel Arbeit war das für die Verantwortlichen um den
neuen Vorsitzenden Horst Zimmert. Das Jubiläum stand unter der Schirmherrschaft
von Ortsbürgermeister Markus Lehnen. Der Festreigen begann mit dem
Verbandsgemeinde-Fußballturnier und dem Street-Soccer-Dorfturnier. Ein erster
Höhepunkt war dann der Geburtstagsempfang im Festzelt mit der Ehrung
verdienstvoller und langjähriger Mitglieder. Für 60-jährige Mitgliedschaft
wurden geehrt: Peter Klaeser, Hermann Kläser, Hermann Lauer, Bernhard Metzler
und Werner Willger. 50 Jahre Mitglied sind: Willi Göden, Manfred Hornetz,
Werner Hornetz, Hermann Jung, Heribert Justinger, Karl-Heinz Keil, Karl-Heinz
Lang, Dittmar Lauer, Günther Ring und Josef Zengerle. In der zweiten Feststaffel wurden
das AH-Turnier und das Jugendfußballturnier aufgetragen. Neben den sportlichen
Ereignissen war das Angebot an gesellschaftlichen Veranstaltungen angemessen. In einer 16-seitigen Festschrift
im DIN 4-Format mit Grußworten des Vorsitzenden und des Schirmherrn wird in
mehreren Beiträgen auf die vielen Abteilungen des Sportsvereins hingewiesen:
Aerobic, Basketball, Fußball, Gymnastik, Herzsport, Kinderturnen, Lauftreff,
Schach, Tischtennis und Volleyball. In einem Beitrag Aus der Chronik... schildert Dittmar
Lauer die abwechslungsreiche Vereinsgeschichte von den Anfängen als SV Viktoria über DJK (Deutsche Jugendkraft), SV
1930 und schließlich SV 1920 e.V., wobei
auch die Anstrengungen um ständige Verbesserung der Trainings- und
Spielmöglichkeiten herausgearbeitet werden – vom ersten Platz im sumpfigen Arensbrooch bis zur zentralen
Sportanlage mit Sportplatzgebäude in der Laach. Heute
steht der Verein mit rund 700 Mitgliedern, die sich in zehn Abteilungen mit
verschiedenen Untergruppierungen aufteilen, außerordentlich breitgefächert da,
so die berechtigte Aussage des Vorsitzenden Horst Zimmert. Axel Feldmann neuer Kaplan Der neue Kaplan der
Pfarreiengemeinschaften Schillingen und Zerf heißt Axel Feldmann. Er ist 32
Jahre alt und stammt aus Neunkirchen, wo er den größten Teil seiner Kindheit
und Jugendzeit verbrachte. Nach dem Abitur
absolvierte Axel Feldmann zunächst eine Ausbildung im Tourismusbereich in
Leipzig mit halbjährigem Praktika in Trier und Zürich. Nach Abschluss dieser
Ausbildung begann er ein Theologiestudium an den Theologischen Fakultäten in
Trier und Passau. Nach dem Studium sammelte er als Pastoralpraktikant und
Diakon erste Erfahrungen in der Pfarreiengemeinschaft St. Maximin in Trier und
Maria Trost in Dillingen. Mit der Priesterweihe im Juli 2007 wurde er als
Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Bernkastel-Kues eingesetzt. Im Pfarrbrief stellt sich
Kaplan Axel Feldmann mit den Worten vor: Ich
freue mich darauf, Sie kennenzulernen und mit Ihnen gemeinsam Kirche zu
gestalten. Sicherlich wird es einige Zeit dauern, bis ich in allen Orten unserer
großflächigen Pfarreiengemeinschaft angekommen bin. So hoffe ich auf ein gutes
Miteinander im gemeinsamen Mitbauen am Reich Gottes, auf dass ich mit Ihnen,
Sie mit uns, wir gemeinsam unseren Mitmenschen Gott ein kleines Stück näher
bringen können. Enthüllung
der Grimotafel in Temmels Die
Ortsgemeinde Temmels hatte eingeladen. Die Enthüllung der bronzenen Grimotafel,
die an die urkundliche Ersterwähnung im Testament des Diakons Adalgisel-Grimo
erinnern soll, stand auf dem Programm. Nach einem Gottesdienst in der
Pfarrkirche St. Peter begaben sich die Ortsoberen mit den geladenen Gästen zum
nahe gelegenen Bürgerhaus – dem ehemaligen Pfarrhaus – wo der Ortsbürgermeister
nach einer kurzen Ansprache die direkt neben der Eingangstür angebrachte Tafel
unter dem Beifall der Anwesenden enthüllte. Anschließend traf man sich zu einem
Umtrunk im Festsaal. Werner
Herpel auf Grabsuche Er hat seinen Vater Hermann nie
kennengelernt, denn der fiel 1941, im Jahr der Geburt seines Sohnes, als Soldat
an der Ostfront des Zweiten Weltkriegs. 69 Jahre später hat sich Werner Herpel
aus Kell am See auf die Reise nach Weißrussland gemacht und dort die Stelle
gefunden, an der sein Vater begraben ist. Als Werner Herpel am 3. Oktober
1941 zur Welt kam, hatte sein Vater Hermann nur noch sechs Tage zu leben. Er ist am 9. Oktober in Russland gefallen,
erzählt Werner Herpel. Von meiner Geburt
hat er leider keine Kenntnis mehr erhalten. Später habe ihm seine Mutter das
erzählt, was sie vom Tod ihres Mannes wusste. Sie hatte erfahren, dass Hermann
Herpel in einer Ortschaft namens Gomel auf einem Marktplatz hinter einer Kuppelkirche
begraben worden sei. Je
älter ich wurde, desto mehr habe ich mir gewünscht, das Grab meines Vaters zu
finden. Irgendwann fand ich dann in einer Zeitung ein Reiseunternehmen, das
sich darauf spezialisiert hat, Angehörige zu den Gräbern gefallener Soldaten zu
bringen, sagt Herpel. 15 Menschen, ebenfalls mit dem
Ziel, ihre Angehörigen zu finden, begleiteten Herpel auf der Reise durch das
heutige Weißrussland. Nach 1600 Kilometern
Busfahrt kamen wir in ein Dorf, in dem man dabei war, Soldaten auszugraben und
auf den Ehrenfriedhof Schatkowo umzubetten. Das geschieht dort heute täglich,
und ich kann den Menschen, die auf der Suche nach ihren Angehörigen sind, nur
empfehlen, nicht aufzugeben, sagt Herpel. Besonders ergreifend war es für
ihn, dass die damit beauftragten Arbeiter nicht nur die Toten, sondern auch
deren persönliche Gegenstände bargen. In Schatkowo werden die Toten in Quadraten,
die einem Schachbrett ähneln, beerdigt. Auf Steinsäulen werden ihre Namen
eingraviert. Eine mitgereiste Frau habe dort ihren Vater wiedergefunden. Für Werner Herpel dauerte die
Suche nur ein wenig länger. Er traf in einer Klosterkirche einen Mann, der
deutsch sprach. Bei ihm erkundigte sich Werner Herpel nach dem Ort Gomel, in
dem sein Vater beerdigt sein sollte. Ich
sagte dem Mann, dass mein einziger Anhaltspunkt der Marktplatz hinter der
Kuppelkirche sei, und er konnte mir tatsächlich weiterhelfen, erzählt der
Keller. Es handelte sich um die bekannte Kathedrale Peter und Paul. In Gomel stieß ich dann auf eine orthodoxe
Nonne, die mir eine Fotografie des Friedhofs aus den Kriegsjahren brachte.
Darauf zeigte sie mir genau die Stelle im Park, wo mein Vater beerdigt ist,
berichtet Herpel. Und er erzählt weiter: Die
Abschiedszeremonie, die speziell für meinen Vater stattfand, werde ich nie
vergessen. Sie endete mit dem Lied ,Ich hatt` einen Kameraden. St. Bartholomäus-Kirmes Zehn Böllerschüsse aus der Kanone von Oswald Willger
für die zehn Jahre des neuen Jahrtausends und zwei misslungene Versuche vor dem
endgültigen Fassanstich durch Ortsbürgermeister Markus Lehnen eröffneten die
diesjährige Bartholomäus-Kirmes. Begonnen hatte der Kirmesabend mit einer
festlichen Vorabendmesse. Schnell füllte sich der Kirmesplatz mit über 2000
Einheimischen und Gästen. Die Stände der fünf Kirmeswirte waren in Windeseile
voll besetzt. Schausteller und Budenbesitzer warteten nur darauf, dass der
offizielle Teil bald beendet sein würde, um der Veranstaltung das notwendige
Flair zu geben. Mit den Klängen des örtlichen Musikvereins erlebten
nicht nur die Einheimischen einen traditionell geprägten Kirmesabend, der mit
der Band No Friends ausklang.
Platzkonzerte, Unterhaltungsmusik und buntes Kirmestreiben waren auch am
Sonntag Trumpf in der Hochwaldgemeinde, ebenso wie der von Jahr zu Jahr größer
werdende Krammarkt. Mehr als 100 Aufsteller haben ihre Stände in einem Bereich
von mehr als einem Kilometer aufgestellt. Aus
der Kirmeszeitung 50
Jahre Tierschau In der von der Ortsgemeinde
herausgegebenen Kirmeszeitung findet sich ein Aufsatz von Dittmar Lauer über
die Historie des Keller Jahr- und Viehmarktes, von dem wir einen Ausschnitt bringen: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde
die Tradition des Keller Jahrmarkts in veränderter Form weitergeführt. Der
bisher an die Kirmes gebundene weithin bekannte Viehmarkt wandelte sich in
einen mehrmals jährlich stattfindenden Ferkels-markt und die Kirmes selbst
wurde in den ersten Nachkriegsjahren in bescheidenem Rahmen gefeiert. 1959 regte der neu gewählte
Bürgermeister August Justen eine Tierschau an als Ergänzung bzw. Ersatz für den
dahin dümpelnden Ferkelsmarkt. Ein Jahr später – heute vor fünfzig Jahren –
fand die erste Tierschau auf der Schulwiese im Wiesplätzchen statt, zunächst
noch in bescheidenem Rahmen und in der Organisation der Ortsgemeinde, später
der Verbandsgemeinde. In den ersten Jahren hatten zunächst die Keller
Gastronomen abwechselnd die Bewirtung der immer zahlreicher erscheinenden
Besucher übernommen, später trat an ihre Stelle der neu gegründete Heimat- und
Verkehrsverein. Die Kirmesmontag stattfindenden Verbandsgemeinde-Tierschau-en fanden
immer mehr Anklang, zumal seit 1974 nicht nur Kühe aufgetrieben und wegen ihrer
erstaunlichen Milchleistung und Fleischqualität prämiiert, sondern auch Pferde
aufgeboten wurden. Für die Anregung, mit der Tier- auch eine Gewerbeschau zu
verbinden, war die Zeit noch nicht reif. Mit der Fertigstellung der
zentralen Schulsportanlage 1975 stand mit der großen Wiese entlang der Ruwer
ein neuer Platz für die immer größer werdende Verbandsgemeinde-Tierschau an
Kirmesmontag zur Verfügung. Einen neuen Platz für die
eigentliche Kirmes mit traditionellem Krammarkt schaffte die Ortsgemeinde im
Zusammenhang mit den erwähnten Sanierungsmaßnahmen auf den Grundstücken Lehnen
und Mannerhans gegenüber der alten Volksschule. Hier bauen Jahr für Jahr die
Keller Gastronomen und Vereine ihre Getränke- und Essenstände auf, während auf
dem alten Kirchhof, späteren Spielplatz und heutigen Parkplatz sich das Kirmestreiben
mit Autoscooter und Schiffschaukel abspielt. Links und rechts vom Herrenmarkt,
der Kirchstraße und teilweise der Brückenstraße unterbreiten zahlreiche Händler
ihr globales Warenangebot, das mit dem früherer Jahre nicht mehr zu vergleichen
ist. Überhaupt präsentiert sich die Keller Bartholomäus-Kirmes an den drei
Kirmestagen in modernem Outfit und als Volksfest nahezu professionell
organisiert - mit Fassanstich durch den Ortsbürgermeister und eigener
Kirmeszeitung, mit bekannten Musikgruppen auf beleuchteter Bühne, alles in
einem angenehmen Ambiente im Weichbild der Kirche St. Bartholomäus. Die Tierschau der Verbandsgemeinde
an Kirmesmontag gewinnt von Jahr zu Jahr mehr an Attraktivität und zieht
Tausende Besucher aus dem ganzen Hochwaldraum und darüber hinaus an. Mit immer
neuen Angeboten gelingt es Bürgermeister Werner Angsten das hohe Niveau der
Tierschau zu halten und auszubauen. Der Auftrieb von Spitzenkühen und
Reitpferden aus mehreren Kreisen, die Wahl der „Miss Hochwald", die Präsentation
von allerlei Kleintieren in einem eigenen Zelt, ein interessantes Angebot
landwirtschaftlicher Produkte aus regionalen Betrieben, nicht zuletzt die
musikalische Unterhaltung durch den Musikverein Concordia, der auch für das
leibliche Wohl sorgt, haben mit dazu beigetragen, dass die Keller Kirmes und
die Verbandsgemeinde-Tierschau sich im Laufe der letzten Jahrzehnte zu einer
weit über die Grenzen hinaus bekannten regionalen Großveranstaltung mit
Volksfestcharakter gemausert haben. Viel
Prominenz bei der 50. Tierschau der Verbandsgemeinde Kell am See Kurz geschoren und blitzblank ist das Fell. Fein
gebürstet und geputzt hat Perle ihren
großen Auftritt. Die Kuh, die vom Hof von Günter Hoff aus Fisch in der
Verbandsgemeinde Saarburg stammt, ist die neue Miss Hochwald, die schönste ihrer Rasse der Landkreise
Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich. Gute Funktionalität, große Kapazität
und ein schönes Euter, schwärmt Kampfrichter Armand Braun von den Vorzügen des
schwarz-weiß gefleckten Tieres. Armand Braun aus Luxemburg ist Experte für deutsche
Holsteiner, die vor allem in der Milchwirtschaft eingesetzt werden. Werner
Hauck aus Bayern kennt sich vor allem aus mit Fleckvieh, bei dem nicht nur die
Milch, sondern auch das Fleisch gefragt ist. Er erklärt, worauf es bei dem
Wettbewerb ankommt. Ein gutes Fundament, also gesunde Beine und Klauen, sollte
eine Kuh haben, wenn sie Miss Hochwald
werden will. Das verspricht ein langes
Leben, erklärt er. Auch beim Euter wird auf die Optik geachtet. Kühe können
heute mit kurzen Strichen, den Laien besser als Zitzen bekannt, punkten bei den
Wertungsrichtern. Das ist günstig für den
Melkroboter, erklärt Hauck. Früher dagegen, als noch per Hand gemolken
wurde, sollten die Striche möglichst lang sein. Perle darf nun für das Siegerfoto posieren. Hübsch geschmückt mit einer Schärpe steht sie zwischen Nathalie Masson aus Saarbrücken, die ebenfalls den Titel der Miss Hochwald trägt, und der rheinland-pfälzische Weinkönigin Jutta Rosenstein. Januar Zum
25. Mal Der
Neujahrsempfang Es
ist ein großer Schatz, den die Gemeinde mit den 25 Folgen der Keller Annalen
angehäuft hat, sagte Beigeordneter Manfred
Wischnewski als Vertreter von Landrat Günter Schartz. Und es ist die einzige Sammlung dieser Art im Land Rheinland-Pfalz.
Dazu kann ich Sie nur beglückwünschen. In der
Feierstunde, an der rund 70 Gäste teilnahmen, unter ihnen Kommunalpolitiker der
Region sowie Landtagsabgeordneter Bernhard Henter, Pastor Thomas Linnartz und
Bürgermeister Werner Angsten. Bezüglich der
neuesten Ausgabe der Annalen lobte Ortsbürgermeister Markus Lehnen die
umfangreichen Informationen und die eingearbeiteten Fotos. Eine akribische Leistung! Für ein
weiterhin gemeinsames Vorwärtsstreben in gewohnter Art sprach sich Bürgermeister
Werner Angsten aus: Die Zusammenarbeit
zwischen kommunalpolitischen Gremien und Vereinen verläuft konstruktiv. Doch ein
kritischer, aber auch optimistischer Rückblick auf das vergangene Jahr prägte
die Veranstaltung. Hartnäckigkeit sei der Schlüssel zum Erfolg beim Bau der
Ruwer-Radbrücke gewesen, erinnerte Lehnen. Es
hat mir gezeigt, dass es sich lohnt, für eine Sache zu kämpfen, von der man überzeugt
ist. Ganz ohne
fremde Unterstützung sei der Erfolg jedoch nicht eingetreten. Félix Boy Cloos
aus Esch-sur-Alzette/Luxemburg habe mit einer Spende den Bau finanziell
ermöglicht. Aber auch die
Erschließung des Neubaugebietes An der
Fischerei und die Renaturierung des Dorfparks Dumpert seien Projekte, auf die man stolz sein könne. Dittmar Lauer,
der Herausgeber der Keller Annalen, wagte einen Rückblick auf die demografische
Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte und wies auf die geplante
Verwaltungsreform hin. Wenn wir unsere
Verbandsgemeinde erhalten wollen, müssen wir rechtzeitig Argumente sammeln und
die Politik von deren Richtigkeit überzeugen. Im Hinblick
auf sein Engagement in der Kultur- und Geschichtswerkstatt wies Lauer auf
zahlreiche Projekte hin, deren Fertigstellung die kommenden Jahre füllen werde.
Diese intensive Arbeit hat auch bei mir
Spuren hinterlassen. Ich würde mir wünschen, dass Kulturinteressierte mit mir
gemeinsam diese Projekte erarbeiten, um dann dieses Erbe fortzuführen. Die
Veranstaltung wurde musikalisch umrahmt – schon traditionell – vom Sing- und
Spielkrei unter Leitung von Karin Jäckels: Gitarre: Schwester Anna Gertraud,
Ingrid Waschbüsch, Monika Wagner, Cilli Erschens, Margret Barth, Agnes Philippi;
Querflöte: Nina Philippi, Karoline Hornetz und Monika Barth. Begrüßungsansprache
des Vorsitzenden des Heimat- und Kulturvereins Kell am See: Im vergangenen
Jahr haben wir die Geburtsstunde des neuen Deutschland gefeiert, am 23. Mai
1949 wurde das Grundgesetz verkündet. Wir können nach diesen 60 Jahren mit
großem Stolz und mit Bewunderung auf ein demokratisches Gemeinwesen blicken, das
in der Geschichte der Deutschen einmalig und gefestigt ist. Das
verdeutlicht auch die Reaktion der Deutschen auf die weltweite Finanzkrise –
eine Krise in bisher unbekanntem Ausmaße – denn wir stellen verwundert fest:
Die Deutschen, denen man eine Neigung zur Apokalypse und Hysterie nachsagt,
reagieren mit Augenmaß und Gelassenheit auf diese Krise. Keine Spur von Panik
oder zum Extremen neigend – weder nach links noch nach rechts, kein Aufstand
auf der Straße. So darf man vermuten, dass die Deutschen ihren Institutionen,
ihrem Staat, ja auch der politischen Klasse vertrauen. Dieses
Vertrauen in die Gestaltungskraft ihrer Politiker ist bisher nicht erschüttert,
so sehr man sich auch in diversen Talkshows, in endlosem Geschwafel
selbsternannter Experten in verantwortungsloser Weise bemüht, unsere
demokratisch gewählten Politiker als Ignoranten hinzustellen, als habe es die
Weimarer Republik nicht gegeben. In diesem Jahr
können wir auf das Kriegsende vor 65 Jahren zurückblicken. Wir erinnern uns der
deutschen Katastrophe, erinnern wir uns aber auch daran, wie diese Katastrophe
begann, sie hat ihre Wurzeln auch darin, dass zu viele Menschen aller
Gesellschaftsschichten die junge Demokratie nicht akzeptierten und ihre
Repräsentanten ihrer politischen Reputation beraubten. Die
Kommunalwahlen im vergangenen Jahr haben für die Gemeinde Kell am See ein
Ergebnis gebracht, dass sich niemand hat wünschen können. Es muss jeden echten
Demokraten nachdenklich stimmen, wenn in einem 2.000 Einwohner großen Ort und
einer Amtssitzgemeinde eine Partei 100% der Sitze erhält, weil nur eine Liste
aufgestellt war. Axel
Munsteiner kommentierte dazu im Trierischen Volksfreund: Es ist ein Unding und verheerend für eine Demokratie, dass die Bürger
keine Alternativen haben und eine Partei, gleichwie sie heißt und wie gut ihre
Arbeit ist, allein herrschen kann. Damit schadet man dem ganzen Dorf. Nur im
Wettbewerb der Ideen, im fairen Streit um die Realisierung kommunaler Vorhaben
und im ständigen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern können wir unserer im
Grundgesetz vor 60 Jahren festgeschriebenen demokratischen Verantwortung
gerecht werden. Das 1375 Jahre
alte Kell wurde bei der Verwaltungsreform des Trierer Erzbischofs und
Kurfürsten Balduin von Luxemburg Mitte des 14. Jahrhunderts Sitz einer
sogenannten Pflege – man könnte sagen eines Unteramtes – des neuzugeschnittenen
kurtrierischen Amtes Grimburg und blieb es über 450 Jahre lang. Während der
französischen Okkupation und während der Zugehörigkeit zum französischen
Kaiserreich behielt Kell diese Mittelpunktfunktion und wurde eine sogenannte
Mairie, eine Bürgermeisterei also, wenige Jahre später ein preußisches Amt und
mit der letzten territorialen Verwaltungsreform vor 40 Jahren Sitz der neuen,
um die Hochwalddörfer des ehemaligen Amtes Saarburg-Ost erweiterten
Verbandsgemeinde Kell bzw. Kell am See. Nun steht
wiederum eine Verwaltungsreform an. Das Erste Landesgesetz zur Kommunal- und
Verwaltungsreform wird zur Zeit in den kommunalen Spitzenverbänden beraten und
soll dann in das parlamentarische Verfahren eingebracht werden. Der
Gesetzesentwurf setzt die Parameter für künftige Verbandsgemeinden fest:
mindestens 12.000 (knapp 10.000) Einwohner, mehr als 100 (160) qkm Fläche und
mehr als 15 (13) Ortsgemeinden (in Klammern die Daten unserer
Verbandsgemeinde). Wenn diese Parameter streng eingehalten werden, besteht
Gefahr, dass sich die Strukturen der Verbandsgemeinde ändern werden und Kell
nach fast 700 Jahren seine Mittelpunktfunktion verliert. Wem kann daran gelegen
sein? Wenn wir unsere Verbandsgemeinde erhalten wollen, müssen wir daher
rechtzeitig Argumente sammeln und vortragen und die Politik von deren
Richtigkeit überzeugen. Zur neuen
Radwegbrücke, dem beharrlichen Einsatz bei hartnäckigem Widerstand, der
übrigens von Tag zu Tag – je mehr Radfahrer und Fußgänger, jung und alt, die
Brücke gefahrlos, zügig und fröhlich überqueren – unverständlicher erscheint,
will ich weiter nichts sagen – aber das war ja auch ausreichend – als dass wir,
der Heimat- und Kulturverein, im Mai ein Bahnhofsfest arrangieren möchten, wozu
wir bereits die feste Zusage des Historischen Fahrradvereins Opel in Rüsselsheim
haben, die mit einer Anzahl von Oldtimer-Fahrrädern eine Attraktion darstellen
werden, unterstützt von Freunden aus Luxemburg, die von Trier über die
Radwegbrücke kommend am Historischen Bahnhof zu uns stoßen werden. Das Luxemburger Wort hat bereits einen
ausführlichen Vorbericht angekündigt und so hoffen wir, dass viele Luxemburger
nach Kell kommen, wobei wir ihnen mit Stolz und Zufriedenheit die Radwegbrücke
als deutsch-luxemburgischen Brückenschlag vorführen können. Von
allem, was der Mensch baut und aufbaut, gibt es nichts Besseres und
Wertvolleres als Brücken – diesem Wort des serbischen
Schriftstellers Ivo Andric ist nichts hinzuzufügen. Dass wir den Brückenschlag
aber realisieren konnten, ist letztendlich der großherzigen Spende von Félix
Boy Cloos aus dem luxemburgischen Esch-sur-Alzette zu verdanken. Wir haben ihm
in den Keller Annalen zwei Seiten gewidmet, auf denen wir den erfolgreichen Unternehmer,
den fantasievollen Erfinder und talentierten Künstler als einen bescheidenen
Menschen ohne Starallüren, aber mit einem großen Herz für Kinder vorstellen.
Félix Boy Cloos selbst kann an dieser Veranstaltung nicht teilnehmen, ich freue
mich aber über die Anwesenheit von Hans Hebben, der als enger Vertrauter von
Félix Boy Cloos den Kontakt zwischen Luxemburg und Kell hergestellt hat. Adalgisel
Grimo, der fränkische Diakon aus dem 7. Jahrhundert, stand im vergangenen Jahr
mehrmals im Mittelpunkt kultureller Veranstaltungen – ich erinnere an das
kirchenmusikalische Konzert in unserer Pfarrkirche und an die Überreichung der
Bronzetafeln am 30. Dezember, dem Tag der Testaments-Ausstellung vor 1375
Jahren. Es darf ruhig noch einmal wiederholt werden: Erstmals im Kreis
Trier-Saarburg und darüber hinaus haben sich gleich vier Dörfer, die im
Testament des Diakons erstmals urkundlich erwähnt werden, zusammengetan, um
sich der gemeinsamen Geschichte zu erinnern. In diesem Jahr
werden wir gleich viermal an den fränkischen Diakon erinnert werden, wenn in
den vier Ortsgemeinden die Bronzetafeln im Rahmen dörflicher Veranstaltungen
enthüllt werden und diese – für jeden sichtbar – die gemeinsame Geschichte
dauerhaft und nachhaltig dokumentieren und bewahren. Die Arbeit in
der Kultur- und Geschichtswerkstatt im Historischen Bahnhof geht kontinuierlich
weiter und das zeigt sich nicht zuletzt in der Herausgabe von Büchern im
vereinseigenen Verlag Alta Silva. Im
vergangenen Jahr wurden zwei neue Bücher vorgestellt: ein reichlich bebilderter
Gedichtband von Raimund Kläser und ein Buch von Berthold Müller über die
Großfamilie Birtel aus Krettnich, deren Urahn – ein geschickter Unternehmer und
Erzgrubenbesitzer – als Bauernkönig
bezeichnet wurde. Für die erste
Jahreshälfte ist die Herausgabe von zwei Publikationen vorgesehen. Zum einen
wird das Buch von Albert Lehnen, gut recherchierte Erinnerungen aus seiner
Jugendzeit, erscheinen und zum anderen ein Buch über den 1965 verstorbenen
Lehrer und Heimatschriftsteller Matthias Lang mit einer von Manfred Moßmann
getroffenen Auswahl der besten Gedichte und Erzählungen in Mundart und
Hochdeutsch und einem ausführlichen Lebensbild dees Schriftstellers von Dittmar
Lauer. Nicht
vergessen werden die weiteren Vorarbeiten für die geplante Chronik der Gemeinde
Hinzert-Pölert, auf deren Herausgabe man – und zwar in nicht allzu ferner
Zukunft – in der Doppelgemeinde gespannt ist. Nach diesen Verpflichtungen
werden wir die bereits vorgestellten Chronikbände unserer eigenen Gemeinde in
der vorgesehenen Reihenfolge fertig stellen und herausgeben. Für das
begonnene Jahr 2010 wünsche ich Ihnen alles erdenklich Gute, dass das, was Sie
sich wünschen, in Erfüllung gehen möge und Zuversicht in allem, was Sie
begonnen haben und zu Ende bringen wollen, denn – nach dem Aphoristiker Werner
Mitsch: Die Zuversicht ist ein Kräftigungsmittel
für die Seele. 80 Jahre Manfred
Lang feiert Geburtstag Manfred Lang, der jahrzehntelang in der Keller
Kommunalpolitik an führender Stelle tätig war, konnte seinen 80. Geburtstag im
Freundeskreis feiern. In Ansprachen und Grußadressen kam die Hochachtung zum
Ausdruck, die der Jubilar nach wie vor genießt. Auf eigenen Wunsch hatte Manfred Lang auf
persönliche Geschenke und Zuwendungen verzichtet und statt dessen um Spenden für
den Kindergarten St. Michael gebeten.
So kam eine stattliche Summe in Höhe von 2.515 € zusammen, die Manfred Lang der
Leiterin des Kindergartens, Schwester Maria-Regina, überreichen konnte. Die
Spende wird für die Anschaffung besonderer Spielobjekte sowie für neues
Mobiliar verwendet. Ein Teilbetrag der Spende von 400 € dient jedoch, im Sinne
des Spenders, dem Kauf von Wolle für die Missionsstrickrunde im Schwesternhaus. Das gesamte Team des Kindergartens gratulierte dem
Jubilar Herrn Lang nachträglich sehr herzlich zu seinem Festtag und wünschte
ihm von Herzen Gottes reichsten Segen und eine gute Gesundheit für noch
zahlreiche glückliche Lebensjahre. Timo Philippi
gewinnt Lesewettbewerb Der
Börsenverein des Deutschen Buchhandels schreibt jedes Jahr einen
Vorlesewettbewerb für die 6. Klassen aus, an dem auch die Realschule plus
teilnahm. Dabei wird zunächst in jeder der drei Klassen ein Klassensieger ausgelesen. Bei der Abstimmung sind
Schüler und Lehrer gleichermaßen stimmberechtigt. Die drei Klassenbesten müssen
dann vor großem Publikum aus einem Buch ihrer Wahl und aus einem ihnen bisher
noch nicht bekannten Buch Kostproben ihrer Vorlesekunst ablegen. Die Jury
ermittelte als Schulsieger Timo Philippi, dem der Schulleiter Bernd Staudt und
sein Stellvertreter Herbert Behres mit einem Buchgeschenk und einer Urkunde
gratulierten. 100 Jahre Magdalena Lang
älteste Frau Einen seltenen
Geburtstag konnte Magdalena Lang geb. Heyer im Kreise ihrer Familienangehörigen
begehen: Sie wurde 100 Jahre alt und ist damit die älteste Frau in der
Gemeinde. Sie wohnt bei ihrer Tochter gleichen Namens, die ihre Mutter seit
Jahren pflegt und betreut. Die im Jahre
1910 geborene Jubilarin, die Jüngste von zehn Kindern, hatte 1936 den Landwirt
Johann Lang geheiratet. Der Bauernhof der Familie Lang stand dort, wo heute die
Heizungs- und Sanitärfirma HWH (der ehemalige X-Markt) ihr Geschäft hat. Neben
der Landwirtschaft eröffnete Magdalena Lang den Kolonialwarenladen, den schon ihre Schwiegermutter betrieb, später
aber aufgegeben hatte, wieder. Zu den
zahlreichen Gratulanten fanden sich in Vertretung des Landrats Günther Schartz
der Erste Beigeordnete Dieter Schmitt, Bürgermeister Werner Angsten und
Ortsbürgermeister Markus Lehnen ein. Zwei Monate
später ist die hundertjährige Magdalena Lang gestorben. Sie wurde unter großer
Anteilnahme zu Grabe getragen. Jasmin I. und Cacey I. Unter dem
Motto Auf hoher See mit Callida –
Fastnacht wie’s bis heut‘ nicht war eröffnete der Karnevalsclub Callida die bevorstehende Session.
Witterungsbedingt musste die Proklamation im Gasthaus Zum Friedlichen Landmann vorgenommen werden. Die spannende Frage
nach dem neuen Prinzenpaar lüftete – begleitet vom Musikverein Concordia – Sitzungspräsident Klaus Marx:
Es sind in diesem Jahr Jasmin I. und Cacey I., die die närrische Schar sogleich
begrüßten, wobei der Prinz den Vogel abschoss, indem er in Kennedy-Manier
erklärte: Eisch seien en Keller! Heimatverein
Hasborn zu Besuch Etwa zwanzig
Vorständler und Mitglieder des Heimatvereins Hasborn besuchten die Geschichtswerkstätte
im Historischen Bahnhof, um sich über ihre Ortsgeschichte zu informieren. Sie
zeigten sich überrascht von den zahlreichen Archivalien-Kopien mit Hasborner
Betreffen, die in den Archivkisten abgelegt sind. Hasborn gehörte bis etwa 1800
zum kurfürstlichen Amt Grimburg und ist daher mit dessen Geschichte sehr eng verknüpft. Callida
auf Kreuzfahrt Sie waren in
den letzten Jahren schon im Märchenland, im wilden Westen, im Morgenland oder
auf der Alpen-Alm. Doch in dieser Session legen die Keller Karnevalisten sogar
noch eins drauf und erobern die sieben Weltmeere. Auf hoher See mit Callida - Fastnacht wie's bis heut nicht war, lautet
diesmal ihr Motto, und passend dazu haben sie bei ihrer Prunksitzung fast 500
Zuhörer zu einer vierstündigen Kreuzfahrt mit dem Traumschiff Callida begrüßt. Klar: Mit den Garden im
Gefolge ist es zunächst dem ehrwürdigen Elferrat vorbehalten, pünktlich um
20.11 Uhr mit donnerndem Applaus Alaaf
olé in die Sporthalle einzuziehen, an Bord zu marschieren und die Kapitänsbrücke
- einen eigens neben der Bühne aufgebauten Ozeanriesen - zu besetzen. Die
Kommandanten stellen schon gleich klar: Auf dieser Kreuzfahrt ist Frohsinn
angesagt, und deshalb waren für Politiker keine Plätze mehr auf der Callida frei. Für die hohen Herren haben wir lieber Fünf-Sterne-Suiten auf der
Titanic reserviert, verkündet Edgar Thielen. Dann aber werden die Segel
gesetzt und das Narrenschiff nimmt in den folgenden vier Stunden volle Fahrt
auf. Zunächst
stehen natürlich die wichtigsten zwei Passagiere im Mittelpunkt, und der Keller
Karnevalsklub huldigt seinem Prinzenpaar Jasmin I. und Cacey I. Letzterer
erobert die Herzen des Narrenvolks im Sturm, weil er sich an seinen berühmten
Landsmann John F. Kennedy erinnert und immer, wenn der Text seiner deutschen
Rede zu schwer wird, mit stolzgeschwellter Brust betont: Ich bin ein Keller! Ein Ticket auf
der Callida haben sich auch zwei
ältere Damen (Aloys Stüber und Edith Lehnen) gesichert, die mit dem Rollator
aus dem Keller Seniorenheim ausgebüxt sind und nun über längst verflossene
Zeiten sinnieren, als ihnen die Männerwelt noch zu Füßen lag. Unter den
Passagieren gibt es aber auch etliche skurille Gestalten. So steigen der
Clochard Reinhard Lorenz, der Paul-Panzer-Imitator Sebastian Thielen oder der greiliche Norbert Stüber in die Bütt.
Sie schwadronieren über Gott und die Welt, wobei es auf Deck auch mal
schlüpfrig werden kann. Mit Vorliebe wird natürlich über das aktuelle
Dorfgeschehen im Heimathafen Kell getratscht und manche Berühmtheit in der
Bürgerschaft durch den Kakao gezogen. Johannes Reitz und Klaus Marx wird
beispielsweise das beinahe unendliche Warten auf's neue Feuerwehrhaus nun doch
zu bunt, und deshalb versuchen sie, aus Styropor-Platten selbst eins zu bauen. Besonders
genüsslich weiden sich die Keller aber am Schicksal ihrer lieben Nachbarn aus
Schillingen, in deren Halle nun doch tatsächlich und ganz ohne Witz durch einen
Wasserrohrbruch Land unter herrscht.
Das hätte zwar zum Keller Karnevalsmotto gut gepasst: Aber bevor wir unsere Prunksitzung in Schillingen machen, wird Käpt'n
Ahab von Moby Dick wieder ausgespuckt, frozzelt Edgar Thielen. Eins wird aber
bei dieser Kreuzfahrt auch deutlich: So richtig schlagen die Wogen der
Begeisterung meistens dann hoch, wenn getanzt wird. Denn es sind vor allem die
fulminanten Auftritte der Hof- und Prinzengarde, des Funkenmariechens Katharina
Klaeser und des Männerballetts, die das Publikum zum stürmischen Applaus beim
Karneval auf hoher See animieren. Mitwirkende:
Jasmin I. und Cacey. I. (Prinzenpaar), Edgar Thielen (Einleitung), Klaus Marx
(Sitzungspräsident) und Elferrat (Seemannschor), Rainer Lauer und Mechthild
Stumm (silbernes Prinzenpaar), Nobert Stüber, Johannes Reitz, Sebastian
Thielen, Reinhard Lorenz, Aloys Stüber und Edith Lehnen (Büttenreden),
Katharina Klaeser (Funkenmariechen), Männerballett (Leitung Saskia Lehnen),
Hofgarde (Leitung Franziska Marx und Dorothee Waschbüsch), Prinzengarde
(Leitung Jasmin Barthel), Gast-Prinzenpaare aus Schillingen, Reinsfeld und
Greimerath, Musikverein Concordia
(Bordkapelle) Herrensitzung
bei Callida Mehr als 150
närrische Männer erlebten über vier Stunden ein prall gefülltes Programm bei
der Herrensitzung im Saal Zum Friedlichen
Landmann. Zahlreiche Beiträge, Gesang und deftige Tänze zeichneten einen
männerfreundlichen, aber dennoch nicht frauenfeindlichen Nachmittag aus. Besonders viele
Ovationen erhielt Paul Panzer alias Sebastian Thielen, der auch in diesem Jahr
wieder bewies, dass er sich in Optik und Vortrag unmittelbar am Original
bewegt. Februar Rektor
Walter Stephan im Ruhestand Mit einem bunten Programm unter
dem Motto Zirkus Fantastico haben die
112 Kinder der Grundschule Schillingen ihren Rektor Walter Stephan in den
Ruhestand verabschiedet. Bei der Feierstunde in der Schulsporthalle waren auch
das Lehrerkollegium sowie das frühere Lehrer-kollegium mit den Schulleitern
Bernd Morgen und Josef Meyer, Pastor Thomas Linnartz, Bürgermeister Werner
Angsten sowie die Ortsbürgermeister von Kell am See, Heddert und Schillingen
(Markus Lehnen, Josef Wagner und Markus Franzen) dabei. Es
ist heute ein besonderer Tag, sagte
Lehrersprecher Manfred Rommelfanger. Nicht
nur die Ausgabe der Zeugnisse stehe an, sondern auch die Verabschiedung des
Schulleiters, Walter Stephan, der 20 Jahre an der Grundschule Schillingen als
Lehrer tätig war. Es war ein großer Bahnhof für den scheidenden Rektor, der
nun in die Passivphase der Altersteilzeit tritt. Gemeindereferentin Anita
Ludwig, die Kindergartenleiterinnen der Kindergärten aus Kell am See und
Schillingen, die Schulleiter aus den benachbarten Grundschulen der
Verbandsgemeinde, aber auch die Vertreter der Realschule plus mit dem früheren
Schulleiter Alfons Bonerz waren der Einladung gefolgt. Für den
Schulelternbeirat kamen Sarah Bärwinkel-Alten und Johannes Reitz, für den Förderverein
Klaus Lofi. Unter dem Motto Zirkus Fantastico führten alle Klassen
der Grundschule ein kurzweiliges und attraktives Programm vor, das die vielen
Facetten einer lebendigen Schule aufzeigte. Regierungs-schuldirektorin Margret
Meier ließ die wichtigsten Ereignisse Revue passieren und blickte auf das
Lebenswerk des Schulleiters zurück. Seine beruflichen Stationen hätten den
gebürtigen Saarländer über das Landesheim für Gehörlose und Schwerhörige Trier,
die Hauptschule Kell am See, die Grund- und Hauptschule Trier-Ruwer 1987 bis in
die Grundschule Schillingen geführt. Das Wohl der Kinder hätte bei dem
beliebten Lehrer stets im Vordergrund gestanden. Stephan habe Spuren hinterlassen,
sagte die Schulaufsichtsbeamtin. Mit Einfühlungsvermögen und einer Portion
Organisationstalent habe er gestaltet und mitgestaltet und seine Arbeiten
erfolgreich umgesetzt. Werte seien vorgelebt worden. Die Grundschule Schillingen habe
nicht zuletzt wegen der guten Arbeit von Stephan in der Öffentlichkeit ein
gutes Image, sagte Bürgermeister Werner Angsten. Die Bildung habe insgesamt in
der Verbandsgemeinde einen guten Stellenwert. Er überreichte dem scheidenden
Pädagogen ein Bild, gemalt von Ursula Stimmler aus Züsch, Ehefrau Gabriele
erhielt eine Orchidee. Der Personalratsvorsitzende, Manfred Rommelfanger,
bedankte sich für die kollegiale Zusammenarbeit zwischen dem Lehrerkollegium
und Rektor Walter Stephan. Primus
inter pares – Erster unter Gleichen – so habe er
seine Schulleitung verstanden. Stephan sei ein Multitalent gewesen und habe in
dem interdependenten Feld von teilweise widersprüchlichen Interessen der
Schüler, Eltern, des Schulträgers und der Kollegen vermitteln und Kompromisse
schließen können. Kindergarten plus Wir bedanken uns alle ganz
herzlich beim Lions-Club Hochwald, der dieses Projekt mit seinen Kosten in Höhe
von 750 Euro in jedem Jahr möglich macht, verkündete
Ordensschwester Maria Regina. Der Club kümmert sich, nachdem er bereits in den
vergangenen Jahren die Patenschaft für das Programm Kindergarten plus
übernommen hatte, auch in diesem Jahr um die Einrichtung in Kell am See. Präsident Jürgen Emmerich gab eine
Übersicht über das Programm, das die kindliche Persönlichkeit stärken soll und
sich an vier- bis fünfjährige Kinder in Kindertageseinrichtungen richtet. Es
bestehe aus neun Bausteinen, die in einer extra dafür zusammengestellten Gruppe
im Zeitraum eines halben Jahres durchgeführt werden. Ziel sei es, die soziale,
emotionale und geistige Bildung der Kinder, darunter Fremdwahrnehmung,
Einfühlungsvermögen, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit, Wahrnehmung von
Selbstwirksamkeit und Eigenkompetenz, Motivations-, Leistungs- und Beziehungsfähigkeit
zu stärken und zu fördern. An
den neun Vormittagen geht es um die Themen Körper, Sinne, Gefühle, Beziehungen,
Grenzen und Struktur. In Spielen, Übungen, Gesprächen, Liedern und mit
kreativen Methoden werden die Kinder angeleitet, sich selbst und andere mit
ihren speziellen Eigenarten und Gefühlen bewusst wahrnehmen und ausdrücken zu
können, sagte Sandra Walther, die speziell ausgebildete
Trainerin des Keller Kindergartens. Den Eltern werde durch Kindergarten plus vermittelt, dass sie für den Bildungserfolg ihres
Kindes eine herausragende und unersetzliche Rolle spielen. Parallel zum
Programm mit den Kindern erhalten sie speziell gestaltete Elternbriefe, in
denen sie über die Inhalte der Module informiert werden. Kindergarten
plus wird über Programmpaten finanziert. In
vielen Fällen wie auch am Beispiel Kell am See sei dies ein Lions Club,
erklärte Emmerich. Er habe Kindergarten
plus, das von der Deutschen Liga für das Kind entwickelt wurde, in sein
Förderprogramm aufgenommen. Es beinhaltet neun Module für die
Kinder, zehn Elternbriefe mit Informationen und Anregungen parallel zu den
Themen sowie pädagogische Materialien für die Erzieherinnen und Trainerinnen.
Die beiden Handpuppen Tula und Tim sind den Erzieherinnen zur Nachbereitung der
Module eine große Hilfe. Zwei Elternabende zur Vor- und Nachbereitung des
Programms mit Eltern und Erzieherinnen runden das Programm ab. Rathaus
wird gestürmt Auch im Rathaus in Kell ist gegen
die geballten karnevalistischen Sturmtruppen aus der gesamten Verbandsgemeinde
kein Kraut gewachsen. Hausherr Werner Angsten und seine getreuen
Verwaltungsmitarbeiter sehen sich Aug in Aug mit einer kostümierten
Putschisten-Schar. Die Aufständischen kommen vom heimischen Karnevalsklub Callida, aus Greimerath, Mandern,
Schillingen-Heddert, Lampaden und Zerf. Dem alterfahrenen Bürgermeister
wird schnell bewusst: Hier ist jeder Widerstand zwecklos, die Zeit seiner
Regentschaft ist vorbei, und es bleibt ihm nichts anderes übrig, als vorläufig
abzudanken. Das macht Angsten aber nur, indem er sich in Galgenhumor flüchtet
und seinen närrischen Nachfolgern zuruft: Nehmt
den Rathaus-Schlüssel und geht hin, in unserer Kasse ist sowieso nichts drin! Bezirksparteitag
in der Kulturhalle In der Sport- und Kulturhalle fand
der CDU-Bezirksparteitag statt. Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Neuwahl
des Bezirksvorstandes. Der bisherige Vorsitzende Michael Billen hatte schon im
Vorfeld signalisiert, dass er nicht mehr kandidieren würde. An seine Stelle
wurde Patrick Schnieder, Bürgermeister der Eifel-Verbandsgemeinde Arzfeld und
Vorsitzender der KPV im Bezirk Trier gewählt. Hauptredner war der CDU-Landesvorsitzende
Christian Baldauf. Ein Grußwort sprach u.a. auch der CDU-Ortsvorsitzende Horst
Glessner. Horst Zimmert
neuer SV-Vorsitzender Letzte
Amtshandlung: Volker Klaeser begrüßte die Mitglieder zur Jahreshauptversammlung
des SV Kell und zog in seinem Bericht nicht nur einen Rückblick auf das
vergangene Geschäftsjahr, sondern auch auf seine gesamte Amtszeit als
Vorsitzender. Es seien sehr arbeitsintensive und bewegte Jahre gewesen. Wie
Klaeser stellte sich auch der zweite Vorsitzende, Detlef Schmitz, nicht wieder
zur Wahl. Tina Reichert gibt die Leitung der Turnabteilung in andere Hände ab. Der
Sportverein hat rund 670 Mitglieder und bietet eine Vielzahl an sportlichen
Möglichkeiten. Die Bilanz fiel bei allen Abteilungen positiv aus. Auf
der Tagesordnung stand die Neuwahl des Vorstandes. Der Sportkreisvorsitzende
und Ehrenvorsitzende des SV Kell, Felix Jäger, übernahm die
Versammlungsleitung. Auf Vorschlag des alten Vorstandes wurde Horst Zimmert
einstimmig zum neuen ersten Vorsitzenden des Sportvereins gewählt. Zuvor
stellte sich Zimmert der Versammlung vor und machte deutlich, dass er als neuer
Vorsitzender ein Augenmerk auf alle Abteilungen des SV legen werde. Eine
besondere Aufgabe, die auf Zimmert in seinem ersten Amtsjahr zukommt, ist das
Jubiläumsfest im August, das der Verein anlässlich seines 90-jährigen Bestehens
feiert. Die Fußballabteilung wird in Zukunft ein Schwerpunkt des neuen zweiten
Vorsitzenden und des Abteilungsleiters Fußball sein. Den
neuen Vorstand, der ohne Gegenstimme gewählt wurde, bilden: erster
Vorsitzender: Horst Zimmert; zweiter Vorsitzender: Thomas Kohler; Geschäftsführer:
Martin Reichert; Kassenwart: Markus Hau; Jugendleiter: Udo Müller;
stellvertretender Jugendleiter: Rüdiger Backes; Beisitzer: Gabi Behres, Hannah
Stephan, Holger Weiland, Christian Glessner. Die
neugewählten Abteilungsleiter: Basketball: Jan Schmitt, Stellvertreter: Jochen
Stephan; Fußball: Marco Justinger, Stellvertreter: Christian Glessner; Schach:
Manfred Hornetz, Stellvertreter: Winfried Klaeser; Tischtennis: Alfons Eibel,
Stellvertreter: Peter Kirchen; Turnen: Elke Jungblut, Stellvertreterin: Tina
Reichert. Karnevalsumzug
in Schillingen Die Ortschaften
Kell am See und Schillingen führen ihre Umzüge gemeinsam durch, wobei sie von
Jahr zu Jahr den Umzugsort wechseln. Das wirkte sich auch in diesem Jahr wieder
auf Quantität und Qualität aus. Schillingens Ortsbürgermeister Markus Franzen,
der eigens für diesen Tag veranlasst hatte, dass
auf den Straßen im Ortsmittelpunkt eine Bodenheizung verlegt worden war,
verkündete die Teilnehmeranzahl: 42 geschmückte Wagen und bunte Fußgängergruppen
hatten sich gemeldet und sparten nicht mit Kamellen und anderen Süßigkeiten.
Zahlreiche Fußbälle wurden zur Freude der Kleinen von einem Wagen hoch in die
Luft geschossen. Der Fänger konnte den Ball sein Eigen nennen. Die
Karnevalsgruppen befassten sich, wie nicht anders zu erwarten, auch mit dem
geplanten Steinbruch bei Mandern, den die Hedderter gerne gegen ihre übel
riechende Hühnerfarm tauschen würden. Pokalschreck
Jugendfeuerwehr Schillingen strebt dagegen die Weltmeisterschaft an. Für
Aufsehen sorgte die Hedderter Eisenbahn, die bereits in der Kappensitzung
großen Beifall heraufbeschworen hatte. KS-Logistic&Services Auf
einem Hallenareal von 5000 Quadratmetern sind seit kurzem in Kell über 1000
Teile von der kleinen Unterlegscheibe bis zum größeren Rohr deponiert, die alle
einem Zweck dienen. Die Logistiker sind für die laufende Materialversorgung
eines Automobilzulieferers im Hochwald
– so die offizielle Sprachregelung - zuständig. Gemeint ist damit das
Bilstein-Werk. KS übernimmt also die Beschaffung, Lagerung und Anlieferung der
kompletten Palette an Teilen, die in Mandern für die Stoßdämpferherstellung
nötig ist. Die Spedition soll demnach dafür garantieren, dass beim Autozulieferer
die Produktionskette nicht wegen fehlender Teile abreißt. Über ein eigens eingerichtetes
EDV-System, so Konze, erhält sein Unternehmen direkt vom Autozulieferer die
Nachricht, für welche Materialien Bedarf besteht. Sechs bis sieben LKW-Fuhren
gehen täglich von der Keller Halle zum Werk nach Mandern raus. Außerdem kommen
laut Konze bis zu zehn LKW täglich an, um aus ganz Europa die für die
Stoßdämpferproduktion nötigen Teile in Kell anzuliefern und zwischenzulagern. Früher
sei die Logistik für das Manderner Werk von Trier aus von einer anderen Firma gesteuert
worden. Wegen der größeren Nähe habe sich der Automobilzulieferer aber für die
Verlagerung der Logistik nach Kell entschieden und seinem Unternehmen den
Zuschlag gegeben, so Konze im TV-Gespräch. Circa 500 000 Euro habe KS in die
Einrichtung der Halle am neuen Standort im Hochwald investiert. In etwa
gleicher Höhe hat sich Vermieter Geiger an baulichen Veränderungen – etwa der
Installation der neuen Laderampe – finanziell beteiligt. Möglicherweise
will Konze die Aktivitäten von KS in Kell noch ausweiten. Wir überlegen ernsthaft, inwiefern wir unser Dienstleistungsangebot
auch anderen Kunden in der Region Trier und in Luxemburg anbieten werden,
sagt der Geschäftsführer von KS. Für
Ortsbürgermeister Markus Lehnen wäre das wünschenswert. Er sei aber schon heute
froh, dass im früheren Türenwerk wieder
etwas läuft, eine Halle schon wieder genutzt wird und es keine leer stehende Ruine
mitten im Ort gibt. Klar sei aber auch, dass die Kommune nach der Ansiedlung
von KS darauf hofft, dass weitere
Folgefirmen nach Kell kommen. Dort oben sind ja noch andere Hallen frei,
sagt Lehnen. Ehrennadel
für Karl-Heinz Willger Der
Ministerpräsident Kurt Beck hat Karl-Heinz Willger die Ehrennadel des Landes
Rheinland-Pfalz verliehen. Im Rahmen einer Feierstunde in der Kreisverwaltung
überreichte Landrat Günther Schartz eine Urkunde und die Ehrennadel. Er hob die
herausragenden Leistungen Karl-Heinz Willgers hervor, vor allem im
musikalischen Bereich. Seit 1972 sei er im Vorstand des heimischen Musikvereins
Concordia, davon alleine 16 Jahre als
erster Vorsitzender und 12 Jahre als Stellvertreter. Seit Gründung im Jahre
1990 stehe er dem Verbandsgemeinde-Orchester als Dirigent vor. Dem Ortsgemeinderat
hat Karl-Heinz Willger angehört. Als Initiator des größten Projektes in der
Vereinsgeschichte, dem Umbau des Millenhauses
zu einem Vereinshaus, habe er sich ebenfalls große Verdienste erworben. Den
Glückwünschen des Landrates schlossen sich Bürgermeister Werner Angsten und der
erste Beigeordnete Horst Glessner an. Angebot
erweitert Hier werden die
Menschen nicht einfach so geparkt, versichert die Leiterin des
DRK-Seniorenzentrums Kell am See, Sigrun Bergtold, gegenüber Heidi
Hans-Sadowsky, die ihre Mutter, Klara Hans, als erste Nutzerin des neuen
Tagespflegeangebotes in die Einrichtung brachte. Vier neue sogenannte
Präsenzkräfte stehen nun zur Verfügung. Auf Vorlieben bei Speisen und
Getränken, Interessen sowie körperliche Bedürfnisse gehen die Kräfte ein, um
den Aufenthalt angenehm und integriert in den Alltag der anderen Heimbewohner
zu gestalten. Als pflegende
Angehörige hat man es nicht leicht, bestätigt die Tochter der 85-Jährigen.
Heidi Hans-Sadowsky muss rund um die Uhr für ihre Mutter da sein. Stehen
beispielsweise Einkäufe an, muss Ersatz gefunden werden. Ich habe immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich aus dem Haus gehe,
beklagt die Tochter. Das
ist jetzt anders, denn sie weiß ihre Mutter zweimal die Woche im Seniorenzentrum
in guten Händen und kann dann selbst einmal ausspannen. Die 52-Jährige pflegt
ihre Mutter seit 2006. Zum Glück muss ich
sie noch nicht heben, erklärt sie. Aber sonst muss bei allen Tätigkeiten
der Seniorin jemand dabei sein. Auf Dauer stresse das so, dass Gefahr besteht,
selbst krank zu werden. Bis Sommer
letzten Jahres hatten wir noch keine Präsenzkräfte, erläutert
Heimleiterin Bergtold. Die normalen Pflegekräfte seien jedoch mit dieser
zusätzlichen Aufgabe überlastet gewesen. Die neuen Mitarbeiterinnen wie Erna
Rimpler sind speziell für den Umgang mit alten und demenziell Erkrankten
ausgebildet worden. Abwechslungsreich sollen die Tage im Seniorenzentrum
gestaltet werden. Da läuft schon mal eine Platte von Zarah Leander, es wird
vorgelesen oder Karten gespielt. Das
Langzeitgedächtnis funktioniert bei den älteren Leuten meist noch sehr gut, bestätigt
Rimpler. Gerne erzählen die Bewohner von früher. In die Planung des
Tageablaufes werden alle Nutzer mit einbezogen. Die Angehörigen werden fachlich
beraten, damit die häusliche Pflege lange möglich bleibt. Schäden
durch Xynthia Leicht in Mitleidenschaft gezogen hat Xynthia den
Hochseilgarten im Freizeitbereich Arenswie-se.
Laut Betreiber Oliver Goerke haben sich zwei Bäume, an denen Plattformen
befestigt sind, durch den Orkan geneigt. Die Plattformen werden an anderen
Bäumen installiert und der Parcours umgelegt. Wir sind glimpflich davongekommen, sagt Oliver Goerke. Die Wiedereröffnung
sei durch die Schäden nicht gefährdet. März Highway to Kell zum Siebten Seit September vergangenen Jahres
hat Markus Hau mit seinem sechsköpfigen Team die siebte Auflage des Festivals Highway to Kell organisiert. Als sowohl
die Heavy- Rocker Rammstein als auch Metallica neue CDs herausbrachten,
standen die beiden Tribute-Bands fest: Moretalli-ca
aus Trier und nach zwei Jahren erneut Feuerengel
aus Bremen. Mehr als 100 Helfer wurden
mobilisiert - vom Sicherheitsdienst über die Besetzung der Küche, der Sektbar,
diverse Getränkeschlepper sowie einen Thekendienst. Wichtig ist diesmal wieder der Brandschutz, scherzte Hau in Anspielung
auf die Show der Band Feuerengel
später am Abend. Doch die Brandbekämpfer wussten, was auf sie zukommt. 1200
Besucher, und keineswegs nur Jugendliche, wollten das nicht verpassen. Los ging es schon am Tag zuvor mit
einem Menschenkicker-Turnier. Da hatten
drei Generationen Spaß, freute sich Hau. Turniersieger wurden Die Bombastischen aus Kell. Moretallica,
das ist eine lustige Truppe mit Andreas Adam (Gesang und Gitarre), Stefan
Zender (Schlagzeug), Jürgen Hein (Bass) und Oliver Marmann (Lead-Gitarre), die
sich als Tribute-Band der Heavy-Metal-Musik von Metallica verschrieben haben. Das
ist glaubwürdige Musik mit viel Tempo – wie im richtigen Leben, meinte
Andreas. Das auf der Bühne zu spielen, sei ein befreiendes Gefühl, fügte er
hinzu und zeigte die Tattoos einiger Plattencover auf seinem Körper. Er hat Metallica sozusagen immer dabei. Wer Feuerengel nach der Besetzung fragt, bekommt nur Vornamen: Boris
(Gesang), Thorsten (Keyboards), Christoph (Schlagzeug), Daniel (Gitarre),
Florian (Gitarre) und Holger (Bass). Letzterer besuchte 1997 ein Rammstein-Konzert und gründete danach
spontan die Coverband Feuerengel.
Ganz frische Songs wie Waidmannsheil
und Liebe ist für alle da wurden authentisch
interpretiert. Doch dafür allein besucht niemand ein Feuerengel-Konzert, denn wie bei den Originalen geht es stets heiß
her. Flammenwerfer, Explosionen und Feuersäulen unterstreichen den donnernden
Sound. Da wird schon mal Keyboarder Thorsten in einem riesigen Kochtopf per Flammenwerfer
von Sänger Boris ein wenig gegrillt. Wir
haben ein eigenes Pyrotechnik-Team. Sonst wäre das verboten,
erklärte Florian und betonte stolz: Da
ist noch nie ein Unfall passiert. Sein Urteil zum Konzert: Das Publikum ist unwahrscheinlich gut drauf.
Ein echt geiler Abend. Erste Radstation
im Hochwald Mit der Fertigstellung des
Ruwer-Hochwald-Radweges hat sich der Stellenwert des Radtourismus innerhalb der
Verbandsgemeinde Kell am See grundlegend verändert. Einhergehend mit diesem
generellen-Wandel und einer wachsenden Nachfrage nach radtouristischen
Angeboten hat sich auch die örtliche Hotellerie diesem Wachstumssegment
angepasst und bietet verstärkt radspezifische Angebote und Dienstleistungen an.
So hat das Hotel Zur Post in Kell am See, welches bereits im vergangenen Jahr
einen Mountainbike-Verleih aufgebaut hat, die Wintermonate genutzt, um seine
Angebotspalette für radsportinteressierte Gäste umfassend zu erweitern.
Pünktlich vor Beginn der anstehenden Saison lud Familie Krämer zur Eröffnung
der ersten Hochwälder Radstation ein. Diese umfasst, neben dem bereits
bestens angelaufenen MTB-Verleih, nun auch den Verleih von zwei Elektro-Bikes
und eine Indoor-Radstation, in der hoteleigene Gäste, aber auch Gruppen aus der
Umgebung wetterunabhängig ihre Fitness verbessern und sich auf die Rad-Freiluft-Saison
vorbereiten können. Darüber hinaus kann man sich am dort installierten
Computer eigene Radtourenvorschläge ausdrucken und, nach einer schweißtreibenden
Spinningrunde, gar die Annehmlichkeiten einer Massage genießen. Die Physiotherapeutin
Ines Geibel-Pazen steht nach Absprache für die Wander- und Radfahrgäste des
Hotels in den neuen Räumlichkeiten zur Verfügung. Drei neue
Familienbücher Volles Haus in der Alten Mühle,
denn zahlreiche Bürger aus der Region hatten sich eingefunden, um der Präsentation
des neuen Werkes von Heribert Scholer beizuwohnen. Gleich drei Bücher hat Scholer in
den vergangenen drei Jahren fertiggestellt und dabei Erfassungsdaten für die
Ortschaften Kell am See, Mandern/Waldweiler und Schillingen/Heddert
verarbeitet. Seine Arbeit mit den Daten der
Bürger aus der Region beschreibt Scholer selbst so: Ich erfasse komplette Kirchenbücher über Geburts- und Sterbedaten bis
zum Jahr 1899 zum Zweck der Erfassung von Familien- und Standesamts-Daten. Auch
Standesamtsbücher aus dieser Zeit werte ich aus. Was danach kommt, unterliegt
allerdings dem Datenschutz und darf von mir nicht berücksichtigt werden. Heribert Scholer besorgt sich für
sein Schaffen aus den einzelnen Ortschaften und Pfarreien die Kirchen- und
Standesamtsbücher, deren Eintragungen in den meisten Fällen allerdings in
lateinischer Sprache vorgenommen wurden. Den einzelnen Personenpassagen
entnimmt er die erforderlichen Daten wie Namen und Vornamen sowie Geburts-,
Tauf- und Heiratsdaten und überträgt diese in ein Computerprogramm. Nach
Komplettierung der Personendaten einer Ortschaft wird das Ergebnis schließlich
als Buch gebunden. Über 40 fertige Bücher aus über
100 Ortschaften aus der gesamten Region von der Saar über den Hunsrück bis zur
Mosel mit den Daten unzähliger Personen hat Scholer in der Vergangenheit
bereits erstellt. Für die Erfassung der Daten hatte
Bürgermeister Werner Angsten dem Autor extra einen Raum innerhalb der
Verbandsgemeinde zur Verfügung gestellt, in dem Scholer ungestört seiner Arbeit
nachgehen konnte. Karl Oehms, Leiter der
Bezirksgruppe Trier für Genealogie, gab den interessierten Zuhörern Einblicke
in die Handhabung der Bücher, wobei er zahlreiche Zitate aus der damaligen Zeit
einbrachte, um die Arbeitsweise der Kirchen und Standesämter zu verdeutlichen.
So sei zum Beispiel ein Kind gestorben
dem Johannesen, das gerade noch trinkend an der Brust lag und von der Mutter,
die eingeschlafen ist, versehentlich erstickt worden ist. Ein solch enormer Arbeitsumfang,
der von Scholer ehrenamtlich geleistet wird, bedarf eines toleranten Partners. Meine Frau Marga ist mit dem, was ich tue,
einverstanden und unterstützt mich, wenn es möglich ist. Fleischerei
Schmitt feiert Im Jahre 1995 übernahm der
Fleischermeister Franz-Josef Schmitt den Betrieb der ehemaligen Fleischerei
Geisen in Niederkell einschließlich der Filialen in Kell und Pluwig. Nachdem
die beiden Söhne Thomas und Bernd mitarbeiten, ist die Fleischerei Schmitt zu
einem richtigen Familienbetrieb mit nunmehr 15-jähriger Tradition geworden. 90
% unserer Produkte stellen wir selbst her, betont
Clementine Schmitt, die jeden Dienstag und Freitag auch auf dem Viehmarkt in
Trier ihre Waren anbietet. Und: Als
besonderen Service bieten wir Jägern an, das von ihnen erlegte Wild fachgerecht
zu zerlegen und portionsweise zu verpacken, so der Inhaber Franz-Josef
Schmitt. Insgesamt 17 Mitarbeiter in der
Produktion und im Verkauf sorgen für einen reibungsfreien und kundenfreundlichen
Ablauf in den Fleischerläden. Die Dorfchronik Hinzert-Pölert... ...macht
Fortschritte. Der Keller Dittmar Lauer, der die Chronik erstellt, referiert im
Hinzerter Bürgerhaus über den Stand seiner Recherchen. Die Chronik soll im
November 2011 erscheinen. Hinzert
war bis zum Ende des alten Reiches um 1800 mit dem Nonnen- und Benediktinerkloster
Pfalzel verbunden, während in Pölert der Trierer Stadtadel über Grundbesitz
verfügte. Dittmar Lauers Ausführungen über die
Geschichte zog 50 Besucher im Hinzerter Bürgerhaus in den Bann. Im November
2011 soll die Chronik erscheinen. Auf Einladung von Ortsbürgermeister Markus
Schmitt informierte Lauer über den Stand seiner Recherchen. Sein Resümee:
Unterschiedlicher kann die Geschichte der beiden Orte nicht sein. Während
Hinzert erst als Grundbesitz einer weiblichen Klostergemeinschaft in Nonnweiler
zur Existenzsicherung beitrug und um das Jahr 1040 einem männlichen Stift
zugesprochen wurde, wird der Grundbesitz in Pölert erstmals bei einem Mitglied
der Trierer Adelsfamilie Palatio im
Jahre 1267 erwähnt. Später tauchte der Pölerter Grundbesitz noch bei anderen Adligen
auf. Der Chronist zeigte den Besuchern
seiner Präsentation zahlreiche Dokumente, angefangen von jahrhundertealten
Landkarten und Urkunden, auf denen Hinzert noch Hintzerath hieß, hin zu Postkarten und Fotos. Lauer will die
Einwohner von Hinzert und Pölert nach Namen von Personen auf Bildern und alten
Flurbezeichnungen fragen. Auch ist er bei seinen Recherchen auf ein bleiernes Kreuz gestoßen, über das er
Informationen sucht. Dem Konzentrationslager Hinzert will Lauer angemessenen
Platz einräumen. Jedoch gebe es darüber ausreichend Literatur. Auch den
Kriegstoten von Hinzert und Pölert widmet sich Lauer. Ich will jedem Gefallenen ein Gesicht geben. Angetan waren die Besucher von den
Ergebnissen der Recherchen. Mechthild Heib aus Pölert fand den Vortrag hoch interessant. Monika Willems aus
Hinzert hat viel Neues erfahren über die Entwicklung des Dorfes. Letztlich
spricht sie aus, was alle Besucher im Bürgerhaus offensichtlich denken: Es ist hoch interessant. Ich freue mich
jetzt schon auf die Chronik. Musical Magics
in Kell Leiden mit Evita und Miss Saigon,
lachen über die sangesfreudigen Sister
Act-Nonnen, wohlige Schauer genießen, wenn der kleine Horrorladen seine Pforten öffnet oder der Tanz der Vampire seinen betörenden und
faszinierenden Charme entfaltet – all das versprachen die Veranstalter im
Vorfeld, und 500 Musical-Freunde schenkten dieser Aussage Glauben. Sie taten
gut daran, denn das, was das Ensemble von Musical
Magics unter der Leitung von Michael Thinnes und der Regie von Marion Wilmer,
einer der Stars des Aufgebotes, in einem Non-Stop-Musical-Medley bot, war
allererste Sahne. Willmer begeisterte ihr Publikum
in den unterschiedlichsten Hauptrollen an großen Musical-Bühnen in ganz Europa.
Zu ihren größten Erfolgen zählen die Musicals Das Phantom der Oper, Cats
oder Die Schöne und das Biest.
Michael Franic fungierte als wortgewandter Conférencier und schlüpfte ganz
nebenbei in die verschiedensten Rollen, dabei in seine Paraderolle des Grafen von Krolock. Zu den professionellen Klängen des
Live-Orchesters, das aus Platzgründen ausnahmsweise hinter einem zweiten
Vorhang Platz nehmen musste, brillierte das perfekt aufeinander abgestimmte
Ensemble mit herausragenden Tänzern und auf stimmlich höchstem Niveau
angesiedelten Sängern. Temporeiche Tanzszenen, mehr als 200 Kostüme,
fantasievolle, nicht überladene Kulissen und Lichteffekte begleiteten eine
Show, die noch lange in Erinnerung bleiben wird. Große
Investitionen Die Kosten für die geplante
Mini-Soccer-Anlage und die nötige Infrastruktur mit Gastronomie, Terrasse,
Toiletten, Parkplätzen und einer späteren Caravan- Stellfläche hat der
Ortsgemeinderat Kell jetzt strikt voneinander getrennt. Von
den förderfähigen Kosten für die Mini-Soccer-Anlage in Höhe von 400.000 €
bekommen wir 60 Prozent vom Wirtschaftsministerium in Mainz,
freut sich Ortsbürgermeister Markus Lehnen. 160.000 € müssen von der Gemeinde
selbst finanziert werden. Lehnen weiß auch schon, woher das
Geld kommen soll. Aus dem Kurbeitrag, der im letzten Jahr rund 100.000 €
brachte, werden pro Jahr bis zu 30.000 € so lange abgezweigt, bis alles bezahlt
ist. Die 160.000 €-Spende des Luxemburger Unternehmers Félix Boy Cloos würde
zwar da genau passen, wird vom Rat aber für das notwendige Gastronomiegebäude
mit Terrasse, Toiletten und Biergarten eingeplant. 12.000
€ kommen dann noch von einer Brauerei. Die Planung kostet uns nichts, aber es
werden noch 18.000 Euro Eigenleistung notwendig,
rechnete Ratsmitglied Dittmar Lauer (CDU) vor. Nur mit dieser Ausstattung könne
die Ortsgemeinde die Anlage in der Arenswiese
(dem früheren Märchenwaldgelände) in Gang bringen. Zusammen mit der
Mini-Soccer-Anlage wird ein Haus mit Gastronomie und Toilettenanlage entstehen.
Das geplante Haus soll später auch Zentrum für den Caravanplatz und alle
umliegenden Tourismusangebote sein. Wir
werden hier ein Highlight auf den Weg bringen, sagt
Ratsmitglied Johannes Reitz euphorisch. Das Freizeitprojekt lässt sich mit
einem Minigolf-Parcours vergleichen. Die Spieler müssen an den verschiedenen
Stationen ihre Geschicklichkeit beweisen, aber mit dem Fußball. Aber nicht nur der Kurbeitrag
müsse für das Gastronomiegebäude herangezogen werden, sondern auch die
künftigen Pachteinnahmen aus der Anlage. Das neue Gebäude soll 19,50 Meter lang
und 6,50 Meter breit werden. Eine Terrasse mit einer Tiefe von vier Metern
bietet Platz nicht nur für die Nutzer der Mini-Soccer-Anlage. Alle Touristen,
die Kell besuchen, sollen etwas von dem neuen Haus haben. Die
Kommunalaufsicht muss noch zustimmen, macht Lehnen
deutlich. Die Behörde stehe dem Vorhaben aber positiv gegenüber. Es seien
Projekte, die Kell im Tourismusangebot weiter hervorheben. Auch für das
Feriendorf sei die Attraktion wichtig und außerdem: Die Konkurrenz schläft nicht. Johannes Reitz forderte eine
Rentabilitätsberechnung. Ins gleiche Horn stieß das fraktionslose Ratsmitglied
Horst Zimmert. Wir
können bei der Finanzierung auf unseren Kurbeitrag bauen, denn der darf nur für
die touristische Infrastruktur eingesetzt werden und ist nicht umlagepflichtig,
erklärte Lehnen. Der Ortsgemeinderat erkannte die
Planung und Finanzierung der Soccer-Anlage an. Ein Planungsauftrag wurde
vergeben, vorausgesetzt die Kommunalaufsicht des Landkreises stimmt zu. Begeistert von
der Lesenacht Kinder der Klasse 3 an der Schillinger Grundschule
haben mit den Eltern und ihrem Klassenlehrer Herr Classen eine Lesenacht
veranstaltet. In der Schülerbücherei bauten die Schüler ihre Betten auf. Danach
starteten sie zu einer Nachtwanderung, die rund eineinhalb Stunden dauerte und sie
zum frisch angelegten Grillplatz in der Nähe des Schillinger Sportplatzes
führte. Dort erwarteten sie bereits einige Eltern mit heißem Tee und einem Lagerfeuer,
auf dem sie ihre mitgebrachten Würstchen grillen konnten. Während diese vor
sich hin brutzelten, lasen zwei Mütter eine spannende Geschichte vor. Im Anschluss daran machten die Drittklässler sich
über die köstlichen Würstchen her. Frisch gestärkt bedankten sie sich ganz
herzlich bei den Eltern und machten sich auf den Rückweg zur Schule. Dort
angekommen spielten sie in der Aula ein Ratespiel und starteten eine
Lesestaffel, bei der die Kinder abwechselnd aus einem von ihnen selbst
ausgesuchten Buch vorlasen. Gegen zehn Uhr zogen sie ihre Sportsachen an und
veranstalteten ein Fairplay-Fußballturnier, bei dem jede Mannschaft nicht nur
Punkte für Siege und Unentschieden, sondern auch für faires Verhalten auf dem
Spielfeld sammeln konnte. Als die meisten um Mitternacht ziemlich in den Seilen
hingen, beschlossen sie, das Turnier am folgenden Morgen im Sportunterricht zu
Ende zu spielen. Danach machten sich die Schüler bettfertig und jeder durfte
noch so lange mit der Taschenlampe lesen, bis er einschlief. Am nächsten Morgen
in der Frühe bereiteten die Eltern ein leckeres Frühstück vor. Astrid Roden
neue Vorsitzende Bei der Jahreshauptversammlung des Sportvereins Spiridon Hochwald wurde ein neuer Vorstand
gewählt. Die Vorsitzende Birgit Heinen stellte ihr Amt zur Verfügung. Zur neuen
Vorsitzenden wurde Astrid Roden gewählt, die seit 2008 als zweite Vorsitzende
die Vorstandsarbeit schon kennen gelernt hat. Die AbteilungWalking wird nun
wieder von Martha Heinzel übernommen, die dieses Amt bereits von 2000 bis 2008
inne hatte. Neu in den Vorstand wurde als Beisitzer Norbert Thome gewählt. Für
das laufende Jahr plant Spiridon im Frühjahr eine Wiederholung des
Laufanfängertrainings von null auf eine Stunde. Das wichtigste See Event im
Vereinsgeschehen findet im September statt: Bei der 15. Auflage des Spiridon-Volkslaufes wird es erstmalig
einen Marathon im Angebot geben. Hohe Auszeichnung
für Ferdi Heib Im Rahmen des Delegiertentages des
Kreisfeuerwehrverbandes in Pellingen konnte Ferdi Heib die Silberne Ehrennadel
des Landesfeuerwehrverbandes verliehen werden. Kreisfeuerwehrinspekteur Ortwin
Neuschwander und der Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbandes überreichten
die hohe Auszeichnung. Musikverband
Trier-Saarburg Vorsitzender und
Ehrenvorsitzender Zum letzten Mal hatte Landrat
Günther Schartz zur jährlichen Mitgliederversammlung des Musikverbandes
Trier-Saarburg eingeladen. Er stellte sein Amt zur Verfügung, weil er am 14.
März in Rodenbach bei Kaiserslautern zum neuen Präsidenten des
Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz e. V. gewählt worden war. Als seinen
Nachfolger hatte er das langjährige Mitglied des Vorstandsteams und bisherigen
Stellvertreter Erwin Berens aus Mandern-Niederkell vorgeschlagen, dessen Wahl
einstimmig erfolgte. Zu einem seiner Stellvertreter wurde – ebenfalls
einstimmig – Heinz Schmitz gewählt. Eine Überraschung gab es für
Landrat Schartz zum Schluss der Veranstaltung. Sein Nachfolger verkündete den
Beschluss, ihm den Ehrenvorsitz des Kreismusikverbands zu verleihen und setzte
dieses sogleich in die Tat um. Einige Präsente sollen Schartz an die Zeit
seines Wirkens erinnern. Erwin Berens hob die besonderen
Verdienste und das langjährige Engagement seines Vorgängers im Amt hervor. Er
bedankte sich für die exzellente Zusammenarbeit, die sehr harmonische
Führungsarbeit und die erfolgreiche Realisierung vieler wichtiger
zukunftsweisender Projekte in den vergangenen 14 Jahren unter dem Vorsitz von
Schartz. Brand im Millenhaus Ein Brand im Millenhaus, dem Vereinsheim des Musikvereins Concordia, war das angenommene Szenario einer Übung der Wehren aus
Grimburg, Wadrill und Kell am See. Rauch quillt aus den teils gekippten
Fenstern. Der Musikunterricht ist beendet, einige Kinder befinden sich noch im
Inneren. Ein Nachbar hat die Feuerwehr
alarmiert, die kurz darauf eintrifft. Noch während die Retter aus Kell am See
ihrer Arbeit nachgehen, werden sie von den Wehren aus Grimburg und Wadrill unterstützt. Dem
guten kameradschaftlichen Verhältnis ist es zu verdanken, dass diese Wehren in
unregelmäßigen Abständen gemeinsam üben, sagt Einsatzleiter
Kurt Waschbüsch. Es sei nicht die erste Gemeinschaftsübung gewesen. Waschbüsch
koordiniert die Aufgaben der drei Wehren, die wie ein eingespieltes Team
wirken. Atemschutzträger bergen verletzte Kinder aus dem Inneren des Gebäudes,
die angrenzenden Häuser werden durch Wasserwände vor dem Übergreifen des Feuers
geschützt. Verkehrsregelung, Gewährleistung der Wasserversorgung und die
Brandbekämpfung laufen Hand in Hand. So gibt es dann bei der
anschließenden Manöverkritik im Feuerwehrhaus auch großes Lob von Waschbüsch. Wichtig ist, dass man sich nicht nur mit den
Wehren in der gewohnten Umgebung gut versteht, sagt der Wehrführer. Es können sich durchaus Situationen ergeben,
in denen man froh ist, auf Wehren außerhalb der gewohnten Umgebung
zurückgreifen zu können. Glückwunsch zum Abitur Am Friedrich-Spee-Gymnasium Trier
hat Nelly Süßenguth, die auch mit dem Preis der Gesellschaft für bildende Kunst
für besondere Leistung ausgezeichnet wurde, das Abitur bestanden. Und am
Gymnasium Hermeskeil: Manuel Eiden, Janine Esch, Sandra Kalles, Mona Koltes,
Theresa Marx, Christopher Petry, Judith Schneider und Lea Stanik. Am Wirtschaftsgymnasium
in Trier: Fabian Wittkowsky. Wir gratulieren allen herzlich. Aus der
Ortsgemeinde... Ortsbürgermeister Lehnen
informiert den Rat über die überarbeitete Finanzierung der Mini-Socceranlage.
Es wird eine Trennung vorgenommen für den förderfähigen Bereich (reine
Mini-Socceranlage) und die nicht förderfähigen Teilanlagen (Gastronomie,
Sanitäranlagen, abwassertechnische Erschließung und Grunderwerb). Der Förderbetrag bezieht sich nur
noch auf die reine Mini-Socceranlage. Die Kosten für diese Anlage betragen ca.
400.000 €, davon 60 % Förderung (=240.000 €). Der verbleibende Eigenanteil der
Gemeinde beträgt 160.000 € und wird mit Einnahmen aus Kurbeiträgen finanziert.
Die Kurbeiträge werden ab 2012 in notwendigem Umfang erhöht. Die Kosten für die
nicht-förderfähigen Teilanlagen sind mit ca. 170.000 € veranschlagt und werden
durch die Spende des Herrn Cloos abgedeckt. Außerdem sind mögliche
Pachteinnahmen aus der Verpachtung des Gaststättenbetriebes zur Ausfinanzierung
dieser Teilanlagen heranzuziehen. Das Ratsmitglied Dittmar Lauer
stellt dem Rat einen Vorentwurf der geplanten Gaststätte incl. Toilettenanlage
vor. Die Bauantragsunterlagen werden demnächst fertiggestellt und der
Kreisverwaltung in Trier ebenfalls zur Genehmigung vorgelegt. Nach einer eingehenden Aussprache
fasst der Gemeinderat folgenden einstimmigen Beschluss: Der Rat erkennt die von
der Verwaltung aufgestellte, überarbeitete Finanzierung der Mini-Socceranlage
sowie des Gastronomiebetriebes mit Toilettenanlage an. Die Planung der
Gaststätte mit Toilettenanlage wird dem Architekten Frank Lempges in Auftrag
gegeben. Die Durchführung der Maßnahmen soll nach Genehmigung des Förderantrages
durch das Ministerium sowie vorbehaltlich der Prüfung und Zustimmung der Kommunalaufsicht
erfolgen. Die Ortsgemeinde Kell am See plant
im Industriegebiet Grammert eine
Photovoltaikanlage zu errichten. Im Hinblick auf die geplante Senkung der
Energie-Einspeisevergütung soll die Anlage zügig erstellt werden. Ortsbürgermeister Lehnen
informiert den Rat über die vorgesehene Maßnahme und ein in Koblenz
stattgefundene Besprechung mit dem Geschäftsführer des Bürgerservice Trier, Horst
Schneider, sowie einigen Vertretern der Ortsgemeinde in der Anwaltskanzlei
Kunz, Fachanwälte für kommunales Recht. Nach eingehender Beratung werden vom
Rat einstimmig folgende Beschlüsse gefasst: Die Ortsgemeinde Kell am See
gründet eine GmbH, um als Antragsteller für die Errichtung von Photovoltaikanlagen
im Industriegebiet Grammert auftreten zu können. Workshop im
Historischen Bahnhof Vertreter von 13 Hochwaldgemeinden
haben an einem Workshop der Kreisvolkshochschule und des Kreisarchivs
teilgenommen, der zu mehr Bewusstsein im Umgang mit Zeitzeugnissen führen und
das Erstellen von Chroniken erleichtern soll. Getroffen hat sich der Workshop im
Domizil des wandelnden Geschichtsbewusstseins der Region, Dittmar Lauer, der im
Alten Bahnhof Kell große Teile seines Archivs aufbewahrt. Wer nach
geschichtlichen Quellen sucht, den lädt Lauer in seine Schatzkammer ein: Das wird
immer noch zu wenig genutzt. Alte
Akten, das ist doch nur Altpapier, mit dieser
Ansicht einiger Zeitgenossen kommt der Kreisarchivarin Barbara Weiter-Matysiak
das Grausen. Vor Vertretern aus 13 Hochwald-Gemeinden machte sie deutlich, wie
wertvoll das Altpapier für ein
möglichst lückenloses Geschichtsbild in der Zukunft sein kann. Das
haben wir alles auf die Kippe gefahren, musste sich
die Historikerin schon häufiger nach dem Umbau von Schulen in Bürgerhäuser
anhören. Dabei können Schularchive wahre geschichtliche Fundgruben sein. Das
gleiche gilt für Dachböden alter Häuser. Das richtige Gespür dafür, was ein
Dokument der Gegenwart ist, das in spätestens zwei Generationen Geschichte
lebendig hält, sollte bei den Bürgermeistern, Beigeordneten und historisch Interessierten
geweckt werden. Die Kreisarchivarin legte auch
einen Fahrplan für die Vorbereitung
einer Chronik oder eines Heimatbuches vor: Erst
einmal eine Bibliothek besuchen, dann erst ein Archiv. Der Leiter der
Kreisvolkshochschule, Rudolf Müller, sieht die erste Quelle im modernen Internet.
Unter www.rlb.de, der Seite der
rheinland-pfälzischen Bibliografie seien Dokumente und Aufsätze bis ins Jahr
1900 abrufbar. Es gehe grundsätzlich um die Bewahrung der Identität der Heimat. Über den richtigen Umgang mit
Archivalien und deren sachgerechte Aufbewahrung vor Ort sprach Dr. Bernhard
Schmitt aus Greimerath, von Beruf Archivar im Bistumsarchiv in Luxemburg. Zum
Thema EDV-Einsatz im Umgang mit historischen Dokumenten referierte Daniel Karl
aus Igel, ebenfalls als Archivar im Bistumsarchiv Luxemburg tätig. Der Vorsitzende des
Kreisheimatvereins, Dittmar Lauer, betonte die Wichtigkeit einer breiten
Vernetzung von Heimatforschern im ganzen Kreisgebiet. Er führte die Teilnehmer
des Workshops in fachkundiger Weise durch die Bibliothek und das Archiv im
Historischen Bahnhof, erläuterte die dort von ihm angelegten umfangreichen
Sammlungen und bot für alle heimatkundlich Interessierten Unterstützung bei der
Recherche an. Alle Teilnehmer des Workshops
zeigten sich beeindruckt von der Qualität der im Historischen Bahnhof Kell am
See geleisteten Sammlungstätigkeit. Die anwesenden Ortsbürgermeister aus dem
Hochwald-Raum versicherten ihre Unterstützung für das Anliegen der
fachgerechten Sicherung von historisch bedeutsamen Archivalien vor Ort. Auch
Bürgermeister Michael Hülpes von der Verbandsgemeinde Hermeskeil und der Erste
Beigeordnete der Verbandsgemeinde Kell am See, Josef Leineweber, sagten ihre
Mithilfe zu. Es komme besonders darauf an, ehrenamtlich tätige Heimatforscher
für die Betreuung örtlicher Bestände zu gewinnen, war sich die Runde einig. April 90 Jahre Musikverein Concordia Mit dem
Marsch Jubelklänge eröffnete das
60-köpfige Orchester unter der musikalischen Leitung von Klaus-Thomas Massem
das Jubiläumskonzert vor rund 350 Zuhörern. Fast
so alt wie dieser Marsch aus dem Jahr 1926 ist unser Verein, verkündete
Moderator Karl-Heinz Willger und wagte einen chronologischen Streifzug durch
die Vergangenheit des Vereins. So erfuhr
das interessierte Publikum, dass bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
ein Spielmannszug existierte, der vermutlich von heimkehrenden Soldaten des
napoleonischen Heeres gegründet, um die Jahrhundertwende jedoch wieder
aufgelöst wurde. 1912 wurde ein weiterer Versuch zur Neugründung unternommen. Da viele Männer unserer Gemeinde damals in
den Kohle- und Erzgruben an der Saar und in Lothringen ihren Lebensunterhalt
verdienten, entstand eine Bergmannskapelle. Der Erste Weltkrieg bereitete
diesem jungen Verein jedoch ein jähes Ende. Ein
erneuter Gründungsversuch wurde 1920 von mehreren Musikern der ehemaligen
Bergmannskapelle unterstützt, zumal noch einige Instrumente aus dieser Zeit vor
dem Krieg vorhanden waren. Die restlichen Musik-instrumente mussten von den
Musikern selbst gekauft werden, in der damaligen, sehr armen Zeit, oftmals
unter großen finanziellen Belastungen. Manches
Stück Rindvieh musste verkauft werden, um Instrumente zu finanzieren, erzählt
die Chronik. Anderthalb Jahre später wurde von dem damaligen Pastor Weber ein
zweiter Musikverein mit dem Namen Cäcilia
gegründet, der dem Kirchenchor angeschlossen war. Wegen finanzieller Probleme
trennten sich die Musiker vom Kirchenchor und machten sich selbstständig. Die
beiden Musikvereine Triumph und Cäcilia wetteiferten miteinander auf
hohem Niveau, lösten sich aber in der Nazizeit auf. 1938 wurde ein erneuter
Versuch unternommen, aber die Einberufung vieler aktiver Musiker zum
Militärdienst machte auch dieses Bestreben wieder zunichte. Nach dem Zweiten
Weltkrieg wurde ein Gemeindeorchester
gegründet, dem man später den Namen Concordia
gab. Unter diesem Namen hat der Musikverein bis heute zahlreiche Erfolge zu
verzeichnen. Aufzeichnungen
mit Rundfunkanstalten, Tonträgerproduktionen, traditionelle Jahreskon-zerte und
zahlreiche Konzertreisen zeugen bis heute von der musikalischen
Leistungsfähigkeit des Orchesters, das es auch bei diesem Konzert wieder unter
Beweis stellte. Blitzschachturnier 16
Teilnehmer im Alter von 7 bis über 50 Jahren haben am
Karfreitags-Blitzschachturnier des Sportvereins im Vereinslokal Zum Fried-lichen Landmann teilgenommen.
Die Organi-satoren des Turniers, Abteilungsleiter Manfred Hornetz,
Jugendtrainer Frank Görgen und Wertungsrichter Karl-Heinz Keil zeigten sich
sehr zufrieden mit der Beteiligung und den Ergeb-nissen. In 15
Durchgängen spielte jeder gegen jeden. Es war nicht nur ein Kampf gegen den
Gegner, sondern auch gegen die Uhr. So hatte jeder Spieler nur 5 Minuten Zeit,
die entscheidenden Züge zu setzen. Es gab spannende Spiele, bei denen die
Teilnehmer eine hohe Konzentration bewiesen. Trotz aller Anspannung herrschte
eine gute Stimmung bei diesem mehr als dreistündigen Turnier. Sieger
wurde Frank Görgen vom Postsportverein Trier, Zweiter Michael Konz. Die
weiteren Platzierungen der Keller Schachspieler: 5. Siegfried Duhr, 6. Michael
Grundhöfer, 7. Christopher Kramkowski, 8. Martin Klaeser, 9. Lukas Hans und 10.
Johannes Huwer, 12. Alexander Engel, 13. Jonas Hans, 14. Manuel Eiden, 15.
Peter Kopp, 16. Niklas Engel. Aus der Ortgemeinde... Auf der
Tagesordnung stand erneut die geplante Photovoltaikanlage. Die Gemeinde kann
bis zu einem Investitionsvolumen von ca. 4,8 Millionen € selbst als Bauherr
einer Photovoltai-kanlage auftreten. Dies setzt jedoch die Gründung einer GmbH
voraus. Die rechtlichen Schritte sind mit dem Anwaltsbüro Kunz in Koblenz besprochen.
Die Finanzierung der Maßnahme ist mit der Kommunalaufsicht in Trier ebenfalls
erörtert worden. Weitere Gespräche insbesondere mit beteiligten Banken werden
in den nächsten Tagen noch geführt. Der
Fraktionssprecher der CDU-Fraktion, Johannes Reitz, sieht in dem Bau der
Photovoltaikanlagen eine gute Einrichtung für die Ortsgemeinde, da hierdurch
bisher kaum zu vermarktende Industrieflächen zur Stromer-zeugung und somit
Gewinnerzielung durch die Ortsgemeinde genutzt werden. Bisher haben diese
Flächen erhebliche Kosten durch die Zahlung von wiederkehrenden Beiträgen für
die VG-Werke verursacht (rd. 340.000 € in den letzten Jahren). Dieser
Einschätzung schließt sich Ratsmitglied Dittmar Lauer an und ergänzt, dass auf
Grund der durchgeführten Rentabilitätsberechnungen mittel-fristig mit einem
finanziellen Gewinn gerechnet wird, mit dem andere gemeindliche Projekte
realisiert werden könnten. Er betont, dass die Ortsgemeinde Eigentümer des
Geländes bleibt und daher jederzeit die Möglichkeit bestehe, bei Bedarf wieder Industrieflächen
zur Verfügung stellen zu können. Ratsmitglied
Horst Zimmert stellt ebenfalls heraus, dass eine Rentabilität der
Photovoltaik-anlagen im Industriegebiet Grammert anhand der vorliegenden
Wirtschaftlichkeitsberechnung zu erwarten sei und signalisiert seine
Zustimmung. Der
Geschäftsführer des Bürgerservice, Horst Schneider, gibt einen kurzen Überblick
über den organisatorischen Ablauf der Maßnahme. Er informiert den Rat, dass der
Bürgerservice als regionales Unternehmen bereits mehrere Projekte in der Region
realisiert hat. Bei den Rentabilitätsberechnungen wird immer, auch für die
geplante Anlage in Kell am See, von einer konservativen Planung ausgegangen.
Die bereits realisierten Maßnahmen zeigen, dass die tatsächlichen Erträge über
der vorgenommenen Planung liegen und insofern von einer gesicherten
Finanzplanung gesprochen werden könne. Der vorgesehene Generalunternehmer hat
zugesichert, die Anlage bis Ende Juni ans Netz zu bringen, damit die
Ortsgemeinde als Anlagenbetreiber die derzeitige Einspeisungsvergütung erhält.
Nur unter dieser Voraussetzung würde der Auftrag erteilt. Projektleiter
Edelbert Bach gibt dem Rat eine Übersicht über die Umsetzung und die technischen
Daten der vorgesehenen Photovoltai-kanlage. Die Anlage wird eine Kapazität von
zwei Megawatt haben. Die Laufzeit einer solchen Anlage ist mit 35 Jahren
veranschlagt, so dass auch nach der vorgesehenen Ausfinanzierung der Maßnahme
(ca. 20 Jahre) mit Gewinnerträgen zu rechnen ist, die von der Gemeinde für
andere Projekte eingesetzt werden können. Im
Anschluss daran beantworten die Vertreter des Bürgerservice die Fragen der
Ratsmitglieder. Ortsbürgermeister Lehnen erläutert die Schritte zur Gründung
der kommunalen GmbH. Der
Gemeinderat beschließt auf Antrag des Ortsbürgermeisters, das Gründungskapital
der GmbH in Höhe von 26.000 € (für Stammeinlage und Stammkapital) in den
Haushalt der Orts-gemeinde aufzunehmen. Die Beschlussfassung erfolgt
einstimmig. Mai Ehrungen
beim Musikverein Zur Feier des 90-jährigen
Bestehens des Musikverein Concordia
Kell am See hatten die Musiker ins Vereinshaus geladen. Dabei wurden
langjährige aktive Mitglieder ausgezeichnet. Für 50 Jahre wurden geehrt: Walter
Rausch, Werner Laux und Karlheinz Barthel; für 40 Jahre: Waltraud Rausch,
Norbert Stüber, Egon Waschbüsch und Thomas Blatt; für 30 Jahre geehrt wurden
Georg Hans, Udo Jungblut, Markus Lehnen und Stefan Lörsch; für 20 Jahre Jasmin
Barthel, Sabine Lehnen, Karl-Heinz May und Corina Richter. Zehn Jahre dabei
sind Stephanie Hauschild, Christopher Kramkowski, Matthias Lehnen, Carsten
Rausch, Michael Willger, Sina Brombacher, Janine Esch und Judith Schneider.
Außerdem wurden 15 Jugendliche mit dem silbernen, sieben Jugendliche mit dem
goldenen Jugendehrenabzeichen geehrt. Waltraud Rausch wurde als erste Frau in
der 90-jährigen Geschichte des Musikvereines zum Ehrenmitglied ernannt. Mitgliederversammlung
beim HuK In der Mitgliederversammlung des
Heimat- und Kulturvereins im Historischen Bahnhof wurde Dittmar Lauer als
erster Vorsitzender bestätigt. Er gehört als Gründungsmitglied dem Vereinsvorstand
seit 42 Jahren an, davon seit 30 Jahren als Vorsitzender. Als neue
Stellvertreterin wählten die Mitglieder Renate Krames, die auch das Amt der
Kassenwartin weiterhin innehat. Rosalinde Kuhn steht als Schriftführerin auch
künftig zur Verfügung. Ortsbürgermeister Markus Lehnen gehört dem Verein als
geborenes Mitglied ebenfalls an. Die Berichte des Vorsitzenden und
der Kassenbericht fanden die Zustimmung der Mitglieder. Dabei wurden besonders
die Jugendfreizeitanlage Layenkaul und der Historische Bahnhof herausgestellt.
In dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude hat der Verein in Kooperation mit
dem Kreisheimatverein und der Vereinigung der Heimat- und Geschichtsfreunde im
Hochwaldraum eine gutausgestattete Kultur- und Geschichtswerkstatt
eingerichtet, die inzwischen in der Region bekannt ist und deren umfangreiche
heimatkundliche und regionalgeschichtliche Bibliothek von Geschichtsinteressierten
benutzt wird. Vom Luftsportverein Mit Loopings und kunstvollen
Drehungen haben sie den Himmel über Kell erobert: Rund 20 Segelkunstflieger
aus Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland haben sich
auf dem Fluggelände in der Hochwaldgemeinde auf die Deutsche Meisterschaft und
die diesjährige Weltmeisterschaft in Finnland vorbereitet. Die Piloten Michael
Bach, Ralf Thomas und Philipp Hilker vom Luftsportverein Hochwald Kell sowie
der österreichische Nationaltrainer und Schiedsrichter der Internationalen
Kunstflugkommission, Steff Hau, hatten dieses hochkarätig besetzte Treffen nach
Kell am See geholt. Die Zuschauer auf dem Segelfluggelände konnten die Sportler
bei über 100 Trainingsflügen bestaunen. Den ersten Tag der Zusammenkunft
hatte Steff Hau, Vorsitzender des Fördervereins Segelkunstflug
Rheinland-Pfalz, für Neuwahlen des Vereinsvorstands genutzt. Dabei wurde Hau
im Amt des ersten Vorsitzenden bestätigt, zweiter Vorsitzender wurde Bernd Holhäuser.
Neuer Geschäftsführer ist Philipp Hilker, Kassierer wurde Rainer Philippi. Die
Versammlung beschloss ebenfalls, einen Kunstflug-Segler (SZD 59) zu kaufen, sobald
die Finanzierung gesichert sei. Darüber hinaus kündigte der
Vorsitzende an, dass einige Vereinsmitglieder an der Deutschen Meisterschaft
und Flieger Bastian Pause an der WM in Finnland teilnehmen werden. Auch Steff
Hau selbst, der mittlerweile in der Rangliste des Weltluftsportverbands (FAI)
für Segelkunstflug den ersten Platz belegt, wird mit Harro Renth als Assistent
in Finnland an den Start gehen. Omas
und Opas im Kindergarten Bei Kaffee und Kuchen trafen sich
auf Einladung der Kindergartenleitung mit Unterstützung des Elternbeirates
zahlreiche Omas und Opas in der Turnhalle des Kindergartens St. Michael.
Kleinere Beiträge der Kinder trugen zur Unterhalten bei. Eine schöne Idee, auch
mal die Omas und Opas einzuladen und sie am Kindergartenleben teilnehmen zu
lassen, fanden die Anwesenden. Bürgerdienste im
Pfarrhaus Auf Grund der sehr beengten Raumverhältnisse im
Verwaltungsgebäude mietete die Verbandsgemeinde das ehemalige Pfarrhaus an, um
dort den Fachbereich 3 – Bürgerdienste – unterzubringen. Nach kurzer Umbau- und Renovierungszeit konnten die
neuen Räume am Herrenmarkt bezogen werden. Fachbereichsleiter Bürgerdienste ist Ludwig Hoff, für die
Sparten Sozialversicherung und Wohngeld (Franz Becker), Standesamt
und örtliche Ordnungsbehörde (Stefanie
Michels und Annette Jost) und Einwohnermeldeamt, Pässe und Personalausweise (Doris
Wagner und Helmut Lauer), außerdem – teilweise dem Fachbereich 1 zuzuordnen –
die Sparten Organisation, Schulen, Jugendpflege, Vereine, Grundsicherung,
Asylangelegenheiten (Andreas Roth). Der Jugendpfleger der Verbandsgemeinde
Michael Binder ist ebenfalls im Pfarrhaus untergebracht. Das Pfarrbüro und die Räumlichkeiten der Kolpingfamilie
werden wie bisher benutzt. Aus
der Ortsgemeinde Der
neue Solarpark... Es war eine Sache von einer
Viertelstunde: Der Ortsgemeinderat hat in einer Dringlichkeitssitzung die
Voraussetzungen für die zügige Fertigstellung der fast fünf Millionen Euro
teuren Photovoltaikanlage im Gewerbegebiet geschaffen. Der Rat stimmte dem
Abschluss eines Pachtvertrags zwischen der Kommune (als Besitzerin der Fläche)
und der Solarpark Kell am See GmbH
(als Betreiberin der Anlage) zu. Die Gemeinde ist einzige Gesellschafterin der
kürzlich gegründeten Solarpark GmbH, ihr Geschäftsführer ist der jeweilige Ortsbürgermeister.
Dieser hatte die Sitzung kurzfristig einberufen, weil es ohne Pachtvertrag keine Kredite von der Bank gibt, die den Bau
der Anlage finanzieren. Eile und die Freigabe von flüssigem Geld ist aber
geboten: Denn die Arbeiten für die Installation des Solarparks haben bereits
begonnen. Derzeit werden vom Unternehmen Solibra Solar Solutions GmbH in
Lahnstein im Gewerbegebiet die Pfosten in den Boden gerammt, die später als
Unterkonstruktion die fast 14.000 Sonnenkollektoren tragen sollen. Bis Ende
Juni sollen diese Module komplett montiert sein. Schon in einem Monat könnte
dann aus Kell Sonnenstrom ins öffentliche Netz eingespeist werden. Die Zwei-Megawatt-Anlage
sei so leistungsstark, dass sie etwa so viel Strom produziert, wie alle 850
Haushalte im Ort in einem Jahr verbrauchen. Die jährlichen Erträge der
Photovoltaikanlage werden auf 540.000 Euro geschätzt. Damit kann die Gemeinde
mit dem bislang weitgehend brachliegenden Gewerbegebiet endlich Geld
verdienen. Bisher habe das Gelände den Haushalt der Kommune durch
wiederkehrende Beiträge und Zinsen stark belastet. Aus der Kostenfalle wird also eine echte Einnahmequelle, so der
Ortsbürgermeister. Nach seiner Rechnung wird man die Photovoltaikanlage durch
den Verkauf des Sonnenstroms in 15 Jahren komplett an die Bank zurückgezahlt
haben. ...und die neue Mini-Soccer-Anlage Direkt vor der Ratssitzung hatte
es an anderer Stelle den Spatenstich für ein zweites wichtiges Projekt in Kell
gegeben. Im direkt neben Stausee und Feriendorf gelegenen Freizeitzentrum Arenswiese wurde mit dem verfallenen
Märchenwaldgelände ein bisheriger Schandfleck praktisch dem Erdboden
gleichgemacht. Dort beginnen nun die Arbeiten für den Bau der Minifußballanlage.
Laut Planer Christoph Heckel besteht dieser bundesweit einzigartige Spielplatz
aus drei Komponenten. Wichtigstes Element ist ein Geschicklichkeitsparcours
mit zehn Stationen. Ähnlich wie beim Minigolf müssen die Spieler mit kleinen
Fußbällen Hindernisse bewältigen und etwa beim Schweizer Käse eine Wand mit unterschiedlich großen Löchern treffen.
Auch ein Rasen-Kleinspielfeld wird gebaut. In der Mitte der hufeisenförmigen
Anlage entsteht zudem ein Aufenthaltsbereich mit Bouleplatz. Patentierter
Ideengeber dieses Projekts ist der frühere luxemburgische Unternehmer Félix Boy
Cloos, der mit einer Spende den Bau eines neuen Gastronomiegebäudes neben der
Minifußballanlage finanziert. Die Fußballanlage selbst kostet circa 400.000 €.
60 Prozent der Kosten übernimmt das Land. Der Eigenanteil der Ortsgemeinde,
die den Platz auch betreiben wird, liegt bei 160.000 €. Dieses Geld holt sie
sich über mehrere Jahre gestreckt aus ihren Einnahmen durch den Kurbeitrag der
Urlauber. Bürgermeister Werner Angsten betonte, dass sie für das
Tourismusangebot der gesamten Verbandsgemeinde eine wichtige Ergänzung und Qualitätssteigerung bedeutet. Der Kommentar von
Axel Munsteiner im Trierischen
Volskfreunde: Mit ihrer großen
Solar-Freilandanlage hat die Ortsgemeinde Kell eine Weichenstellung mit
langfristiger Wirkung vorgenommen. In ihrem überdimensionierten Gewerbegebiet
gibt sie weite Teile für die Neuansiedlung von Firmen auf und setzt stattdessen
auf Solarstrom als schnelle Einnahmequelle. Nun könnte man kritisch anmerken,
dass durch die Millionen-Investition in Photovoltaik kein einziger neuer
Arbeitsplatz entsteht. Es bleibt aber festzuhalten, dass die Gemeinde seit
Jahren auf den freien Flächen sitzen geblieben ist, und sie das Gelände bisher
nur viel Geld gekostet hat. Das macht die Entscheidung des Rats nachvollziehbar.
In puncto Minifußballanlage steht fest: Der Urlaubsort schafft damit eine
Attraktion, die es sonst nirgends gibt. Die Idee, die hinter diesem
Pilot-Projekt steckt, klingt vielversprechend und nach einer runden Sache. Ob
sie einschlägt und viele neue Besucher anlockt, kann aber nur die Zeit zeigen. Neuer
Betreiber des Hochseilgartens In der Sitzung des Ortsgemeinderates
wird bekannt gegeben, dass der Hochseilgarten im Bereich Arenswiese vom bisherigen Betreiber Herrn Görke an Herrn Eberhard
aus Thüringen verkauft worden ist. Der neue Betreiber wird die Anlage etwas
umgestalten. Die Öffnungszeiten werden kundenfreundlicher und transparenter. Der Gemeinderat beauftragt einstimmig
den Bauausschuss, die Anlage im Rahmen einer Ortsbesichtigung gemeinsam mit dem
neuen Betreiber zu begutachten. Der Pachtvertrag soll auf den neuen Betreiber
umgeschrieben werden. Jubiläumsfest
des Musikvereins In diesem Jahr wird der
Musikverein Concordia Kell am See 90 Jahre alt. Nach dem Jubiläumsempfang am
vorigen Wochenende stand nun an diesem Wochenende das eigentliche Jubiläumsfest
auf dem Programm. Drei Tage feierte der Verein mit seinen Gästen. Schirmherr
August Justen war sehr erfreut über seine Schirmherrschaft, zumal ich während meiner 30-jährigen Tätigkeit
als Bürgermeister der ständige Schirmherr bei den Festlichkeiten des Vereins
sein durfte. Vorsitzender Karl-Heinz Barthel
erinnerte an gute und weniger gute vergangene Zeiten. Die langjährige Geschichte unseres Vereins ist geprägt von Idealismus
und Engagement zahlloser Musikerinnen und Musikern, den Förderern und
Verantwortlichen, die den Verein seit 1920 in vielfältiger Weise unterstützt
haben. Der
Verein ist immer da, wenn er gebraucht wird. Er ist ein Garant für das
kulturelle Leben in unserer Dorfgemeinschaft, lobte
auch Ortsbürgermeister Markus Lehnen. Das Festprogramm war ebenfalls
lobenswert. Wir hatten eine tolle
SWR3-Dance-Night mit einer fantastischen Disco-Show, erzählte Karl-Heinz
Willger begeistert. Und wir freuen uns,
dass so viele Gastvereine erschienen sind. Tatsächlich waren 22 Vereine,
Bands und Gruppierungen erschienen. Am weitesten reiste der Fanfarenzug Andreas
Hofer aus Weilerbach in der Nähe von Kaiserslautern an. Als musikalische Höhepunkte
präsentierte der Verein das Orchester der Verbandsgemeinde Kell am See und die
Stadtkapelle Hermeskeil. Juni Schöndorf: Pfarrfest,
Brunneneinsegnung und 1375. Geburtstag Der Pfarrgemeinderat und die Ortsgemeinde Schöndorf haben gemeinsam
gefeiert. Mehrere hundert Besucher und viele prominente Gäste waren vor Ort. Vor allem die der Pfarrei zugehörigen Kinder warten bereits ungeduldig
darauf, dass der neue, mit Attributen des Schutzpatrons Andreas versehene
Brunnen das erste kühle Nass des Tages spendet. Nach der Einsegnung durch
Altpastor Heribert Mönch gab es am Fronleichnamsnachmittag kein Halten mehr.
Unzählige kleine Finger probieren freudestrahlend aus, wie man sich bei bestem
Wetter am schnellsten Abkühlung auf dem neuen Dorfplatz verschafft. Gleicher Ort, gleicher Tag, eine halbe Stunde später: An der Kreuzung
Hauptstraße-Zum Entertal bietet sich ein ungewöhnliches Bild. Dort, wo einst das alte Pfarrheim für Straßenenge sorgte, zieren jetzt eine
großzügige, neue Straßenführung und ein imposanter, steinerner Findling das
Ortsbild. Ortsbürgermeister Matthias Wick bei der Enthüllung der am Stein angebrachten
Gedenktafel: Schöndorf ist viel älter als
bisher angenommen. Insbesondere dem Heimatforscher Dittmar Lauer aus Kell am
See sei es zu verdanken, dass in Schöndorf nun 1375-jährige Geschichte gefeiert
werden kann. Die bronzene Gedenktafel weist auf die erste urkundliche Erwähnung
der Orte Kell am See, Taben-Rodt, Temmels und Schöndorf hin, die mit
gleichalter Geschichte im Testament des Archidiakons Grimo aus dem Jahre 634
festgehalten sind. Kirchenkonzert Cantate Domino – unter diesem Titel haben der Kammerchor Cantus firmus unter der Leitung von Elmar Neufing und der
Kirchenchor St. Georg Trier-Irsch unter der Leitung von Bernhard Schleimer ein
geistliches Chorkonzert in der Pfarrkirche St. Bartholomäus in Kell am See gestaltet.
Geboten wurde abwechslungsreiche Chormusik aus vier Jahrhunderten.
Vorwiegend a cappella zeigten beide Chöre mit hoher Intonationssicherheit und
musikalischer Überzeugung ihr Können und begeisterten so ihr Publikum mit
Werken unter anderem von Homilius, Miskinis, Distler, Bruckner, Standfort und
Wilson. Der gemeinsame Frauenchor mit Hebe
deine Augen auf und der gemeinsame Schlusschor Jauchzet dem Herrn, alle Welt jeweils von F. Mendelssohn Bartholdy
überzeugten eindrucksvoll durch ein harmonisches Klangbild. Mit stürmischem
Beifall bedankten sich die zahlreich erschienenen Zuhörer für dieses
interessante und gelungene Chorkonzert. Ausstellung in der
Grundschule Die Ausstellung umfasst Schülerarbeiten der Grundschule (6 bis 10 Jahre),
der Orientierungsstufe (10 bis 12 Jahre) sowie der Sekundarstufe eins (13 bis
17 Jahre). Die Arbeiten sind in Unterrichtsreihen und -projekten im Rahmen der
Lehrplanumsetzung im Schuljahr 2009/2010 entstanden. Gezeigt werden kann nur ein Ausschnitt
von den vielen Möglichkeiten, die der Kunstunterricht bietet, sagt die verantwortliche Lehrerin, Marie-Luise Werner. Der Schwerpunkt
der gezeigten Arbeiten liege in der Kreativität, der farbenfrohen und
ausdrucksstarken Auseinandersetzung mit Material und Thematik. Angefangen bei
den Bildern zum Thema Afrika, Thema
der 3. Klasse der Grundschule, über die Werkbetrachtung von Franz Marc, Thema
der 2. Klasse, zeigt die 4. Klasse Bewegung
und Stimmung (Bäume im Sturm). Neben kleinen Plastiken aus Draht und Pappmaché, verarbeitet von den
Klassen 6a und 7b, verschiedenen Drucktechniken, mit denen sich die
Orientierungsstufen 5a und 6b befasst haben, stehen Raumperspektiven und Objektzeichnungen
der Klassen 8a und 8c sowie Stillleben der Klasse 9a und die Auseinandersetzung
mit dem Malstil Picassos, verarbeitet von der 10a und der 10b. Die jungen
Menschen haben ihre Werke individuell und manchmal auch unkonventionell
gestaltet. Oldtimer in Kell am
See Der Veteran and Vintage Car Club
Luxemburg (VVCCL) organisierte eine traditionelle Rundfahrt mit
internationaler Beteiligung, die von Mondorf-les-Bains über Schengen nach Kell
am See und anschließend nach Hermeskeil und von dort aus wieder zum Ausgangspunkt
führte. Die Strecke wurde ausgewählt im Zusammenhang mit dem 25-jährigen Jubiläum
des Schengener Abkommens. Die Idee eines
gemeinsamen Europas ohne Grenzen hat den VVCCL dazu bewegt, die Teilnehmer
nicht nur durch die Weinberge und Dörfer des Moseltals zu führen, sondern einen
Abstecher in die Hunsrückregion zu unternehmen, gab der Präsident der Vereinigung,
Charles Hausemer, bekannt. Der Fahrzeugtross, darunter Modelle wie ein Studebaker Baujahr 1917, ein
Ford T Baujahr 1923, mehrere Bugattis aus den Jahren 1924 bis 1927 und
zahlreiche andere Exemplaren, die das Liebhaberherz höherschlagen lassen, wurde
in Kell von Albert und Irina Jung, den Betreibern des Seehauses und des
Seehotels, in Empfang genommen. Bürgermeister Werner Angsten ließ es sich nicht
nehmen, ein Gastgeschenk an VVCCL-Präsident Hausemer zu übergeben. Eine Bürgerinitiative Für den Erhalt der
Verbandsgemeinde In Kell am See hat sich eine Bürgerinitiative gebildet, die den Erhalt der
Verbandsgemeinde fordert. Sie tritt damit Gedankenspielen über mögliche
Fusionen mit anderen Verbandsgemeinden bei der geplanten Kommunalreform entgegen.
Claudia Dengler kommt aus Hentern, sitzt in keinem politischen Gremium und
kämpft trotzdem an der Seite von gestandenen Mandatsträgern aus dem Keller
Raum. Denn sie vertritt die Meinung: Ich
will, dass unsere Verbandsgemeinde erhalten bleibt. Wenn es zur Fusion kommt
und ein größeres Gebilde entsteht, wird ein kleiner Ort wie Hentern mit seinen
Interessen doch viel leichter vergessen. Deshalb engagiert sich Dengler in einer neu gegründeten Bürgerinitiative,
die sich für den Fortbestand der VG Kell einsetzt und binnen kurzer Zeit auf
etwa 50 Mitglieder gewachsen ist. Der Sprecher der Bürgerinitiative und ihr Ideengeber ist jedoch ein erfahrener
Politiker: der 73 Jahre alte Dittmar Lauer aus Kell, der zur CDU-Fraktion im Verbandsgemeinderat
gehört. Unsere Verbandsgemeinde ist in
den vergangenen 40 Jahren zu einer Einheit zusammengewachsen und hat eine
eigene Identität entwickelt. Deshalb kämpfen wir dafür, dass sie in Gänze
bestehen bleibt. Unsere Initiative ist völlig
parteiunabhängig, versichert Martin Marx (Lampaden),
ebenfalls ein CDU-Mann. Dass sich die Bürgerinitiative nicht von der Basis her formiert hat, sondern
Kommunalpolitiker den Anstoß dafür gegeben haben, hat für Dittmar Lauer einen
einfachen Grund: Wenn die Existenz eines
gesamten Raums infrage gestellt wird, ist das eine elementare Entwicklung. Wir
wollen mit der BI ein Forum schaffen, das die Bürger umfassend über die
Kommunalreform aufklärt. Denn die meisten Leute wissen darüber noch zu wenig. Keineswegs vertrete die Bürgerinitiative die Auffassung, dass alles beim
Alten bleiben solle. Es gibt ja viele
Möglichkeiten, gewisse Dinge gemeinsam mit den Nachbarn zu machen, sagt
Lauer. So könnte aus Sicht der Bürgerinitiative in den Bereichen Tourismus oder
bei den Werken die Zusammenarbeit mit benachbarten Verbandsgemeinden verstärkt
werden. Wir treten also dafür ein, dass
Verwaltungsgeschehen reformiert wird, sind aber gegen Gebietsveränderungen,
sagt Lauer. Einig ist man sich bei der Bürgerinitiative, was passiert, wenn die
VG Kell ihre Selbstständigkeit verliert. Dann
ist die alte Trennlinie wieder da, prognostiziert Lauer. Sprich: Der Keller
Raum würde sich wohl Richtung Hermeskeil orientieren, der Zerfer Raum nach
Saarburg abwandern. Der Bürgerinitiative-Sprecher sieht keinen Sinn darin, eine
neue, fusionierte Verbandsgemeinde zu schaffen, die etwa bei einem Zusammenschluss
mit Hermeskeil von Neuhütten-Muhl bis ins über 40 Kilometer entfernte Vierherrenborn
reichen würde. Das hätte doch fast schon
Kreisdimensionen und wäre viel zu groß. TV-Redakteur Axel
Munsteiner kommentiert: Ist die Bürgerinitiative, die den Erhalt der VG Kell fordert und von
Kommunalpolitikern aus der Taufe gehoben wurde, nun Etikettenschwindel oder
nicht? Diese Frage ist bei der überwiegend von CDU-Leuten vorangetriebenen
Neugründung angebracht. Natürlich steckt hinter der BI eine politische
Motivation und die Botschaft an die SPD-geführte Landesregierung: Lasst von der
VG Kell die Finger weg! Eins muss aber positiv vermerkt werden. Bei der
Kommunalreform wird immer wieder propagiert, dass die Bürger an der Diskussion
beteiligt werden sollen. In Kell geschieht dies nun schon in einem frühen
Stadium und lange bevor überhaupt in Mainz beschlossen wird, ob das Überleben
der VG gefährdet ist. Nur zur Erinnerung: Die benachbarte VG Thalfang steht
schon auf der Streichliste, eine Bürgerinitiative gibt es dort aber nicht.
Diskutiert wird dort über die Kommunalreform weiterhin nur auf der hochoffiziellen
Ebene von Ortsbürgermeistern und Gemeinderäten. Der Ortsgemeinderat: Ein klares Ja für Verbandsgemeinde
Die erst 40 Jahre alte Verbandsgemeinde Kell am See ist für alle Mitglieder
des Ortsgemeinderates mehr als nur ein Amtsstandort. Ortsbürgermeister Markus
Lehnen fürchtet weniger den Verlust des Amtssitzes als den Einfluss der
Menschen auf die Politik: In sehr großen
Kommunen gehen kleine Dörfer doch unter. Irgendwann würden die Leute
fehlen, die bereit sind, ehrenamtlich in der Kommunalpolitik mitzuarbeiten. Der
Zusammenhalt der Bürger, die stolz auf das Erreichte im Fremdenverkehrsort Kell
sind, müsse klar dargestellt werden: Wer
jetzt ruhig bleibt, ist weg vom Fenster. Auf mehr als 200 Mitglieder kann CDU-Ratsmitglied Dittmar Lauer in seiner
Bürgerinitiative für den Erhalt der Verbandsgemeinde bislang bauen: Wir streben die Zahl von 1000 Mitgliedern
an, um zu zeigen, dass es den Menschen nicht egal ist, ob eine Kommune
zerschlagen wird oder nicht. Der 73-Jährige will diese Meinungsmacht den regionalen Landtagsmitgliedern mit auf den Weg
nach Mainz geben, denn Mitte September ist eine große Diskussionsveranstaltung
geplant. Lauer bezweifelt, dass mit einer größeren Gebietskörperschaft allein Geld
gespart werden kann: Die Verwaltungsstrukturen
müssen geändert werden. Erst dann wird es preiswerter. CDU-Fraktionsvorsitzender Johannes Reitz betont: Kell hat sich extrem gut entwickelt und ist daher erhaltenswert,
denn in dieser Kommune seien ein eigener Geist und eine besondere Identität
entstanden. Geld könne nicht durch Zerschlagung, sondern eher durch
Zusammenarbeit der Kommunen, etwa bei den Gemeindewerken, gespart werden. Es geht doch nicht um eine Passverlängerung
auf dem Rathaus, sondern darum, das innovative Denken und Handeln in Kell
weiterzuführen. Auch das parteilose Ratsmitglied Horst Zimmert spricht sich für kostensparende
Kooperationen zwischen den Kommunen aus. Als Fehler bezeichnete Zimmert jedoch
die Abgabe von Aufgaben an den Kreis, etwa bei den Schulen: Dadurch hat Kell Kompetenzen abgegeben.
Mit dem Wasserwerk, dem Schwimmbad und der Feuerwehr sei Kell zur Wasser-VG geworden. Die BI sei nun eine
Chance zum Erhalt der Kommune, vorausgesetzt, die Diskussion werde überparteilich
geführt. Der Notwendigkeit einer Kommunalreform durch die demografische Entwicklung
erteilte BI-Vorsitzender Lauer eine klare Absage: Gerade bekommen in Kell drei Mütter Zwillinge. Eine Politik sei
notwendig, in der die Kindererziehung wieder Spaß macht, denn: Nur starke Familien in starken Gemeinden. Rheinlandmeisterschaft
gewonnen Nachdem die Jungs der Jugendspielgemeinschaft die
Saison ohne Niederlage punktgleich mit der Jugendspielgemeinschaft Saarburg an
der Tabellenspitze abschließen konnten, auch Kreispokalsieger wurden und sich
dann die Bezirksmeisterschaft sicherten, ging es auf dem schönen Rasensportplatz
in Hentern um den Rheinlandtitel. In spannenden Spielen wurden die Jugendspielgemeinschaft
Kirchen (Bezirksmeister Ost) mit 32 und die Jugendspielgemeinschaft Westum (Bezirksmeister
Mitte) mit 1:0 besiegt und somit die Rheinlandmeisterschaft errungen. Unter großem Jubel wurden aus der Hand des
Vertreters des Fußballverbandes Rheinland, Alois Stroh und im Beisein des
Fußballkreisvorsitzenden Bernd Marx der Wanderpokal des Rheinlandmeisters und
die Siegermedaillen entgegengenommen. Ausflug nach
Herrstein Die Frauengemeinschaft hatte zu einer Halbtagesfahrt nach Herrstein eingeladen.
Nach einer Führung durch die historische Altstadt kehrte die Frauen in die
Zehntscheune ein, um dort die berühmten Klöße zu probieren. Radprofi Marcel Wüst in
Kell Mit einem ehemaligen Radprofi zu
trainieren, ist die beste Voraussetzung, mehr Ahnung vom Radfahren zu bekommen, findet Kerstin Jacobs aus Mainz. Die gebürtige Hunsrückerin lernte in
einer Gruppe von acht ambitionierten Hobby-Radsportlern bei einem Trainingscamp
mit Tourismusbotschafter Marcel Wüst, wie gut der Drahtesel der Seele tut. Eine Menge Leute haben heutzutage viel
Stress. Sie setzen sich aufs Rad und strampeln sich ihn vom Gemüt, erklärt der ehemalige Rennfahrer, der Etappen bei der Tour de France und
beim Giro d'Italia gewann, bevor seine Karriere durch einen Sturz im Jahr 2000 im französischen Issoire jäh endete. Wüst
verlor dabei ein Auge und zog sich weitere schwere Verletzungen zu. Der heute 43-Jährige rät dringend von Übertreibungen ab: Das bringt nur neuen Stress. So lernten
die Teilnehmer erst einmal, wie man mit richtig eingestelltem Sattel und Lenker
so auf dem Rad sitzt, dass die Kraft der Beine optimal am Hinterrad ankommt, denn
Wüst weiß: Der Berg ist so schwer, wie
man sich ihn macht. Dazu gab's Tipps für unfallfreies Fahren, natürlich mit
Helm, und die richtige Ernährung. Dafür sorgte das Keller Hotel zur Post, wo die Teilnehmer auch wohnten. In seiner Eigenschaft als Tourismusbotschafter sagt Wüst: Rheinland-Pfalz ist ein wunderbares Land zum
Radfahren, auf der Rennmaschine ebenso wie ganz gemütlich mit der ganzen Familie.
Dazu komme das gute Essen und die Versorgung der Radler mit Servicestationen. Flott war die Gruppe auf dem Ruwer-Hochwald-Radweg unterwegs. Alle acht
waren von der Landschaft und dem guten Zustand der Wege begeistert. Das Trainingscamp, das auch auf der Internationalen Tourismusbörse in
Berlin vorgestellt worden war, ist laut Nathalie Hartenstein von der Rheinland-Pfalz
Tourismus GmbH ein erstes Pilotprojekt für Rennradsportler: Das ist eine große Zielgruppe, die auch für
den Hochwald und Hunsrück begeistert werden soll. Darüber hinaus ist geplant, mit weiteren Veranstaltungen auch Genussradler
anzusprechen, die Wert auf kulturelle Unterbrechungen ihrer Touren und gute
regionale Küche legen, die über die reine Sporternährung hinausgeht. Gleiches
gilt für Wanderfreunde, die bei aller Pflege der Gesundheit nicht auf Genuss,
und hier besonders den Wein des Landes, verzichten wollen. Juli Hans-Peter Roden beim Hospizlauf Nachdem im vergangenen
Jahr insgesamt 5.800 € für das Hospizhaus in Trier gesammelt werden konnten,
sind bei der siebten Auflage der Benefizaktion bislang bereits 7.500 €
zusammengekommen. Ich habe in den letzten
Tagen natürlich viele Telefonate und Mails erhalten … alle geben nur positives
Feedback! So etwas baut auf und motiviert natürlich für 2011, sagt Astrid
Roden vom Verein Spiridon Hochwald, die für die Organisation des Laufes verantwortlich
war. Möglich wurde die
Spendensumme nur dadurch, dass zahlreiche Sponsoren den Lauf unterstützten,
darunter die Stadtwerke Trier und Citysport Trier. Zudem erfolgte die
Organisation ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis. Brutscheln und Bratscheln Dorthin, wo die jährliche Verbandsgemeinde-Tierschau
stattfindet, musste der Veranstalter in diesem Jahr ausweichen, denn die Rena-turierungs-Arbeiten
im Dorfpark Dumpert, der eigentlichen
Feierstätte, sind noch nicht abgeschlossen. Bei sengender Hitze und zahlreich herbeigeholten
Sonnenschirmen feierten dann Hunderte von Gästen, wobei sich manche
Daheimgebliebenen nicht den hohen Temperaturen aussetzen wollten. Die Leute um
den Vorsitzenden Norbert Stüber, hatten ein nachmittagsfüllendes Programm zu bieten
und ließen gemeinsam mit dem Publikum die vergangenen Zeiten wieder aufleben.
Wie in jedem Jahr bratschelte die nun
schon 91-jährige Anna Koltes und gab Anekdoten und Witze im Keller Dialekt in
ihrer bekannten und beliebten Art und Weise zum Besten. Die Kulturgruppe aus Schillingen zeigte, wie man
früher mit Dreschflegeln arbeitete. Danach gab es Wettbewerbe in verschiedenen
bäuerlichen Disziplinen. Mundart-Vorträge und ein großes Mundart-Rätsel
verbreiteten viel Spaß unter den sonnengeplagten Gästen. Gebrutschelt wurden Häädeknepp
meat Späack, Deppelappes, Mippelcher, Kromperepannkochen, Kromperekleeß und
viele andere Leckereien. Auch für die Kleinen war gesorgt. Eine riesige
Springburg mit Rutschbahn ließ bei den Kindern keine Langeweile auf-kommen.
Oswald Willger, der Leiterwagen, Pflüge und viele historische Geräte in seiner
Freizeit nachbaut, hatte wieder einmal einen Teil davon auf dem Gelände zur
Schau ausgestellt. Musikalisch umrahmte der Musikverein Concordia Kell am See die Veranstaltung und mit Unterhaltungsmusik
von Jürgen Scherbaum nahm das Fest seinen Ausklang. Für die allseits beliebte 91-jährige Anna Koltes war
der Mundart-Beitrag der letzte öffentliche Auftritt. Zwei Wochen nach der Veranstaltung
starb sie plötzlich und unerwartet. Abschied von Kaplan Michael Pauken Der Abschied von Kaplan Michael Pauken hat nicht nur
die Gläubigen der Pfarreiengemein-schaft Schillingen mit Heddert, Kell,
Reinsfeld, Mandern-Waldweiler und Lampaden überrascht. Auch er selbst hat diese
Entwicklung nicht absehen können. Auslöser war nämlich das Aus des Lokalsenders
Antenne West, dessen Frequenzen im Juni an die Radio Group GmbH vergeben wurden. Diese betreibt ein Dutzend
Lokalsender in Rheinland-Pfalz und dem Saarland und will ab September auch aus
Studios in Trier, Wittlich und Daun senden. Die Redaktionsleitung des sechsköpfigen Teams in
Trier wird Kaplan Pauken übernehmen. Der ehemalige Praktikant von Radio RPR Koblenz zeichnet
mitverantwortlich für den Aufbau von Antenne
Koblenz. Außerdem brachte er in Bretzenheim bei Bad Kreuznach Deutschlands
erstes Pfarr-Radio auf den Weg. Das erste
Angebot, als Kirchenredakteur für das gesamte Sendegebiet der Gruppe ein
Mittagsgebet zu entwickeln, kam dem 37-Jährigen daher sehr entgegen. Daher bat
er Bischof' Stephan Ackermann um seine Freistellung, quasi unbezahlten Urlaub. Michael Paukens Leidenschaft fürs Radio basiert auf
dem Wunsch, Botschaften zu vermitteln und etwas für die Menschen zu tun.
Außerdem ist Pauken überzeugt: Wir
brauchen heute neue Wege, um die Menschen zu erreichen. Als Kirchenmann der
Radiogruppe könnten 70.000 Menschen im Saarland und in Rheinland-Pfalz seine
Beiträge über die Heilig-Rock-Tage oder über die Bolivienpartnerschaft des
Bistums hören. Daneben wird er ganz normales Lokalradio machen mit
Talksendungen wie Helden wie ihr, zu
denen Vereine oder Gruppen eingeladen werden. Besonders freut er sich darauf,
wieder mit vielen jungen Leuten wie Praktikanten oder Studenten arbeiten zu
können. Das habe ihm in der Gemeinde, wo sich das auf den Religionsunterricht,
die Arbeit mit Messdienern oder jährliche Zeltlager beschränkte, schon gefehlt. Die Seelsorge im Dekanat ist laut Dechant Clemens
Grünebach gesichert. Im Seelsorgebezirk Waldrach werden künftig Pfarrer Thomas
Corsten und Kaplan Axel Feldmann, der in Zerf wohnen wird, Dienst tun. Spende der Frauen an Pastor Serge Während der Urlaubsvertretung durch Pastor Serge
Senzedi hielt dieser eine Frauenmesse, an der über 50 Frauen teilnahmen. Der
Vorstand der Frauengemeinschaft war bei der Gastfamilie des Pastors, Familie
Herpel, eingeladen. Bei diesem Anlass überreichte die Vorsitzende Adele Barthel
Pastor Serge Senzedi eine Spende, wofür dieser sich sehr herzlich bedankte. Diebstahl im
Zentralhochbehälter Ziel von Metalldieben war in der Nacht zum
vergangenen Donnerstag der Zentralhochbehälter des Wasserwerkes Kell am See.
Die bisher unbekannten Einbrecher verschafften sich durch Auftrennen des Zaunes
Zutritt auf das in der Nähe des Segelflugplatzes gelegene Gelände, auf dem sie
anschließend einen Lagerraum aufbrachen. Hier hatten sie es auf Wasseruhren und
Messingmaterialien abgesehen. Zum Abtransport ließen sie zunächst einen
Anhänger mitgehen, der unweit des Tatortes im Wald wieder aufgefunden werden
konnte. Die Kripo geht davon aus, dass in diesem Bereich das Diebesgut auf ein
anderes Fahrzeug umgeladen wurde. Die Schadenshöhe beläuft sich nach ersten
Feststellungen auf ca. 20.000 €. Fußballcamp für den Nachwuchs Die Fohlen-Fußballschule
des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach gastierte zum dritten Mal beim SV
Kell. Das Niveau wird immer besser und es
macht immer mehr Spaß, sagte der Koordinator der Nachwuchsschmiede, Thomas
Reich. Für Horst Zimmert, seit
Februar Vorsitzender des SV Kell ist es wichtig, dass sich Vereinstrainer und
-betreuer möglichst viel von den Profitrainern der Borussia abschauen: Je ein Trainer von uns wird einem Trainer
der Borussia zugeordnet. Der Dialog und der Erfahrungsaustausch sind wertvoll. Den Kontakt zur Borussia
knüpfte Trainer Norbert Etringer 2006. Fußballcamps
veranstalten wir bereits seit 2003, aber zunächst halt immer nur mit eigenem
Personal, erklärt der Ge-schäftsführer des Fördervereins der Fußballjugend
im SV, Detlef Schmitz. Seit drei Jahren sei ein professionelles Niveau
gewährleistet. Der neunjährige Nick
Reichert und andere jugendliche Teilnehmer träumen von einer Berufskarriere als
Fußballer und stellten fest: Man merkt
schon, dass diese Trainer Bundesligaerfahrung haben. Dass bereits die beiden
vorigen Camps viel bewirkt haben, beweist der Titel, den die
Jugendspielgemeinschaft Kell, Schillingen, Mandern und Waldweiler bei den
Rheinland-Pfalz-Meister-schaften errungen hat. Den Sieg holte sich exakt die
Gruppe, die vor einem Jahr von Thomas Reich beim Fohlencamp unter die Fittiche
genommen worden war. Martin Reichert erklärt,
junge Fußballtalente bereits am Gang zu erkennen. Sein System: Loben, loben,
loben. Dieses Motto hat sich auch der SV Kell in seinen Trainingseinheiten zu
eigen, gemacht. Fußballtechnik, Reaktionsvermögen, Schnelligkeit und Übersicht
sind dabei die Stichworte. Spaß muss es
machen - dann ist die Motivation immer da, sagt Reich. Er weiß auch: Die kleinen Vereine sind Spielerlieferant
für die Bundesliga und die wiederum für die Nationalmannschaft. Ein
Beispiel ist Timo Philippi. Der Zwölfjährige des SV wurde bereits als Torwart
von der Trierer Eintracht verpflichtet. Bei solch großen Erfolgen fällt es dem
Vorsitzenden des Fördervereins, Udo Müller, leicht, die Fohlen-Fußballschule
auch für das nächste Jahr einzuladen. Großer Höhepunkt des Camps war die Fahrt
in den Borussia-Park mit Training auf dem Platz der Borussia-Profis und das
Treffen mit Torwart-Legende Wolfgang Kleff. Erfolgreiches Seefest Obgleich der Hochsommer in den Tagen vor dem Seefest
eine kurze Verschnaufpause einlegte, waren die Veranstalter des Festes im
Vorfeld recht optimistisch gestimmt und blickten in gespannter
Erwartungshaltung dem Sonntag entgegen, denn ein Rekord stand bereits
frühzeitig fest: Der diesjährige Bauern- und Handwerkermarkt sollte der größte
Markt in der achtjährigen Seefestgeschichte werden. Uber 80 Aussteller hatten in den zurückliegenden
Wochen ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet und sich entsprechende
Ausstellerflächen reservieren lassen. Mit einer Steigerung um nahezu 30 %
sollte der Markt nicht nur an Länge, sondern auch an Produktvielfalt und somit
letztendlich auch an Attraktivität gewinnen. So war denn mancher frühmorgendliche
Jogger, der es gewohnt war, seine Runden in der beschaulichen Idylle des zu
dieser Zeit noch eher verschlafenen Seeumfeldes zu absolvieren, sehr erstaunt,
als er dort nicht die gewohnte Ruhe, sondern ein hektisches Treiben in den
frühen Morgenstunden vorfand, denn die ersten Marktbestücker waren schon sehr
zeitig angereist, um ihre Stände aufzubauen und um sich für den zu erwartenden
Ansturm zu wappnen. Dass Veranstalter und Marktleute gut daran taten,
frühzeitig die Weichen für einen erfolgreichen Festverlauf zu stellen, zeigte
sich bereits in den Vormittagsstunden, denn ab 10.00 Uhr füllte sich das
Festgelände kontinuierlich, und bereits um die Mittagszeit waren die Parkplätze
rund um das Gelände weitestgehend belegt. Sowohl den Marktbetreibern als auch
der Gastronomie wurden in den folgenden Stunden Höchstleitungen abverlangt. Bis
in die frühen Abendstunden hinein riss der Besucherstrom nicht ab, und schon
frühzeitig mussten Waren nachgeordert werden oder es wurden erste Ausverkäufe
gemeldet. Auch das Rahmenprogramm mit Kinderanimation, Tauchschule und
Fallschirmspringern trug dazu bei, das Fest zu einer rundum gelungenen
Veranstaltung werden zu lassen, so dass die Verantwortlichen sich in einer
ersten Bilanz mehr als zufrieden zeigten und schon erste Überlegungen für das
Seefest 2011 anstellten. Wiesplätzchen-Mädchen-Treff Agnes Lehnen hatte eine gute Idee. Sie wollte mal
wieder alle Mädchen aus ihrem Heimatviertel,
dem Wiesplätzchen, sehen und organisierte daher ein Treffen der in Kell und
auswärts wohnenden Frauen, die in ihrer Kindheit und Jugendzeit im
Wiesplätzchen wohnten. Dann war es soweit. An einem wunderschönen
Juliwochenende kamen bis auf die verhinderte Theresia Wagner alle ehemaligen
Wiesplätzchen-Mädchen im Hotel Zur Post
zusammen. Einige waren von weither angereist. Es gab viel zu erzählen von
früher und wie im Dorf sich alles verändert habe – zum Positiven, so die
einhellige Meinung. Nach Kaffee und Kuchen schloss sich ein Spaziergang
über den Ruwer-Hochwald-Radweg und ein Besuch im Historischen Bahnhof an, wo
vor allem die alten Dorfbilder das Interesse weckten. Präsentation in der Alten Mühle Neuer Krimi von Hans Muth Unter dem Pseudonym Hannes
Wildecker hat der in Kell geborene Hans Muth jetzt seinen fünften Band
vorgestellt: Cruciatus –Das Vermächtnis.
Der Titel kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie Marter oder
Folter. Es ist kein Hochwaldkrimi
geworden wie die vorangegangenen, macht Muth klar. Die Geschichte beginnt
irgendwo an der Saar im Jahre 1587, der Hochzeit der Hexenverfolgungen in
Kurtrier. Folterknechte erzwingen auf menschenverachtende Weise Geständnisse
der angeblichen Hexen. Es geht um einen wertvollen Gegenstand, der lange
Schatten in die Gegenwart wirft. Hobbyhistoriker entdecken im Trierer
Stadtarchiv verschlüsselte Hinweise auf einen rätselhaften Schatz und werden
prompt ermordet. Religiöser Wahn zieht eine Blutspur durch den Roman. Wie immer
ist knisternde Spannung bis zur letzten Seite garantiert. Ich habe mich mit dem
Thema Hexenverfolgung bereits in zwei Dorfchroniken befasst und fand das sehr
interessant, erklärte Muth seinem Publikum bei der Lesung in der Alten Mühle in
Kell. Rund 40 Gäste hörten dem Autor gespannt zu. Aus der Ortsgemeinde... Ortsbürgermeister Lehnen
führt in seinen einleitenden Worten aus, dass der vorliegende Etatentwurf 2010
losgelöst von den Haushalten und Jahresrechnungen früherer Jahre zu sehen ist.
Mit dem Entwurf des Haushaltsplanes 2010 wird zum zweiten Mal in der
Ortsgemeinde Kell am See der Haushaltsplan nach den neuen Vorschriften des doppischen Haushaltsrechts aufgestellt.
Danach bestehen kommunale Haushaltspläne aus einer Ergebnisrechnung mit
Erträgen und Aufwendungen, einer Finanzrechnung mit Einzahlungen und
Auszahlungen und einer Vermögensrechnung, die einer Bilanz entspricht. Eine
Eröffnungsbilanz konnte bisher noch nicht erstellt werden, da die
Jahresabschlüsse 2008 und 2009 noch nicht vorliegen und diese Ergebnisse in die
Eröffnungsbilanz einfließen. Er geht kurz auf die
Einnahme- und Ausgabesituation ein und spricht die zentralen Maßnahmen des Jahres
2010 an, wie z.B. die Investitionen für das Neubaugebiet An der Fischerei, die Photovoltaikanlage, die Mini-Soccer-Anlage,
Radwegbegleitende Maßnahmen etc. Die Kreditschuld der
Ortsgemeinde betrug am Ende 2009 insgesamt 3.005.961 €. Hierin enthalten sind
jedoch 1.250.000 € sog. investive Schulden, denen entsprechende Werte entgegenstehen,
bzw. deren Rückzahlung durch zukünftige Sondertilgungen erfolgen wird (z.B.
Neubaugebiet durch den Verkauf von Baugrundstücken). Im Anschluss daran wird
der Ergebnishaushalt besprochen. Einige Fragen der Ratsmitglieder werden erörtert
und durch den Ortsbürgermeister sowie den Kämmerer Raimund Kramp beantwortet. Horst Zimmert gibt seine
Stellungnahme ab. Er regt eine Aufnahme der Stelle des Beigeordneten mit eigenem
Geschäftsbereich im Stellenplan an. Johannes Reitz geht in
seiner Stellungnahme als Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion ebenfalls auf
die Maßnahmen sowie die Einnahme- und Ausgabesituation ein. Er regt an, im
Haushaltsplan Mittel für die Wiederanlegung eines Kinderspielplatzes im Dumpert
aufzunehmen. Hierfür sollen im Ausgabe- und Einnahmebereich jeweils 4.000 €
eingesetzt werden. Die Finanzierung soll vollständig durch Spenden, etc. gedeckt
werden. Dittmar Lauer spricht in
seinen Ausführungen die allgemeine Finanzsituation der Gemeinden an. Alle
Beteiligten stellen unisono fest, dass die Verbesserung der Haushaltssituation
neben umfangreichen Sparanstrengungen nur durch eine bessere Finanzausstattung
der Kommunen im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs erreicht werden kann, da
bei der derzeitigen Situation ein Großteil der Einnahmen der Gemeinde an Land,
Kreis und Verbandsgemeinde abzuführen ist und gleichzeitig ca. 80% der kommunalen
Belastungen durch die Gemeinde nicht beeinflussbar sind. Der Ortsbürgermeister
führt in die Thematik der geplanten Kommunalreform ein. Zwar steht die
Verbandsgemeinde Kell am See mit ihren knapp 10.000 Einwohnern und 13
Ortsgemeinden noch nicht auf der Streichliste mit insgesamt 32 Verbandsgemeinden,
die sich einen Fusionspartner suchen müssen. Wenn der Mainzer Landtag im
Oktober über das Gesetz zur Kommunalreform diskutiert, könnte die VG Kell am
See zur Disposition gestellt werden. Denn sie zählt zu den 66
Gebietskörperschaften, die sich nach Auffassung des Gemeinde- und Städtebundes
Gedanken über ihre künftige Gebietsstruktur machen sollten. Bei der Kommunalreform
werde immer wieder propagiert, dass die Bürger an der Diskussion beteiligt
werden sollen. In Kell am See geschieht dies mit der neu gegründeten
Bürgerinitiative in einem frühen Stadium. Johannes Reitz, Dittmar
Lauer und Horst Zimmert teilen in ihren Stellungnahmen mit, dass bei der
Neugründung der Bürgerinitiative keine parteipolitische Motivation vorhanden
ist. Vielmehr soll sich parteiübergreifend für den Erhalt der Verbandsgemeinde
Kell am See in ihrer jetzigen Form eingesetzt und der Bürgerwille hierzu mobilisiert
werden. Es werden durch die Gemeinderatsmitglieder folgende Argumente für den
Erhalt der Verbandsgemeinde in ihrem jetzigen Zuschnitt formuliert: Die Menschen innerhalb der
Verbandsgemeinde identifizieren sich mit „ihrer Verbandsgemeinde“. Es hat sich
in den 40 Jahren des Bestehens eine eigene Identität entwickelt, deren Erhalt
sehr wichtig ist. Es sind gewachsene und weiterentwickelte
Strukturen entstanden. Insbesondere die Menschen bis 50 Jahre sind
ausschließlich in der jetzigen Verbandsgemeinde aufgewachsen. Ein
Gemeinsamkeitsgefühl ist speziell in diesen Altersschichten klar erkennbar. Auf Vereinsebene sind in
der Vergangenheit viele gemeinsame Strukturen entstanden. Insbesondere im
Bereich der Musikvereine (Verbandsgemeindeorchester), und den Sportvereinen
(Senioren- und Jugendspielgemeinschaften) sowie in anderen Vereinsbereichen
sind viele Kooperationen und Strukturen entstanden. Die Kommunalreform hat zum
Ziel, Synergie-Effekte und Einsparungen zu erreichen. Mit der Fusion zweier
finanzschwacher Verbandsgemeinden entsteht jedoch keine finanzstarke gemeinsame
Verbandsgemeinde. Beispiele aus der Vergangenheit haben gezeigt, dass hier
keine Einsparungen entstehen, sondern durch höheren Verwaltungs- und
Personalaufwand bei der Zusammenführung oftmals Kostensteigerungen vorhanden
sind. Speziell im Bereich der
Verbandsgemeindewerke oder des Fremdenverkehrs könnten durch Kooperationen
Kosteneinsparungen und Synergie-Effekte erzielt werden. Die demographische
Entwicklung bedingt ebenfalls keine Zusammenlegung zweier Verbandsgemeinden.
Die Trägerschaft der Schulen wurde an den Landkreis abgegeben, so dass hier
bereits eine einheitliche und kostensparende und der demographischen
Entwicklung Rechnung tragende Regelung getroffen wurde. Die Ortsgemeinden
(insbesondere die Orte mit Einwohnern unter 1.000 Einwohnern) werden bei einer
Zusammenlegung von Verbandsgemeinden an Bedeutung und Einfluss verlieren. Ihre
Belange werden nicht mehr in dem Maße durch Vertreter auf Verbandsgemeindeebene
zur Sprache gebracht. Menschen, die sich und
ihren Ort nicht mehr ausreichend vertreten fühlen, werden nicht mit dem
gleichen Engagement für ihren Ort eintreten, sich politisch und ehrenamtlich
weniger engagieren. Vereine werden dementsprechend noch weniger motivierte
ehrenamtliche Helfer finden. Die Entfernungen innerhalb
einer Verbandsgemeinde Hochwald wären bei der Zusammenlegung zweier Verbandsgemeinden
unverhältnismäßig groß. Der Aufbau und die Entwicklung gemeinsamer Strukturen
würden dadurch erschwert. Die jetzige
Verbandsgemeinde würde nicht vollständig durch eine andere Verbandsgemeinde
übernommen, sie würde zerbrechen, da die Ortsgemeinden des Bereichs Zerf sich
in diesem Fall nach Saarburg orientieren würden. Gewachsene Strukturen würden
zerbrechen. An der Kommunalreform
sollen die Bürger beteiligt werden. Es soll nicht gegen den Willen der Bürger
entschieden werden. Mit der Bürger-initiative wird klar, dass eine große
Mehrheit der Bürger den Erhalt der Verbandsgemeinde in seiner jetzigen Form
wünscht. Es soll eine
Informationsveranstaltung für alle Bürger stattfinden, an der neben den
hiesigen Kommunalpolitikern auch die Landtagsabgeordneten der Region teilnehmen
sollen. Hierbei wird sich auch die neue Bürgerinitiative präsentieren, die dann
über ihre Arbeit und die Unterstützung und Beitritte durch die Bürger berichten
wird. Der Gemeinderat spricht
sich einstimmig für den Erhalt der Verbandsgemeinde in ihrem jetzigen Zuschnitt
aus, steht jedoch der Zusammenarbeit und der Kooperation auf anderen Ebenen
speziell im Bereich der Verbandsgemeindewerke oder des Fremdenverkehrs positiv
gegenüber. August 90
Jahre Sportverein Ein Mammutprogramm an den ersten
beiden August-Wochenenden hat der Sportverein aufgeboten, um sein 90-jähriges
Vereinsbestehen zu feiern. Viel Arbeit war das für die Verantwortlichen um den
neuen Vorsitzenden Horst Zimmert. Das Jubiläum stand unter der Schirmherrschaft
von Ortsbürgermeister Markus Lehnen. Der Festreigen begann mit dem
Verbandsgemeinde-Fußballturnier und dem Street-Soccer-Dorfturnier. Ein erster
Höhepunkt war dann der Geburtstagsempfang im Festzelt mit der Ehrung
verdienstvoller und langjähriger Mitglieder. Für 60-jährige Mitgliedschaft
wurden geehrt: Peter Klaeser, Hermann Kläser, Hermann Lauer, Bernhard Metzler
und Werner Willger. 50 Jahre Mitglied sind: Willi Göden, Manfred Hornetz,
Werner Hornetz, Hermann Jung, Heribert Justinger, Karl-Heinz Keil, Karl-Heinz
Lang, Dittmar Lauer, Günther Ring und Josef Zengerle. In der zweiten Feststaffel wurden
das AH-Turnier und das Jugendfußballturnier aufgetragen. Neben den sportlichen
Ereignissen war das Angebot an gesellschaftlichen Veranstaltungen angemessen. In einer 16-seitigen Festschrift
im DIN 4-Format mit Grußworten des Vorsitzenden und des Schirmherrn wird in
mehreren Beiträgen auf die vielen Abteilungen des Sportsvereins hingewiesen:
Aerobic, Basketball, Fußball, Gymnastik, Herzsport, Kinderturnen, Lauftreff,
Schach, Tischtennis und Volleyball. In einem Beitrag Aus der Chronik... schildert Dittmar
Lauer die abwechslungsreiche Vereinsgeschichte von den Anfängen als SV Viktoria über DJK (Deutsche Jugendkraft), SV
1930 und schließlich SV 1920 e.V., wobei
auch die Anstrengungen um ständige Verbesserung der Trainings- und
Spielmöglichkeiten herausgearbeitet werden – vom ersten Platz im sumpfigen Arensbrooch bis zur zentralen
Sportanlage mit Sportplatzgebäude in der Laach. Heute
steht der Verein mit rund 700 Mitgliedern, die sich in zehn Abteilungen mit
verschiedenen Untergruppierungen aufteilen, außerordentlich breitgefächert da,
so die berechtigte Aussage des Vorsitzenden Horst Zimmert. Axel Feldmann neuer Kaplan Der neue Kaplan der
Pfarreiengemeinschaften Schillingen und Zerf heißt Axel Feldmann. Er ist 32
Jahre alt und stammt aus Neunkirchen, wo er den größten Teil seiner Kindheit
und Jugendzeit verbrachte. Nach dem Abitur
absolvierte Axel Feldmann zunächst eine Ausbildung im Tourismusbereich in
Leipzig mit halbjährigem Praktika in Trier und Zürich. Nach Abschluss dieser
Ausbildung begann er ein Theologiestudium an den Theologischen Fakultäten in
Trier und Passau. Nach dem Studium sammelte er als Pastoralpraktikant und
Diakon erste Erfahrungen in der Pfarreiengemeinschaft St. Maximin in Trier und
Maria Trost in Dillingen. Mit der Priesterweihe im Juli 2007 wurde er als
Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Bernkastel-Kues eingesetzt. Im Pfarrbrief stellt sich
Kaplan Axel Feldmann mit den Worten vor: Ich
freue mich darauf, Sie kennenzulernen und mit Ihnen gemeinsam Kirche zu
gestalten. Sicherlich wird es einige Zeit dauern, bis ich in allen Orten unserer
großflächigen Pfarreiengemeinschaft angekommen bin. So hoffe ich auf ein gutes
Miteinander im gemeinsamen Mitbauen am Reich Gottes, auf dass ich mit Ihnen,
Sie mit uns, wir gemeinsam unseren Mitmenschen Gott ein kleines Stück näher
bringen können. Enthüllung
der Grimotafel in Temmels Die
Ortsgemeinde Temmels hatte eingeladen. Die Enthüllung der bronzenen Grimotafel,
die an die urkundliche Ersterwähnung im Testament des Diakons Adalgisel-Grimo
erinnern soll, stand auf dem Programm. Nach einem Gottesdienst in der
Pfarrkirche St. Peter begaben sich die Ortsoberen mit den geladenen Gästen zum
nahe gelegenen Bürgerhaus – dem ehemaligen Pfarrhaus – wo der Ortsbürgermeister
nach einer kurzen Ansprache die direkt neben der Eingangstür angebrachte Tafel
unter dem Beifall der Anwesenden enthüllte. Anschließend traf man sich zu einem
Umtrunk im Festsaal. Werner
Herpel auf Grabsuche Er hat seinen Vater Hermann nie
kennengelernt, denn der fiel 1941, im Jahr der Geburt seines Sohnes, als Soldat
an der Ostfront des Zweiten Weltkriegs. 69 Jahre später hat sich Werner Herpel
aus Kell am See auf die Reise nach Weißrussland gemacht und dort die Stelle
gefunden, an der sein Vater begraben ist. Als Werner Herpel am 3. Oktober
1941 zur Welt kam, hatte sein Vater Hermann nur noch sechs Tage zu leben. Er ist am 9. Oktober in Russland gefallen,
erzählt Werner Herpel. Von meiner Geburt
hat er leider keine Kenntnis mehr erhalten. Später habe ihm seine Mutter das
erzählt, was sie vom Tod ihres Mannes wusste. Sie hatte erfahren, dass Hermann
Herpel in einer Ortschaft namens Gomel auf einem Marktplatz hinter einer Kuppelkirche
begraben worden sei. Je
älter ich wurde, desto mehr habe ich mir gewünscht, das Grab meines Vaters zu
finden. Irgendwann fand ich dann in einer Zeitung ein Reiseunternehmen, das
sich darauf spezialisiert hat, Angehörige zu den Gräbern gefallener Soldaten zu
bringen, sagt Herpel. 15 Menschen, ebenfalls mit dem
Ziel, ihre Angehörigen zu finden, begleiteten Herpel auf der Reise durch das
heutige Weißrussland. Nach 1600 Kilometern
Busfahrt kamen wir in ein Dorf, in dem man dabei war, Soldaten auszugraben und
auf den Ehrenfriedhof Schatkowo umzubetten. Das geschieht dort heute täglich,
und ich kann den Menschen, die auf der Suche nach ihren Angehörigen sind, nur
empfehlen, nicht aufzugeben, sagt Herpel. Besonders ergreifend war es für
ihn, dass die damit beauftragten Arbeiter nicht nur die Toten, sondern auch
deren persönliche Gegenstände bargen. In Schatkowo werden die Toten in Quadraten,
die einem Schachbrett ähneln, beerdigt. Auf Steinsäulen werden ihre Namen
eingraviert. Eine mitgereiste Frau habe dort ihren Vater wiedergefunden. Für Werner Herpel dauerte die
Suche nur ein wenig länger. Er traf in einer Klosterkirche einen Mann, der
deutsch sprach. Bei ihm erkundigte sich Werner Herpel nach dem Ort Gomel, in
dem sein Vater beerdigt sein sollte. Ich
sagte dem Mann, dass mein einziger Anhaltspunkt der Marktplatz hinter der
Kuppelkirche sei, und er konnte mir tatsächlich weiterhelfen, erzählt der
Keller. Es handelte sich um die bekannte Kathedrale Peter und Paul. In Gomel stieß ich dann auf eine orthodoxe
Nonne, die mir eine Fotografie des Friedhofs aus den Kriegsjahren brachte.
Darauf zeigte sie mir genau die Stelle im Park, wo mein Vater beerdigt ist,
berichtet Herpel. Und er erzählt weiter: Die
Abschiedszeremonie, die speziell für meinen Vater stattfand, werde ich nie
vergessen. Sie endete mit dem Lied ,Ich hatt` einen Kameraden. St. Bartholomäus-Kirmes Zehn Böllerschüsse aus der Kanone von Oswald Willger
für die zehn Jahre des neuen Jahrtausends und zwei misslungene Versuche vor dem
endgültigen Fassanstich durch Ortsbürgermeister Markus Lehnen eröffneten die
diesjährige Bartholomäus-Kirmes. Begonnen hatte der Kirmesabend mit einer
festlichen Vorabendmesse. Schnell füllte sich der Kirmesplatz mit über 2000
Einheimischen und Gästen. Die Stände der fünf Kirmeswirte waren in Windeseile
voll besetzt. Schausteller und Budenbesitzer warteten nur darauf, dass der
offizielle Teil bald beendet sein würde, um der Veranstaltung das notwendige
Flair zu geben. Mit den Klängen des örtlichen Musikvereins erlebten
nicht nur die Einheimischen einen traditionell geprägten Kirmesabend, der mit
der Band No Friends ausklang.
Platzkonzerte, Unterhaltungsmusik und buntes Kirmestreiben waren auch am
Sonntag Trumpf in der Hochwaldgemeinde, ebenso wie der von Jahr zu Jahr größer
werdende Krammarkt. Mehr als 100 Aufsteller haben ihre Stände in einem Bereich
von mehr als einem Kilometer aufgestellt. Aus
der Kirmeszeitung 50
Jahre Tierschau In der von der Ortsgemeinde
herausgegebenen Kirmeszeitung findet sich ein Aufsatz von Dittmar Lauer über
die Historie des Keller Jahr- und Viehmarktes, von dem wir einen Ausschnitt bringen: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde
die Tradition des Keller Jahrmarkts in veränderter Form weitergeführt. Der
bisher an die Kirmes gebundene weithin bekannte Viehmarkt wandelte sich in
einen mehrmals jährlich stattfindenden Ferkels-markt und die Kirmes selbst
wurde in den ersten Nachkriegsjahren in bescheidenem Rahmen gefeiert. 1959 regte der neu gewählte
Bürgermeister August Justen eine Tierschau an als Ergänzung bzw. Ersatz für den
dahin dümpelnden Ferkelsmarkt. Ein Jahr später – heute vor fünfzig Jahren –
fand die erste Tierschau auf der Schulwiese im Wiesplätzchen statt, zunächst
noch in bescheidenem Rahmen und in der Organisation der Ortsgemeinde, später
der Verbandsgemeinde. In den ersten Jahren hatten zunächst die Keller
Gastronomen abwechselnd die Bewirtung der immer zahlreicher erscheinenden
Besucher übernommen, später trat an ihre Stelle der neu gegründete Heimat- und
Verkehrsverein. Die Kirmesmontag stattfindenden Verbandsgemeinde-Tierschau-en fanden
immer mehr Anklang, zumal seit 1974 nicht nur Kühe aufgetrieben und wegen ihrer
erstaunlichen Milchleistung und Fleischqualität prämiiert, sondern auch Pferde
aufgeboten wurden. Für die Anregung, mit der Tier- auch eine Gewerbeschau zu
verbinden, war die Zeit noch nicht reif. Mit der Fertigstellung der
zentralen Schulsportanlage 1975 stand mit der großen Wiese entlang der Ruwer
ein neuer Platz für die immer größer werdende Verbandsgemeinde-Tierschau an
Kirmesmontag zur Verfügung. Einen neuen Platz für die
eigentliche Kirmes mit traditionellem Krammarkt schaffte die Ortsgemeinde im
Zusammenhang mit den erwähnten Sanierungsmaßnahmen auf den Grundstücken Lehnen
und Mannerhans gegenüber der alten Volksschule. Hier bauen Jahr für Jahr die
Keller Gastronomen und Vereine ihre Getränke- und Essenstände auf, während auf
dem alten Kirchhof, späteren Spielplatz und heutigen Parkplatz sich das Kirmestreiben
mit Autoscooter und Schiffschaukel abspielt. Links und rechts vom Herrenmarkt,
der Kirchstraße und teilweise der Brückenstraße unterbreiten zahlreiche Händler
ihr globales Warenangebot, das mit dem früherer Jahre nicht mehr zu vergleichen
ist. Überhaupt präsentiert sich die Keller Bartholomäus-Kirmes an den drei
Kirmestagen in modernem Outfit und als Volksfest nahezu professionell
organisiert - mit Fassanstich durch den Ortsbürgermeister und eigener
Kirmeszeitung, mit bekannten Musikgruppen auf beleuchteter Bühne, alles in
einem angenehmen Ambiente im Weichbild der Kirche St. Bartholomäus. Die Tierschau der Verbandsgemeinde
an Kirmesmontag gewinnt von Jahr zu Jahr mehr an Attraktivität und zieht
Tausende Besucher aus dem ganzen Hochwaldraum und darüber hinaus an. Mit immer
neuen Angeboten gelingt es Bürgermeister Werner Angsten das hohe Niveau der
Tierschau zu halten und auszubauen. Der Auftrieb von Spitzenkühen und
Reitpferden aus mehreren Kreisen, die Wahl der „Miss Hochwald", die Präsentation
von allerlei Kleintieren in einem eigenen Zelt, ein interessantes Angebot
landwirtschaftlicher Produkte aus regionalen Betrieben, nicht zuletzt die
musikalische Unterhaltung durch den Musikverein Concordia, der auch für das
leibliche Wohl sorgt, haben mit dazu beigetragen, dass die Keller Kirmes und
die Verbandsgemeinde-Tierschau sich im Laufe der letzten Jahrzehnte zu einer
weit über die Grenzen hinaus bekannten regionalen Großveranstaltung mit
Volksfestcharakter gemausert haben. Viel
Prominenz bei der 50. Tierschau der Verbandsgemeinde Kell am See Kurz geschoren und blitzblank ist das Fell. Fein
gebürstet und geputzt hat Perle ihren
großen Auftritt. Die Kuh, die vom Hof von Günter Hoff aus Fisch in der
Verbandsgemeinde Saarburg stammt, ist die neue Miss Hochwald, die schönste ihrer Rasse der Landkreise
Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich. Gute Funktionalität, große Kapazität
und ein schönes Euter, schwärmt Kampfrichter Armand Braun von den Vorzügen des
schwarz-weiß gefleckten Tieres. Armand Braun aus Luxemburg ist Experte für deutsche
Holsteiner, die vor allem in der Milchwirtschaft eingesetzt werden. Werner
Hauck aus Bayern kennt sich vor allem aus mit Fleckvieh, bei dem nicht nur die
Milch, sondern auch das Fleisch gefragt ist. Er erklärt, worauf es bei dem
Wettbewerb ankommt. Ein gutes Fundament, also gesunde Beine und Klauen, sollte
eine Kuh haben, wenn sie Miss Hochwald
werden will. Das verspricht ein langes
Leben, erklärt er. Auch beim Euter wird auf die Optik geachtet. Kühe können
heute mit kurzen Strichen, den Laien besser als Zitzen bekannt, punkten bei den
Wertungsrichtern. Das ist günstig für den
Melkroboter, erklärt Hauck. Früher dagegen, als noch per Hand gemolken
wurde, sollten die Striche möglichst lang sein. Perle
darf nun für das Siegerfoto posieren. Hübsch geschmückt mit einer Schärpe steht
sie zwischen Nathalie Masson aus Saarbrücken, die ebenfalls den Titel der Miss Hochwald trägt, und der
rheinland-pfälzische Weinkönigin Jutta Rosenstein. Eine weitere Preisträgerin ist die Kuh Tamara, die vom gleichen Hof wie Perle
stammt. Sie erhält die Auszeichnung für die höchste Lebensleistung mit mehr als
100.000 Kilogramm Milch und zehn Kälbern. Obwohl das Milchvieh und seine Züchter und Halter im
Mittelpunkt stehen, werden auch andere Tiere gezeigt. Die Pferde, beziehungsweise
deren Besitzer, buhlen ebenfalls um Auszeichnungen. Die Kaninchen, Hühner und
Gänse bei der Kleintierschau dagegen werden nicht prämiert. Nicht Schönheit, sondern Leistung sollen die
prominenten Gäste, unter ihnen Julia Klöckner, Staatssekretärin im Bundesministerium
für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, beim Wettmelken zeigen. Doch
die künstliche Kuh auf der kleinen Bühne bleibt unangetastet. Das nasse und
kalte Wetter treibt die Menschen unter die Pavillons, sodass das Wettmelken mangels
Zuschauern kurzfristig abgesagt wird. September Firma Kirsten auf der
Automechanika Über
100 Jahre gibt es die Firma Georg Kirsten
GmbH & Co. KG mittlerweile, seit 60 Jahren ist das Unternehmen, das
international führend im Bau von Hebebühnen und Hebewerkzeugen ist, in Kell am
See vertreten. Die Automechanika ist für uns die wichtigste Messe im Rhythmus von zwei
Jahren, sagt Geschäftsführer Uwe Brunnenmeister,
der gemeinsam mit seinem Kollegen Rudolf Gort in dieser Woche den Stand in der
Halle 8.0 auf dem Gelände unter dem Frankfurter Messeturm betreut. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir auf der Automechanika unsere
Kunden und vor allem das Fachpublikum am besten erreichen, sagt er. Wir verkaufen über den
Großhandel, Endabnehmer sind Werkstätten im Bereich Busse und Lastwagen,
erklärt Brunnenmeister sein Geschäftsfeld. Auch
müssen wir uns immer den jeweiligen Gegebenheiten anpassen, müssen
Hebewerkzeuge für Fahrzeuge entwickeln, die entweder neu auf den Markt gekommen
sind oder verbessert wurden. Seit Jahrzehnten arbeitet die Firma Kirsten
daher mit ihren Kunden zusammen. Die kommen schon auf uns zu und erklären uns, was sich im Fahrzeugbau
verändert hat und wir reagieren darauf. Das sind oft nur kleine Dinge im
Detail, die wir verändern müssen. Aber das geschieht mit hoher Präzision und
weitreichender Wirkung in der Fertigung der Maschinen. Grubenheber, Unterflurheber, Portalheber, Achsheber und Zubehör gehören
zum Produktangebot von Kirsten. Auch viele Firmen der Region arbeiten
mit den Hochwäldern zusammen. Egal, ob es private Busunternehmen oder kommunale
Einrichtungen sind: Sie vertrauen auf die Kraft
aus dem Hochwald, auf die Hebewerkzeuge der Firma Kirsten aus Kell am See. Neues Buch erschienen: Jugendzeit –
Kriegszeit Jugendzeit-Kriegszeit ist der Titel des 65 Seiten
umfassenden Buches, in welchem Albert Lehnen gravierende Erlebnisse der
Vergangenheit niedergeschrieben hat. Erschienen ist das Werk im Verlag Alta Silva. Herausgeber ist der Heimat-
und Kulturverein Trier-Saarburg und die Vereinigung der Heimat- und
Geschichtsfreunde im Hochwaldraum. Dittmar Lauer bearbeitete das Buch redaktionell.
Alles in allem: ein ehrenamtlich erstelltes Werk, das sich in die Reihe Erinnerungen eingliedert: Alois Jäckels,
Leben zwischen Krieg und Frieden und Hans Muth, Ein Kind des Hochwalds. Mein Bruder Ludwig hatte immer schon vor, sein Leben mit all den Licht- und
Schattenseiten zu Papier zu bringen. Leider verstarb er und so nahm ich mir
vor, Ereignisse aus meinem Leben aufzuschreiben, erzählte der 1930 geborene Schreinermeister im Ruhestand. Alle Erlebnisse
habe er aus dem Gedächtnis heraus niedergeschrieben. Da ist die Geschichte von
Onkel Nikla, der nach einer Hirnhautentzündung im Kindesalter taubstumm wurde.
Er schreibt über seine Eltern, seine Geschwister, seine Tanten. Auch der Bau
der Hunsrückhöhenstraße, der heutigen B 407, ist ein Thema. Wir nannten sie alle nur Teerstraße,
sagte Lehnen. Denn es war die einzige geteerte
Straße weit und breit. Auch eine Brandkatastrophe am Pfingstmontag 1948 in
der Nähe der Kirche findet ihren Platz in dem Buch. Drei Erwachsene und zwei
Kinder fanden dabei den Tod. Einen großen Teil in dem Buch aber nehmen die
Vorkriegszeit und der Krieg selbst ein. Von den ersten Gefallenen über das
Hamstern bis hin zu den Bombenangriffen auf Kell beschreibt Lehnen auch die
Gefahr, in der er sich selbst befunden hatte. Zwanzig Meter neben mir detonierte eine Bombe. Ich wurde dabei Gott sei
Dank nur leicht verletzt. Als Gratulanten und interessierte
Zuhörer waren auch Ortsbürgermeister Markus Lehnen und Werner Angsten,
Bürgermeister der VG Kell am See erschienen. Die Augen wollen nicht mehr so recht, informierte Lehnen das
Auditorium und meint scherzhaft: Deshalb
habe ich eine pensionierte Lehrerin aus der Nachbarschaft angeworben. So
las Lilli Lauer dem interessiert lauschenden Publikum einige Passagen aus dem
Werk vor. Auf der letzten Seite zieht Lehnen
Billanz: Durch die selbst erlittenen
Kriegserlebnisse bin ich ein Gegner jedes Krieges geworden. Wild Willgers siegen... Eine
große Zuschauerkulisse fand der 15. Staffel-Triathlon. Alle waren von den
spannenden Wettkämpfen und den vielen Positionswechseln begeistert. Bei den
Familienteams konnte sich Christoph Willger auf der 5000m Laufstrecke mit einem
Vorsprung von 24 Sekunden klar durchsetzen und gewann mit seinem Team Wild Willgers die Familienwertung. Zum
Team gehören: Michael Willger (Schwimmen), Gerhard Willger (Biken) und
Christoph Willger (Laufen). Horst Zimmert, der Vorsitzende des
Sportvereins, Ortsbürgermeister Markus Lehnen und der Beigeordnete der
Verbandsgemeinde Michael Lauer überreichten die Siegerpokale. Zeltlager der
Kolpingjugend Den Sternen kommt nicht jeder so nah. 34 Jugendliche
aus den Verbandsgemeinden Hermeskeil und Kell am See und deren Betreuer bekamen
vom Leiter des Observatoriums Hoher List
bei Schalkenmehren, Dr. Klaus Reif, einen interessanten Einblick in die
Geschichte der Beobachtungsstation und unser Planetensystem. Auch erklärte er
den Aufbau und die Funktionsweise der beiden größten Teleskope des
Observatoriums. Weil in der Umgebung kaum Licht von großen Ortschaften den
Himmel zu sehr erhellt, ist der Standort bestens geeignet. Die Jugendlichen wanderten nach der Führung zurück
zu ihrem Zeltplatz, der Teichanlage Winkelbach
des Kreisfischereivereins Vulkaneifel in der Nähe von Schalkenmehren. Hier
erteilten die Mitarbeiter des Kreisfischereivereins Unterricht im Angeln. Nach
einer kleinen Einführung durften sich die Jugendlichen unter fachkundiger Betreuung
dem neuen Hobby widmen und konnten mit etwas Geduld und Geschick einen Fang an
der Angel haben. Mit dem Fahrrad 40 Kilometer auf dem Mosel-Maare-Radweg
oder Schwimmen im Naturfreibad des Gemündener Maares: Die sportliche Betätigung
kam nicht zu kurz. Beim Besuch des Maislabyrinths Eckfeld konnten die
Kinder ihren Orientierungssinn testen, den sie bei der Nachtwanderung und den Erkundungen
im Wild- und Erlebnispark Daun sicherlich brauchten. Oktober Der
Trierische Volksfreund bringt in der Ausgabe Nr. 229 vom 2./3. Oktober 2010 unter
der Überschrift Ordensschwestern
verlassen Kell am See folgende Nachricht: In
Kell am See geht im Sommer 2011 eine Ära zu Ende: 55 Jahre lang haben die
Schwestern vom Orden der Oblatinnen im Ort gewirkt und sich als Leiterinnen des
Kindergartens vor allem erzieherischen Aufgaben gewidmet. Nun werden sie in ihr
Ordenskloster im österreichischen Linz zurückgerufen. In Kell ist die
Betroffenheit über diese Entscheidung groß. Für
die Zukunft des Kindergartens bedeutet das: Die Kita GmbH wird wohl als
Nachfolgerin eine neue, weltliche Leiterin einsetzen. Ja, wir werden im nächsten Sommer nach Linz gehen, wo neue Aufgaben auf
uns warten. Mit dieser Aussage bestätigt Schwester Maria Regina eine
Entscheidung ihrer Ordensleitung, die in Kell wohl niemanden unberührt lässt.
Vor 55 Jahren haben sich Schwestern vom Orden der Oblatinnen im Ort niedergelassen.
Sie wirken dort seitdem vor allem in der Erziehung und leiten den kirchlich
getragenen Kindergarten St. Michael. Aktuell betreuen die beiden Schwestern
Maria Regina und Anna Gertraud zusammen mit anderen Erzieherinnen etwa 75
Kinder. Eine weitere Schwester führt den Haushalt in ihrem Domizil, das dem
Kindergarten gegenüber liegt. Der Aktionsradius der Schwestern war in dieser
ganzen Zeit aber bei weitem nicht nur auf den Kindergarten beschränkt. So
kümmerten sie sich um die Vorbereitung der Kommunionkinder und Messdiener, den
Missions-Strickkreis und noch vieles mehr. Nun
aber hat die Kongregation die drei Schwestern in das Haupthaus im deutschsprachigen
Raum nach Linz in Österreich gerufen. Die Schwestern sollen im Sommer 2011
dorthin gehen. Grund für diese Entscheidung ist die personelle Situation des
Ordens. Weil immer weniger junge Frauen sich zu einem Leben als Nonne berufen
fühlen, fehlt es auch den Oblatinnen an Nachwuchs. Das Arbeiten hier in Kell ist sehr
schön, und es sind viele Beziehungen gewachsen, sagt Schwester
Maria Regina. Sie betont aber auch: Es
ist auch wichtig, sich einzubringen und dort zu arbeiten, wo wir gebraucht
werden. Für das kirchliche und gemeindliche Leben in Kell würde der Abzug einen
Einschnitt bedeuten. Das
betont auch Pfarrer Thomas Linnartz: Die
Schwestern haben sehr viel geleistet. Wir müssen das künftig so gut wie möglich
auffangen. Eins zu eins wird das aber nicht gelingen. Viele Eltern bedauern
den Abschied: Ich war selbst bei den
Schwestern. Heute sind es meine beiden Kinder. Ich fühle sie in unserem
Kindergarten unheimlich gut aufgehoben, weil die Schwestern mit ganzem Herzblut
dabei sind. Wenn sie gehen, würde das eine riesige Lücke reißen, sagt
beispielsweise Kathrin Keil. Es wäre für das ganze Dorf ein
entsetzlicher Verlust,
betont auch Elisabeth Lempges, die
Vorsitzende des Elternbeirats. Deshalb wollen wir sie auch nicht so einfach
ziehen lassen. Der Elternbeirat werde nun beraten, wie er weiter vorgehen soll.
Zumindest müsse man versuchen, die Ordensleitung dazu zu bewegen, dass die
Schwestern doch in Kell bleiben. Ortsbürgermeister
Markus Lehnen sagt schließlich: Die
Schwestern sind in Kell nicht zu ersetzen. Um sie hier zu behalten, werden wir
alles Menschenmögliche tun. Er fügt jedoch hinzu: Das wird in diesem Fall aber leider wohl nicht reichen. Feuerwehrübung Bei den Renovierungsarbeiten in der Alten Kate ist es zu einem Hitzestau
gekommen, der zu einem Schwelbrand ausgeartet ist. Die Arbeiter in den
untersten Etagen haben sich ins Freie gerettet, andere im Obergeschoss müssen auf
Hilfe von außen hoffen. Das ist die Ausgangslage bei der Übung der Feuerwehr in
Kell am See. Vielleicht
wäre es besser, das Haus würde tatsächlich abbrennen.
Solche oder ähnliche Bemerkungen hört man ab und zu unter den Beobachtern des
Szenarios. Realität jedoch ist, dass es sich dabei um die
Jahresabschlussübung der Keller Feuerwehr handelt. Der Brand in der ehemaligen
Gaststätte, die als ortsbildprägendes Gebilde seit vielen Jahren dem Verfall
preisgegeben ist und offensichtlich keinen Käufer findet, ist natürlich nur
angenommen. Die Feuerwehr unter der Leitung von Wehrführer Kurt Waschbüsch
trifft wenige Minuten nach der Alarmierung am Brandort ein. Eine Drehleiter wird ausgefahren, um die am Fenster
in der oberen Etage laut schreienden Personen nach außen zu retten. Mehrere
Atemschutzträger verschaffen sich Zugang über das Treppenhaus und bergen
verletzte Personen in nassen Tragetüchern. Von allen Seiten werden die
benachbarten Wohnhäuser und das angebaute Millenhaus
durch Wasserbarrieren vor dem Übergreifen des Feuers geschützt. Auch ein Luftkissen wird vor dem Fenster, hinter dem
sich noch Personen befinden, aufgeblasen. Doch statt der Personen landet ein
Dummy darin. Kommentator Erich Seimetz: Aufgrund
von Verletzungsgefahren ist es uns nicht erlaubt, während einer Übung Menschen
mit dem Kissen aufzufangen. Aber der Dummy hat menschliche Größe und sein
Gewicht ist daher ein guter Übungsersatz. Auch die anschließende Manöverkritik fällt gut aus. Die Übung verlief erwartungsgemäß gut, resümierte
Wehrführer Waschbüsch. Selbst wenn in
einer Übung etwas einmal nicht so passen sollte, wie ich es mir vorstelle, was
durchaus auch einmal vorkommen kann, so sprechen doch die Einsätze in der
Realität dafür, dass wir gute Arbeit leisten. Auf dem
Kartoffelfeld Wo
kommen die Kartoffeln her? Eine ganz praktische Einführung in dieses Thema
konnten die Kindergartenkinder hautnah erleben. Auf einem Kartoffelfeld durften
sie den ganzen Tag bei der Kartoffelernte helfen. Raimund Lehnen und andere
Helfer erklärten den Kleinen bereitwillig den Ablauf des Kartoffellebens von der Saat bis zur Ernte. Die Kinder waren alle
begeistert. Erfolgreiche
Kinderkulturtage Ins Leben gerufen wurde die
Kinderkulturwoche als Ersatz für die Kinderkulturtage des Landkreises, die in
diesem Jahr wegen Personalmangel bei der Kreisverwaltung ausgefallen sind. Die Kinderkulturtage waren immer eine sehr
beliebte Veranstaltung, an der sich viele Eltern und Kinder beteiligt haben,
sagt Jugendpfleger Michael Binder. Es
wäre schade, wenn wir dieses Potential nicht genutzt hätten. Dabei ging es
ihm vor allem um die Erhaltung und Förderung des ehrenamtlichen Engagements.
Denn Kinderkulturveranstaltungen leben von der Mitarbeit freiwillig tätiger
Eltern und Jugendlicher. Als
Ergänzung zu den Workshops trat der Künstler Michael Steinhauer an jedem Veranstaltungsort
auf. In seinem Mitmach-Theater schickte er die Kinder auf eine fantastische
Reise ins Reich der Farben. Mit Liedern, Rätseln und Geschichten sorgte er
stundenlang für Unterhaltung und zog die Kinder in seinen Bann. Auch viele
Eltern waren begeistert von dem vielseitigen Repertoire des Künstlers. Gästeehrung im Haus Doris Für zwanzig Jahre freundschaftliche Verbundenheit
mit dem Landhotel Haus Doris und dem
Luftkurort Kell am See wurde Reinhard Dautenheimer ausgezeichnet. Dieser nahm
die Auszeichnung stellvertretend für seine vierzehn Mitstreiter im sogenannten Kleinen Rat der Burggrafengarde des Karnevalsclubs
Mainz-Weisenau entgegen. Seit zwanzig Jahren kommen die Mainzer nun schon
in das Haus Doris – in der Tat ein
Zeichen einer großen Verbundenheit mit dem Haus, dem Ort und der ganzen Region. IHK besucht
KOMAGE Das Präsidium der IHK Trier besuchte im Rahmen ihres
Vor-Ort-Konzeptes auch die KOMAGE. Ziel dieses Gespräches war, den Dialog einerseits
mit den Unternehmern und andererseits der Politik zu führen. Dabei standen
standortpolitische Themen ebenso auf der Tagesordnung wie unternehmerische
Initiativen. Margit Gellner – als Mitglied der IHK-Vollversammlung – stellte
als persönlich haftende Gesellschafterin und Geschäftsführerin der Firma KOMAGE
Gellner Maschinenfabrik KG ihr Unternehmen vor. Freundschaft mit
Polen Für eine Woche lang begrüßte Schulleiter Bernd
Staudt polnische Schüler und deren Lehrer an der Grund- und Realschule plus in Kell am See und in Zerf. Eine
gemeinsame Discoveranstaltung knüpfte erste, noch zögerliche Kontakte. An zwei
Nachmittagen waren die Schüler bei deutschen Gastgebern in deren Familien, um
sie näher kennenzulernen und mit ihnen gemeinsam etwas zu unternehmen. Eine
gemeinsame Fahrt nach Trier brachte besonders für die polnischen Schüler und
auch für ihre Lehrer eine neue Erfahrung. So lernten sie während eines Besuchs
bei der Handwerkskammer die berufliche Ausbildung in Deutschland kennen. Die Stadt
Trier mit ihren vielfältigen geschichtlichen und kulturellen Gesichtern
beeindruckte die Besucher sehr, ebenso ein Ausflug nach Saarburg,
sagte Konrektor Herbert Behres. Die Stadt Luxemburg mit ihrer Bedeutung für
Europa sowie auch mit ihrem interessanten Stadtbild sei ein weiterer Höhepunkt
für die polnischen Gäste gewesen. Nach dem gemeinsamen Besuch des
Gottesdienstes in der Pfarrkirche in Kell am See und einem Abschieds-Mittagessen
in der Aula der Schule in Kell am See, machten sich die Gäste auf die
Heimreise. Die
unermüdliche Hilfe und Unterstützung durch die Eltern und tatkräftige
Unterstützung der Sponsoren haben uns Mut gemacht, diese Partnerschaft weiter
zu pflegen, stellte Behres erfreut fest und meinte
weiter: Wir freuen uns auf ein möglichst
baldiges Wiedersehen in Zabrze. Die Keller C-Jugend beim FC Kaiserslautern
zu Gast Zu einem interessanten Leistungsvergleich war die
C-Jugend der Jugendspielgemeinschaft des SV in das Jugend-Leistungszentrum des
1. FC Kaiserslautern eingeladen worden. Bei der C-Jugend handelt es sich um die Spieler, die
als D-Jugendliche Rheinlandmeister wurden und als Dorfmannschaft für Furore sorgte, wie der TV berichtet. Sie ist bei
der übrigens bei der Sportlerwahl des Jahres 2010 als Nachwuchsmannschaft
vorgeschlagen und wir drücken die Daumen, dass sie es auf das Siegertreppchen
schafft. Verdient haben es die Jungen aus Kell am See, Schillingen, Mandern und
Waldweiler. Als C-Jugend haben sie die ersten acht Punktspiele alle gewonnen.
Eine Zukunftsmannschaft also! In Kaiserlauten nun trafen die jungen Hochwälder in
einem Freundschaftsspiel auf die U-14-Mannschaft des Bundesligisten. Mit großem
Kampfgeist und einer defensiven Einstellung konnten die Hochwälder bis zur
Halbzeit ein Unentschieden halten, obwohl die Lauterer Jungen technisch und
spielerisch weit überlegen waren. In der zweiten Halbzeit kamen die Spieler des
Bundesligisten dann doch noch zu einem gerechten 3:0. Nach dem Spiel besuchten die Jungfußballer auf dem
Betzeberg ein Bundesligaspiel des 1. FC Kaiserslautern. Kindergarten
St. Michael Neuwahl
des Elternbeirates Zu einem Elternabend hatte die Leiterin
des Kindergartens St. Michael, Schwester Maia Regina, eingeladen. Anwesend war
auch die für das Dekanat Hermeskeil-Waldrach zuständige Leiterin der KiTa-gGmbH,
Sandra Steffens. Wichtiger Tagesordnungspunkt war die Neu- bzw. Umplanung des
Kindergartens sowie die angekündigte Auflösung der Ordensniederlassung in Kell. Zum Abschluss der Zusammenkunft wurde
der neue Elternbeirat gewählt, dem künftig angehören: Elisabeth Lempges als 1.
Vorsitzende, Pamela Küster als ihre Stellvertreterin und als Beisitzer Melanie
Justinger, Nadine Backes, Petra Kohlmann, Anja Schirra-Zgrebski, Claudia
Schneider, Isabella Wutsch und Kathrin Keil. Kartoffelfeuer in der Layenkaul Bei herrlichem Herbstwetter unternahmen
die Kindergartenkinder mit ihren Müttern eine Wanderung zur Freizeitanlage
Layenkaul, wo bereits einer der Väter ein Riesenfeuer angezündet hatte. Dort
konnten die Kinder in Alufolie verpackte Kartoffeln in die Glut schmeißen, was den Kleinen offensichtlich
viel Spaß bereitete. Mit großem Genuss verzehrte man in geselliger Runde die
gegarten Kartoffeln. November Kolping spielt
Theater Den Schwank mit dem mundartlichen Titel Em Graf Poldi sein lääscht Nummer hat
die Theatergruppe der Kolpingfamilie im Saal Zum friedlichen Landmann aufgeführt – und das Publikum zum Lachen gebracht. Eine tolle
Leistung. Mein Taschentuch war nass von Lachtränen,
sagt Inge Schömer aus Reinsfeld. Ein besseres Kompliment kann es wohl für eine
Theaterpremiere nicht geben. Ein ausverkauftes Haus bei der ersten Vorstellung –
und das bereits im Vorverkauf – bewies, dass die Fangemeinde Qualität von der
Theater-Truppe gewohnt ist. Die rund 150 Zuschauer erhielten diese Qualität und
waren begeistert. Lach- und Beifallstürme wechselten sich ab und die Maskerade
der Akteure, gestaltet von Maria Hebben-Marx, tat ihr Übriges dazu. Zum Inhalt: Graf Poldi alias der schöne Egon, ein
Heiratsschwindler (Dirk Steuer), hat sich in der kleinen Pension Wimmer
eingemietet, weil ihm in der Stadt der Boden zu heiß geworden ist. Gabi, die
Pensionswirtin (Cilli Erschens) und ihre Freundin Lore (Heidi Biewer) verfallen
seinem Charme. Das ist auch kein Wunder, denn ihre Männer Walter (Karl-Josef
Endres) und Oskar (Dietmar Lehnen) sind nicht gerade das, was man aufmerksame
Ehemänner nennen könnte. Oma (Maria Seiler), die vergessliche Alte, hegt
einen Verdacht gegen Graf Poldi und beschließt, ihm das Handwerk zu legen. Olli, Walters Sohn (Philipp Steuer), hat ganz andere
Sorgen: Mausi (Miriam Stumm), die ebenfalls von Graf Poldi um ihr Geld gebracht
wurde, ist in der Pension aufgetaucht. Dass doch noch alles ein gutes Ende
findet, hat die Familie Oma zu verdanken: Der Graf wird verhaftet, Olli bekommt
seine Mausi und die Ehepaare versöhnen sich wieder. Die Souffleusen Christel
Willger und Renate Schneider hatten einen geruhsamen Abend. Wolle für die
Strickfrauen Pünktlich zum Beginn der Stricksaison machten
Vorstandsmitglieder der Frauengemeinschaft den Strickfrauen im Schwesternhaus einen
Besuch und überbrachten einen Geldbetrag zum Kauf der Wolle, die von den
älteren Frauen verstrickt wird. Annemarie Mencher und Marlies Poth brachten ihre
Gitarren mit und stimmten mit Liedern, die die Frauen eifrig mitsangen, auf den
kommenden Advent ein. Es war ein sehr schöner und besinnlicher Nachmittag. Das neue
Kreisjahrbuch... Leitthema des diesjährigen Kreisjahrbuches ist der
Begriff Heimat. Dass Landrat Günther
Schartz bei der Vorstellung des 370seitigen Jahrbuches ins Moselfränkische
verfiel, ist dem Thema geschuldet. Allein elf Beiträge beschäftigen sich mit dem
weiten Thema der Heimat, ob Heimat in Bildern oder in der Dichtung. Heimat erweckt viele Assoziationen und
erlebt eine Renaissance, so der Landrat. Dass das Moselfränkische viele unterschiedliche
Facetten aufweist, beweist ein Text von Stefan Andres, der im Kreisjahrbuch von
zehn regionalen Plattvarianten erscheint, darunter auch in Keller Platt,
geschrieben und vorgetragen von Dittmar Lauer. Unter den zahlreichen heimatkundlichen Aufsätzen
findet sich auch eine Arbeit von Dittmar Lauer über den Lehrer und Heimatschriftsteller
Matthias Lang, der in den Jahren 1925-1952 in zahlreichen Schulen des Trierer
Landes unterrichtete und noch heute bei vielen seiner ehemaligen Schülern einen
guten Namen hat. St. Martin war
ein guter Mann Der Martinsumzug, veranstaltet von der AMS, in der
auch der Musikverein Mitglied ist, fand wieder großen Anklang. Der Gewinn aus
einer Tombola, bei der Martinsgänse verlost wurden, ging als Spende wie in den
Jahren zuvor an die Schule für Lernbehinderte in Schweich. Ein Turtle für die Kleinen Der Wunsch der Erzieherinnen der Kindergruppe, einen
geeigneten Krippenwagen – auch Schneckenmobil oder Turtle genannt – anzuschaffen, konnte nunmehr erfüllt werden.
Bisher war ein Spaziergang mit den Kleinen in den vorhandenen drei kleinen
Wagen nur möglich, wenn alle drei Erzieherinnen dabei waren. In dem speziell
konstruierten Gefährt können sechs Kinder gleichzeitig Platz finden und von nur
einer Erzieherin ausgefahren werden. Die Kosten in Höhe von 1.700 € hat
dankenswerterweise der Förderverein des Kindergartens St. Michael übernommen. Buchvorstellung
in Kell und Wadern Matthias Lang (1902-1965) In der Mundartecke der Saarbrücker Zeitung empfiehlt
die saarländische Mundartpäpstin Dr.
Edith Braun aufs Wärmste Matthias Lang, erschienen im Alta Silva
Verlag in Kell am See. Das Buch enthält Gedichte und Erzählungen des Lehrers
und Heimatdichters Matthias Lang. Sie wurden gesammelt, kommentiert und
herausgegeben von Dittmar Lauer und Manfred Moßmann, denen damit ein
lobenswertes Werk gelungen ist. Zum Weihnachtsmarkt
nach Aachen 34 Frauen der Frauengemeinschaft fuhren zum
Weihnachtsmarkt nach Aachen. Nach einem gemeinsamen Frühstück im Hotel zur Post
ging es mit dem Bus Richtung Aachen. Bevor der Weihnachtsmarkt besucht wurde,
konnte beim Werksverkauf der Firma Lambertz reichlich Weihnachtsgebäck – Aachener
Printen u.a. – eingekauft werden, wovon die Frauen auch regen Gebrauch machten.
Allgemeine Meinung: Es war ein schöner
Tag. Heinz Erschens
verleiht Medaille In seiner Eigenschaft als Vorstandsmitglied des
Kreismusikverbandes überreichte Heinz Erschens dem Hermeskeiler Orchesterchef
Gerhard Piroth eine hohe Auszeichnung. Auf Grund seiner vielfältigen
Tätigkeiten im musikalischen Bereich auf Kreisebene und im Hochwald, vor allem
in der Stadt Hermeskeil, erhielt er von der Bundesvereinigung der Blasmusiker
die Goldene Dirigentennadel mit Diamanten. In seiner Laudatio würdigte Heinz Erschens die
Verdienste des geehrten Gerhard Piroth. Dezember Grusical – Musical Die Kinder- und Jugendchöre der Pfarreien Schillingen,
Reinsfeld und Kell am See führten im Saal Zum
Friedlichen Landmann das Musical Geisterstunde
auf Schloss Eulenstein von Peter Schindler auf. Das einstündige Grusical wurde gestaltet von 28 gruselig geschminkten und in passenden
Kostümen gekleideten Kindern und Jugendlichen im Alte von 7 bis 17 Jahren. Das
von Elmar Neufing einstudierte und am Klavier begleitete Stück fand großen
Anklang und wurde von den Zuschauern im vollbesetzten Saal mit starkem Applaus
belohnt. Hermann Lauer erhält Goldenen
Meisterbrief Handwerkskammerpräsident
Rudi Müller zeichnete im Rahmen eines Jahresempfangs in der IHK u.a. auch den
Schreinermeister Hermann Lauer (Millen
Hermann) mit der Verleihung des Goldenen Meisterbriefes aus. Pflichtbewusst
und mit hoher Qualifikation sei der Handwerksmeister in seinem Betrieb tätig
gewesen und habe viele junge Menschen ausgebildet, so der Kammerpräsident in
seiner Laudatio. Das
Schreinerhandwerk hat in der Familie Lauer eine lange Tradition. Schon der Ururgroßvater
von Hermann Lauer, Michael Müller (1799-1861) betrieb neben der Landwirtschaft
eine kleine Schreinerei. Michael Müller stammte aus einer Müllerfamilie, deren
Ahnherr der um 1700 auf der Sauscheider Mühle geborene Matthias Müller gewesen
war. Dessen gleichnamiger Sohn Matthias Müller (1731-1809), ebenfalls Müller
von Beruf, heiratete im Jahre 1762 eine Margaretha Lehnen und war in Kell als
Müller tätig ebenso wie ihr Sohn Michael Müller (1762-1825). Einer deren Söhne,
Johann Müller (geb. 1791), wie seine Vorfahren Müller von Beruf, heiratete in
die Osburgermühle und starb dort kinderlos. Sein oben genannter Bruder, der
Schreiner Michael Müller war mit einer Anna Lehnen verheiratet. Ihre Tochter
Margaretha heiratete den Schreiner Matthias Lauer (geb. 1827) und übernahm den
Schreinereibetrieb des Schwiegervaters. Von dieser Verbindung rührt der bis
heute übliche Hausname Millen. Die
Schreinerei Lauer besteht somit bereits in der sechsten Generation fast 200
Jahre lang als reiner Familienbetrieb. Der mit dem Goldenen Meisterbrief
ausgezeichnete Hermann Lauer (geb. 1933) hat den Betrieb von seinem Vater Paul
Lauer im Jahre 1961 übernommen und ihn im Jahre 1999 seinem Sohn Gerhard Lauer
übertragen. Erfolgreiche
Buchautorin Lieselotte Pies Marcus in Treveris Eigentlich hatte die ehemalige Grundschullehrerin
Liselotte Pies (geboren und aufgewachsen als Lieselotte Kirchen – Schneider Lieselotte – in Kell, heute
wohnhaft in Kasel) nie vor, ein Buch zu schreiben. Doch inzwischen ist das von
ihr geschaffene Werk schon zehntausend mal verkauft und nun nochmals neu aufgelegt
worden. Marcus in
Treveris lautet der Titel des 200 Seiten
umfassenden Buches. Es beschreibt das Leben des zwölfjährigen Marcus, der im
Jahr 310 mit seinem Vater von Xanten nach Trier zieht. Der heute 66-jährigen
Autorin ist es mit Leichtigkeit und großer Hingabe gelungen, das römische Leben
der damaligen Zeit in spannende Geschichten zu verpacken. Sie lässt damit die
bunte Vielfalt im römischen Trier wiederauferstehen und bietet insbesondere für
Kinder ab acht Jahren viel Wissenswertes aus der ehemaligen Kaiserresidenz. So
spielen die Geschichten in dem Jahr, als Konstantin in Treveris, seit fünf
Jahren Kaiser, die Festlichkeiten aus Anlass seines Thronjubiläums beginnen. Mein Interesse
für die römische Zeit und die vielen erhaltenen Baudenkmäler in unserer Nähe
war immer schon riesig, erzählt die seit einem Jahr
pensionierte Grundschulpädagogin. Ihr Ziel während ihrer Berufsausübung sei es
immer gewesen, den ihr anvertrauten Kindern einen lebendigen Zugang zu der
Vergangenheit zu schaffen. Die Autorin erzählt: Oft stand ich mit meinen Schulkindern im Amphitheater und erzählte
ihnen von den Kämpfen der Gladiatoren, von wilden Tieren und dem grölenden
Volk. Irgendwann begann ich, diese Geschichten aufzuschreiben und später mit
der Schreibmaschine zu erfassen. Dies war, so schätzt Liselotte Pies, etwa
sechs Jahre bevor die erste Auflage ihres Buches veröffentlicht wurde. 1987 war dies dann so weit. Mit wissenschaftlicher
Unterstützung des Rheinischen Landesmuseums in Trier erschien die erste von
fünf Auflagen. Rund 10.000 Bücher dieser Ausgaben sind inzwischen verkauft.
Pies hat in den folgenden Jahren immer weiter recherchiert, an dem Buch gefeilt
und es ergänzt. In der kürzlich erschienenen sechsten Auflage erwarten den
Leser weitere sieben neue Kapitel. Zunächst ist das Werk nicht als Kinderbuch erkennbar.
Doch im Innern findet man ein schönes
Schatzkästchen, freut sich Pies. Das Buch mit seinen zahlreichen Abbildungen weckt
Begeisterung für das römische Trier und beschreibt die unterschiedlichsten
Alltagsgegebenheiten in der antiken Stadt. Dabei durchstreifen Marcus und seine
Freunde die Straßen der Großstadt, erleben die Händler, eine Gerichtsverhandlung,
erfahren etwas über die römische Heilkunst und erleben Spannung beim
Wagenrennen und den Kämpfen der Gladiatoren im Amphitheater. Am Ende der
Geschichte nimmt Marcus sogar an einem christlichen Gottesdienst teil. Weihnachtsmarkt
in Bernkastel Mit 37 Erwachsenen und neun Jugendlichen und Kindern
fuhr die Kolpingfamilie mit dem Bus nach Bernkastel zum kleinen aber feinen Weihnachtsmarkt.
Präses Axel Feldmann organisierte für Interessenten eine Führung im
Cusanusstift in Kues, an der neun Personen teilnahmen. Sie waren von der Vielfalt
der Schriften und Bücher begeistert. Auf
dem Weihnachtsmarkt öffnete sich am späten Nachmittag am großen Adventskalender
das zwölfte Türchen. Mit vielen guten Eindrücken verließen die
Kolpingmitglieder am Abend das schöne Bernkastel in Richtung Heimat. Kolping verkauft
Weihnachtsbäume Es wurden neben den Bäumen noch Glühwein,
Kinderpunsch und Würstchen gereicht. Schon bald war die erste Ladung Bäume
ausverkauft, so dass für Nachschub gesorgt werden musste. Im Laufe des Nachmittags
begannen einige Vertreter des MV Concordia damit, die Anwesenden mit Weihnachtsmusik
zu unterhalten. Als dann der letzte Baum verkauft, das letzte Würstchen
gegessen und der letzte Becher Glühwein geleert war, wurden am späten Abend die
Zelte abgebrochen und der Platz ordentlich hinterlassen. Blutspender
geehrt Im
Rahmen einer kleinen Feierstunde wurden Mehrfachblutspender geehrt.
Bürgermeister Werner Angsten überreichte als DRK-Ortsverbands-Vorsitzender eine
Ehrenurkunde für 75maliges Blutspenden an Willi Jäckels und für 25maliges
Blutspenden an Maximilian Holzhauser und Gerhard Leineweber. In
einer kurzen Ansprache würdigte der Vorsitzende das Blutspenden als einen
wichtigen Dienst am Mitmenschen. Alois Reichert
für Horst Glessner Horst Glessner hatte seinen Entschluss des Verzichts
auf die Position des ersten Beigeordneten dem Rat schriftlich mitgeteilt.
Gesundheitliche Gründe ließen ihm keine andere Wahl. Wenn es nicht mehr geht, muss man den Weg freimachen. Ortsbürgermeister Markus Lehnen überbrachte dem Rat
die Nachricht mit sichtbaren Emotionen. Ich
hätte mir diese Mitteilung heute gerne erspart, sagte Lehnen. Doch die Gründe für dein Verhalten
akzeptieren wir. Du warst für uns alle immer ein zuverlässiger Partner. Was du
sagtest, hatte immer Gewicht. Du warst in
all den Jahren kein 08/15-Beamter, sondern ein väterlicher Freund,
sagte auch Fraktionsvorsitzender Johannes Reitz (CDU). Horst Zimmert als freies
Ratsmitglied und personell einzige Opposition bedankte sich bei Glessner, der für mich ein überaus kollegialer und
kompetenter Partner für meine Funktion gewesen ist. Horst Glessner war insgesamt 15 Jahre im
Gemeinderat, davon elf Jahre als Beigeordneter. Als sein Nachfolger wurde Alois Reichert (CDU)
einstimmig gewählt und von Lehnen in sein Amt eingeführt. Der 50-Jährige gehört
dem Gemeinderat seit 16 Jahren an. Versammlung der
Jagdgenossen Jagdvorsteher Markus Lehnen erklärte den 17
erschienenen Jagdgenossen – die rund 70 ha Flächen vertraten zus. 809 h Flächen
der Ortsgemeinde – dass der Jagdvorstand vier neue Jagdpachtverträge abgeschlossen
hat, welche in mehreren sehr aufwendigen Sitzungen mit den Pächtern
ausgehandelt wurden. Der Jagdpachtvertrag sei nach dem Musterpachtvertrag des Gemeinde-
und Städtebundes aufgestellt worden. Dabei seien insbesondere den zukünftig
geltenden Bedingungen und Auflagen über die Verhütung von Wildschäden im
Hinblick auf die waldbaulichen Ziele eine erhebliche Bedeutung beigemessen worden.
Die vier Pächter hätten jeweils den gleichen Pachtvertrag erhalten, wobei alle
neuen Regula-rien für alle Pächter nunmehr gleich gelten. Hinsichtlich der
neuen Regularien nennt Jagdvorsteher Lehnen insbesondere die offizielle Einführung
des körperlichen Nachweises und die strengen Auflagen zur Verhütung der
Wildschäden sowie die Folgen des Wildschadensersatzes im Gemeindewald, falls
der Rotwildabschuss in zwei aufeinander folgenden Jahre nicht zumindest 90 % erfüllt
wird. Unter anderem wären die Pächter vertraglich daran gebunden worden, an Bewegungsjagden
teilzunehmen. Jagdvorsteher Markus Lehnen gibt der Versammlung
bekannt, dass die Wildschadenspauschale in der bisherigen Art aus rechtlichen
Gründen aufgehoben wurde und anstelle die Wildschadensverhütungspauschale zu vereinbaren
war. Für die vorliegende Pachtdauer gilt es nun zu kontrollieren, dass die
vereinbarten Regularien eingehalten werden. Forstamtmann Axel Weber berichtet sehr eingehend
über die zuletzt durchgeführten Maß-nahmen im Revier. Weiter geht Weber auf die
Folgen des Sturmtiefs Xyntia ein. Für
das kommende Jahr sollten wieder Bankett- und Grabenfräsearbeiten vorgesehen
werden. Hierzu eignet sich der Einsatz eines Auslegemulchers. Weiter vorzusehen
sei an verschiedenen Stellen der Einsatz der Freischneidemaschine bzw. des
Lichtraumprofilschneiders. Von Seiten des Revierleiters und auch aus der
Versammlung wird darauf hingewiesen, dass die Wege in letzter Zeit stark
gelitten haben. Es sind in verschiedenen Bereichen Gleisbildungen (z.B. an der Warensfahrt, Einzugsbereich der Ruwer)
festgestellt worden. Es werden Rückeschäden von Harvester-Vollernter an der
Grenze zwischen Lauer und Bremm genannt. Vor allem in Privatwaldbereichen habe
man nicht immer die Einsatzstelle so verlassen, wie es sich gehört hätte, so
die allgemeine Auffassung. Man stellt sich die Frage, wie man die Angelegenheit
in den Griff bekommen kann. Weber weist daraufhin, dass auch die Firmen zertifiziert
sind und sich nur eine gewisse Tiefe (20 cm) an Gleisbildung erlauben können.
Schäden müssten konkret gemeldet werden. Nach dem Landeswaldgesetz wäre Wald
ordnungsgemäß zu bewirtschaften. Der Jagdvorstand soll daher noch den
Privatwaldbetreuer, Forstamtsrat Reinert, darauf ansprechen, um zukünftige und weitere
Schäden zu verhindern. Im Anschluss der Aussprache über das Thema Wald und Wege wird der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft gebeten, den derzeitigen Stand der Flurbereinigung zu vermitteln. Hermann-Josef Lauer, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft, geht in seinen Ausführungen nochmals zurück auf das Jahr 2002, als man mit dem Verfahren begann. Zwischenze |